Dortmunder Aikido-Lehrerin in Tel Aviv

Training "Aikido Without Borders"
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  • hochgeladen von Sabine Spatz

Eine Woche voller Training und einen winzigen Einblick in das, was es heißen kann, in Israel zu leben. Sabine Spatz, Gründerin von Integral Aikido Dortmund, war im Dojo von Miles Kessler (5. Dan Aikikai) in Tel Aviv/Israel. In dieser Zeit gab es mehrere Raketenangriffe auf Tel Aviv.

Integral Aikido Dortmund und das Integral Dojo in Tel Aviv stehen in engem Kontakt. Mehrmals war Sabine Spatz schon in Israel, um an den umfänglichen Angeboten des Integral Dojos in Aikido, Meditation und Integraler Praxis teilzunehmen. Dieses Mal war es aufgrund der politischen Lage und der Eskalation ganz anders, auch wenn der Trainingsablauf beibehalten wurde.

In dieser Woche war Tel Aviv mehrmals das Ziel von Raketen. Sieben Mal ging der Alarm, meistens während des Trainings. Nicht immer einfach ihn zwischen den Geräuschen der Klimaanlagen zu hören. Am Übungsort selbst gibt es keinen Schutzraum. Der sicherste Ort ist das Treppenhaus. Das Training wird unterbrochen, alle versammeln sich dort und warten auf das Geräusch, den „Wumms“, wenn die Rakete abgefangen wurde und detoniert. Danach geht das Training weiter. Es gab viele Gespräche darüber in dieser Woche, Hilflosigkeit, Ratlosigkeit, Mitgefühl … niemand will, dass so viele Menschen leiden und sterben, niemand sieht eine Lösung.

Friedensprojekt "Aikido without borders"

Miles Kessler hat vor Jahren, das Friedensprojekt „Aikido Without Borders“ (AWB) ins Leben gerufen. Der gemeinnützige Verein setzt sich für die Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern ein. Im Westjordanland, in Bir Nabala und Jeep, sind Aikidogruppen für Kinder, Jugendliche und Männer entstanden, die von Miles Kessler ausgebildet und unterstützt werden. Neuerdings gibt es sogar eine Frauengruppe. Im Dojo (Übungsort) in Tel Aviv haben einige palästinensische Aikidoka eine Ausbildung zum Aikido-Lehrer absolviert. Seit dem letzten Herbst haben sie und andere eine offizielle Erlaubnis der israelischen Stellen bekommen, dass sie regelmäßig am Montagabend am Training in Tel Aviv teilnehmen dürfen. Palästinenser und Israelis sehen sich regelmäßig, trainieren zusammen und schließen Freundschaften.

In Zeiten der Eskalation von Gewalt, wird ganz deutlich, wie groß die Auswirkungen solch eines Projektes und der damit verbundenen persönlichen Kontakte sind. Viele Menschen sind direkt oder indirekt daran beteiligt, haben wiederum mit anderen Menschen Kontakt – ein Dominoeffekt entsteht, der eine bewusstere Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Situation untersützt. Im Dojo von Miles Kessler in Tel Aviv ist deutlich zu spüren, wie bewusst und achtsam jeder über den momentanen Konflikt und die Eskalation zwischen Israel und dem Gazastreifen spricht.

Film zum Friedensprojekt "Aikido Without Borders"

Auch wenn es scheinbar nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, so macht es Sinn für immer mehr und dickere Tropfen zu sorgen. Dieser Film bietet einen guten Einblick in das Projekt, das im wesentlichen bei den Kindern anfängt, um ihnen neue Perspektiven zu ermöglichen. Unterstützen kann man das Projekt über dortmund@integral-aikido.de

Autor:

Sabine Spatz aus Dortmund-Süd

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