Happy End für Wohnungssuchende

Die Wohnungssuche mit drei kleinen Kindern ist schon schwierig genug. Noch schwieriger wird es, wenn auch noch die Zeit drängt und eines der Kinder behindert ist. So wie bei Familie Lehmkühler/Krause.
  • Die Wohnungssuche mit drei kleinen Kindern ist schon schwierig genug. Noch schwieriger wird es, wenn auch noch die Zeit drängt und eines der Kinder behindert ist. So wie bei Familie Lehmkühler/Krause.
  • Foto: Foto: Gerd Altmann/Pixelio.de
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Zu einem glücklichen Abschluss ist jetzt die Geschichte der Familie Lehmkühler/Krause gekommen. Aufgrund von Eigeninitiative wurde die Familie jetzt in Holzwickede fündig. Eine 4 1/2-Zimmer-Wohnung mit 90 Quadratmetern wird dort momentan für die fünfköpfige Familie vorbereitet. Vermieter ist die UKBS, die zum Glück kein Problem mit den Kindern der Familie hat - schon gar nicht mit dem taubgeborenen Sohn. Ute Lehmkühler: "Trotz des großen Interesses an unserem Schicksal gab es leider kaum konkrete Hilfsangebote, schon gar nicht von Behörden oder caritativen Organisationen. Das war schon sehr enttäuschend."

Hier noch einmal die ganze Geschichte:
ARGE, Sozialämter, Familienpflege - sie alle sind da, um uns sozial abzusichern. Eigentlich. Denn immer wieder passiert es, das Menschen durch das soziale Raster fallen - ins Bodenlose. Warum das so ist, kann im Nachhinein oftmals nicht mehr nachvollzogen werden.

So ergeht es momentan auch der Familie Lehmkühler/Krause. Der inzwischen fünfköpfigen Familie droht trotz aller Bemühungen die Räumungsklage. „Es ist wohl alles schief gelaufen, was schief laufen konnte“, zeigt sich Ute Lehmkühler, die Mutter von Familienvater Stephan, resigniert.

Seinen Lauf nahm das Drama 2011, als die junge Familie, Vater Stephan ist 23, Mutter Sandra 24, mit der Miete um einen Monat in Verzug geriet. „Wir mahnen dann immer unverzüglich an um ein Aufschaukeln der Situation zu verhindern“, erklärt Regine Stoerring von DOGEWO21.

Was folgte, war ein ständiges Hin und Her zwischen der ARGE, der DOGEWO und dem Sozialamt der Stadt Dortmund. Mittendrin die Familie, die sich auch um den taubgeborenen vierjährigen Sohn und die zweijährige Tochter zu kümmern hat. „Und dann wurde ich wieder schwanger - eine Risikoschwangerschaft“, erzählt Sandra Krause.

Vom Mietrückstand in die Katastrophe

Nun geriet der eigentlich harmlose Mietrückstand - von der Familie bereits teilweise beglichen - endgültig zur Katastrophe. Briefe wurden ignoriert, die Kommunikation fand nur noch über Anwälte und Ämter statt.
Sowohl ARGE als auch die DOGEWO hatten festgestellt, dass die bisherige Wohnung mit ihren dreieinhalb Zimmern auf 61 Quadratmetern sowieso zu klein ist für die ganze Familie - zu recht. Doch ein Wohnungsangebot in Dorstfeld schlug die Familie aus. „Von dort wäre mein Freund nicht zur Arbeit gekommen“, so die junge Mutter. „Andere Angebote konnten wir leider nicht machen. Wohnungen in der passenden Größe sind Mangelware“, bedauert die DOGEWO-Pressesprecherin. „Und dann sind sind wir letztendlich gezwungen, drastische Maßnahmen zu ergreifen“, erklärt Regine Stoerring weiter. Was folgte war also die Kündigung und schließlich die Räumungsklage. „Wir bedauern das sehr, aber irgendwann müssen wir handeln“, so Regine Stoerring.

Dabei hatte die Familie bereits geglaubt, eine Lösung gefunden zu haben: „Mein Freund hat einen festen Job gefunden und wir waren kurz davor, einen Mietvertrag für eine andere Wohnung zu unterschreiben, aber der Vermieter ist dann kurzfristig wieder abgesprungen, als er hörte, dass unser Sohn taub ist“, erzählt Sandra Krause.

Gerichtsvollzieher stand schon vor der Tür

Inzwischen hat der Gerichtsvollzieher bereits vor der Tür gestanden, ist aber mit dem Hinweis auf gerichtlichen Beschluss und Begleitung durch die Polizei wieder abgezogen. „Das ist der schlimmste Fall - wenn der Gerichtsvollzieher aufgrund der Räumungsklage eine volle Wohnung räumen muss“, so Stoerring. Daher ihr Rat: „Die Familie muss so schnell wie möglich eine neue Bleibe finden!“

Das ist leichter gesagt als getan. Zwar kann Vater Stephan inzwischen einen Vollzeitjob vorweisen, doch hängen der Familie noch Räumungsklage und Gerichtsvollzieher „im Nacken“. Dazu drei kleine Kinder, davon eines behindert. Keine guten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wohnungssuche. Wer der Familie trotzdem helfen kann, möge sich bitte mit Ute Lehmkühler, Tel. 40 92 15 in Verbindung setzen.
Die Familie sucht eine Wohnung im Dortmunder Süden, Südosten oder in Holzwickede mit einer Größe von maximal 100 Quadratmetern.

Autor:

Elke Böinghoff aus Unna

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