ASC Aplerbeck und FC Brünninghausen starten in die Oberliga

Knackpunkt im Aufstiegsrennen: Der ASC 09 (in blau) verlor in der vergangenen Saison im Ligaendspurt gegen Schalkes U23 mit 0:1. „Für uns zählen zunächst nur 40 Punkte“, hat Coach Adrian Alipour zunächst nur den Klassenerhalt als Minimalziel im Blick.
  • Knackpunkt im Aufstiegsrennen: Der ASC 09 (in blau) verlor in der vergangenen Saison im Ligaendspurt gegen Schalkes U23 mit 0:1. „Für uns zählen zunächst nur 40 Punkte“, hat Coach Adrian Alipour zunächst nur den Klassenerhalt als Minimalziel im Blick.
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  • hochgeladen von Holger Schmälzger

Für Dortmunds ranghöchste Amateurfußballer hinter dem BVB gilt’s ab Sonntag (12.8.) wieder, wenn die Oberliga in die neue Saison startet. Während der Aplerbecker SC dank eingespieltem Team weiter oben mitmischen dürfte und sich im Pokal schon Selbstvertrauen geholt hat, muss der FC Brünninghausen einen größeren Umbruch verkraften.

Als Tabellendritter war der Aplerbecker SC in der vergangenen Spielzeit nur ganz knapp am Aufstieg vorbei geschrammt. Die Enttäuschung ist inzwischen überwunden, die Lust am Fußball zurück und die Richtung stimmt offenbar. Im ersten Pflichtspiel der Saison setzte sich der ASC 09 auf Pokalebene dank feinem Kombinationsfußball mit 4:1 gegen den Regionalliga-Absteiger TuS Erndtebrück durch und feierte damit am ersten August-Wochenende eine gelungene Generalprobe vor dem Ligastart.

Aplerbeck ist eingespielt

Zu den Favoriten mag Adrian Alipour sein Team trotzdem nicht zählen und denkt lieber in kleinen Schritten. „Für uns zählen zunächst nur 40 Punkte“, hat der Trainer den Klassenerhalt als erstes Ziel verordnet. Ob man auf dieser Basis und dank einer sehr variablen Spielanlage dann doch wieder die Liga aufmischen wird – abwarten.
Zuzutrauen wäre es den Aplerbeckern in jedem Fall, denn Alipour kann auf eine eingespielte Mannschaft bauen, deren Stamm weitgehend zusammengeblieben ist. Die Abgänge Daniel von der Ley (SV Brackel), Christoph Tielker (Westfalia Wickede), Silas Lennertz (SF Bochum-Linden), Marco Kampmann (Sinsen) und Emanuel Dialundama (Ennepetal) spielten in der vergangenen Saison eher eine untergeordnete Rolle. Zudem hat Co-Trainer Holger Gehrmann den Verein Richtung Gelsenkirchen verlassen, ihn ersetzt künftig Georgios Tatsis (TuS Holzen-Sommerberg).

Bei den insgesamt acht Neuzugängen auf dem Feld setzt Aplerbeck vor allem wieder auf talentierte Spieler, von denen „wir hoffen, dass sie schnell zünden“, so Alipour. Mit Paul Stieber (Hassel) und Jan Stuhldreier (Bielefeld) verpflichtete man erst zu Beginn dieser Woche noch zwei junge Fußballer, die bei Schalke 04 und dem BVB ausgebildet wurden. Aus der A-Jugend wechselten Sefa Topcu (RW Oberhausen), Michel Post (MSV Duisburg), Lars Warschewski (TSC Eintracht), Robin Wodniok (Wuppertaler SV) und Jannik Marth (Hombrucher SV) ins Waldstadion. Als Torhüter ist Jan Deckenhoff (Hohenlimburg) zum ASC 09 zurückgekehrt.

Mehrere Leistungsträger gehen

Während Aplerbeck auf eine gewachsene Mannschaft und junges Blut als Ergänzung setzt, stehen die Zeichen beim FC Brünninghausen auf Umbruch und Neuorientierung. Zwar geht Alen Terzic bereits in sein drittes Trainerjahr. Das Gesicht seiner Mannschaft aber wird sich erheblich ändern, denn unter den neun Abgängen sind gleich mehrere Leistungsträger der vergangenen Spielzeit. Alexander Enke und Benjamin Bielmeier (beide Hombrucher SV), Dominik Behrend (FC Frohlinde) und Leon Enzmann (FC Iserlohn) zählten zum Gerüst der Mannschaft und waren Führungsspieler. Zudem haben auch Salomon Tchitungu Kadima (TuS Eichlinghofen), Okan Gözütok (Dröschede), Alexander Gowik (SV Brackel), Nazzareno Ciccarelli (Westf. Herne) und Nico Luft den Verein verlassen.

Den notwendigen Neuaufbau verbindet der FC Brünninghausen mit einer Verjüngungskur. Keiner der acht Zugänge ist älter als 25 Jahre. Torjäger Florian Gondrum, inzwischen in seinem siebten Jahr am Hombruchsfeld, wird künftig mit 28 Jahren der älteste Akteur auf dem Platz sein. Höherklassige Erfahrung bringen trotz ihres jungen Alters Hendrik Brauer (22, SV Lippstadt) und Tim Dudda (24, TSG Sprockhövel) mit. Beide haben schon Oberliga bzw. sogar Regionalliga gespielt. Sebastian Lötters (FC Iserlohn) und Patrick Sacher (SV Brackel) waren zuletzt in der Westfalenliga aktiv. Zudem verpflichtete der FCB Niklas Orlowski (Hombruch), Onur Tekin (Dröschede), Mohamed El Gattass (U19 Wuppertaler SV) sowie als weiteren Torhüter den 20-jährigen Tim Schmale (Brackel).

Extreme Verjüngung

Nach der „extremen Verjüngung“, so Alen Terzic, will der Trainer zunächst „alles dem Klassenerhalt unterordnen“ – mit der Option, bei einem guten Saisonverlauf die Ziele anzupassen. Zunächst aber gilt es, eine neue Mannschaft zu finden, die sich in der Oberliga gut zurecht findet und im Idealfall auch defensiv mehr Stabilität findet. 55 Gegentreffer in der letzten Saison waren auch Terzic zu viel.

- Für den ASC 09 beginnt die Saison am Sonntag (12.8.) gleich mit einer echten Standortbestimmung.
- Gegner ist um 15 Uhr im Waldstadion der ambitionierte TuS Haltern.
- Der FC Brünninghausen muss zur gleichen Zeit auswärts beim FC Gütersloh antreten, der sich in der Vorsaison nur knapp in der Oberliga halten konnte.
- Am zweiten Spieltag am Sonntag, 19. August (15 Uhr), feiert der FCB seine Heimpremiere am Hombruchsfeld gegen RW Ahlen, während Aplerbeck beim TuS Ennepetal zu Gast ist.

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