Student Marc Leske rudert in Shanghai bei der Weltmeisterschaft

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Marc Leske studiert Maschinenbau im Bachelor an der TU Dortmund und betreibt Rudern als Leistungssport. (Foto: Deutscher Ruderverband/Schwier)
Dortmund: TU |

Ein Student der Dortmunder TU vertritt Deutschland bei der Hochschul-Weltmeisterschaft im Rudern vom 10. bis zum 12. August in Shanghai. Marc Leske arbeitet parallel an zwei Karrieren: Er studiert an der TU Maschinenbau im Bachelor und betreibt gleichzeitig Rudern als Leistungssport.

Nun treffen seine Uni- und seine Sportwelt aufeinander. Er tritt im Zweier bei der Hochschul-Weltmeisterschaft im Rudern in Shanghai an, gemeinsam mit seinem Team-Kollegen Jakob Gebel, der an der Universität Duisburg-Essen ebenfalls Maschinenbau studiert.

Zwischen Ruder-Training und Hörsaal 

Ein ganz normaler Wochentag startet für Marc Leske gegen 7.30 Uhr mit der ersten Ruder-Trainingseinheit auf dem Dortmund-Ems-Kanal. Anschließend gibt es im Bundesstützpunkt Dortmund Frühstück, bevor es in die Lehrveranstaltungen an der TU Dortmund geht. Ab 14 Uhr steht ein zweites Training auf dem Programm. Anstatt dann die Füße hochzulegen, lernt der 22-Jährige für die anstehenden Klausuren oder schreibt an seinen Hausarbeiten. „Man muss schon sehr diszipliniert sein, um Studium und Leistungssport unter einen Hut zu bekommen. Dafür muss man schon ein besonderer Typ Mensch sein, sonst könnte man das gar nicht schaffen“, sagt Marc Leske, der bereits seit neun Jahren rudert.

Zu groß zum Segeln 

Eigentlich war das Segeln seine große Leidenschaft. Es stellte sich aber schon früh heraus, dass der Maschinenbau-Student mit 1,99 m zu groß ist, um im Leistungsbereich zu segeln. „Auf dem Elfrather See, auf dem ich gesegelt bin, habe ich dann die Boote des Crefelder Ruder-Clubs gesehen. Die Ruderer waren alle groß und dann habe ich mich beim Verein einfach mal vorgestellt“, so Leske. 

Bereits zweimal Juniorenweltmeister

Seit fünf Jahren ist er Mitglied im Bundeskader und konnte schon einige Erfolge „errudern“: 2013 und 2014 wurde er Juniorenweltmeister, 2015 und 2016 holte er bei der U23-Weltmeisterschaft die Bronze-Medaille. Seinen letzten Wettkampf hatte Marc Leske vor ein paar Tagen bei der U23-WM in Polen. „Da gab es leider nur einen vierten Platz. So ist das im Leistungssport. Man kann nicht immer gewinnen.“

Maschinenbaustudenten im Bundeskader 

Der nächste Wettkampf führt ihn und seinen Mit-Ruderer Jakob Gebel nach Shanghai. Die Studenten kennen sich aus dem Bundeskader und sind gespannt, was sie bei der WM in Asien erwartet. Leske schätzt, dass das dortige Klima und die unbekannten Boote zu Herausforderungen werden könnten. Der Student freut sich insbesondere auf das Zusammenleben und die Aktivitäten mit den anderen Sportlern aus der ganzen Welt. Sein Flieger nach Shanghai startete gestern. Am Vormittag musste Marc Leske noch eine Klausur schreiben.
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