Jenseits von Rollenklischees

Sind beim Programm 12+ dabei: Tim Thorben Förbs, Mentor Sebastian Schlappa, Nico Miesing, Mentor Tobias Podschwadek, Maximilian Schewe, Projektkoordinatorin Jill Timmreck, sowie die Mentoren Julian Jansen und David Coers.
  • Sind beim Programm 12+ dabei: Tim Thorben Förbs, Mentor Sebastian Schlappa, Nico Miesing, Mentor Tobias Podschwadek, Maximilian Schewe, Projektkoordinatorin Jill Timmreck, sowie die Mentoren Julian Jansen und David Coers.
  • Foto: Oliver Schaper/TU Dortmund
  • hochgeladen von Uwe Petzold

„Jungen in die TU Dortmund“ – das ist sowohl Motto als auch Ziel des neuen Schüler-Mentorings an der TU Dortmund.

Dortmund-Barop. Über einen Zeitraum von einem Jahr nehmen Schüler von 12 bis 14 Jahren an Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Universität teil. Das Besondere dabei: Aufgeteilt in kleine Gruppen werden sie von einem Studenten – ihrem Mentor – begleitet. So lernen sie nicht nur Studiengänge aus den sozialen, erzieherischen, kulturellen sowie künstlerischen Bereichen kennen, sondern erfahren vom Studenten auch etwas über Studienbedingungen, -abläufe, -inhalte und -kultur. Ein Mentoring für Schüler ist in dieser Form bundesweit einzigartig und ist im Bereich der Gleichstellungsbeauftragten der TU Dortmund, Martina Stackelbeck, angesiedelt.

Schülermentoring bundesweit einzigartig

Der Anteil der männlichen Studenten in den Fakultäten 12 bis 16 der TU Dortmund – das sind die Fakultäten Humanwissenschaften und Theologie, Kulturwissenschaften, Kunst und Sportwissenschaften, Rehabilitationswissenschaften sowie Erziehungswissenschaften, Psychologie und Soziologie – liegt durchschnittlich knapp über 30 Prozent, in einzelnen Studiengängen ist er allerdings niedriger.
„Die Berufswahl bei Jugendlichen ist ein längerer Prozess, der durch Orientierungshilfen von Seiten der Schulen und auch Universitäten unterstützt werden kann“, weiß Jill Timmreck, Projektkoordinatorin für 12+. „Die TU Dortmund kennt ihre Verantwortung. Ein Mentoring über einen längeren Zeitraum kann da viel bewirken.“

Mädchen-Mentoring schon seit 2012

Männlich Vorbilder sollen den Jungen den Zugang zu sozialen, erzieherischen, kulturellen und künstlerischen Fächern erleichtern. Eine besondere Rolle spielen daher die Mentoren. Sie sind selbst Studenten an den Fakultäten 12 bis 16 der TU Dortmund. Für die Dauer des Projekts treffen sie sich regelmäßig mit den Jungen, zeigen ihnen das Leben auf dem Campus und begleiten sie zu den Workshops – als männliche Vorbilder für eine Berufswahl jenseits von Rollenklischees. „Die Erfahrung aus unserem Mädchen-Mentoring MinTU, das schon seit 2012 mit steigender Beliebtheit läuft, hat gezeigt, dass gerade die Mentoring-Beziehung wesentlich zum Erfolg des Projekts beiträgt“, sagt Jill Timmreck.
Während des einjährigen 12+-Mentorings bekommen die Schüler einen informativen und zugleich spannenden sowie praxisorientierten Einblick in das Leben und Lernen an der TU Dortmund – und entscheiden sich vielleicht später für ein soziales, erzieherisches, künstlerisches oder kulturelles Studium.

Autor:

Uwe Petzold aus Dortmund-Süd

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