Feuerwehr im Dauereinsatz
Neue Feuerserie im Dortmunder Westen: Polizei sucht Zeugen

Eine ereignisreiche Nacht hatte die Dortmunder Feuerwehr. Die Polizei geht von dreifacher Brandstiftung aus.
  • Eine ereignisreiche Nacht hatte die Dortmunder Feuerwehr. Die Polizei geht von dreifacher Brandstiftung aus.
  • Foto: Symbolbild Magalski
  • hochgeladen von Holger Schmälzger

Nach drei Bränden in den Stadtteilen Huckarde, Marten und Lütgendortmund in der Nacht zu Freitag (4.9.) sucht die Polizei Zeugen.

In der Friedrichsruher Straße - nahe der Oberfeldstraße - brannte gegen 1.55 Uhr ein vor einem dortigen Mehrfamilienhaus geparktes Auto. Ein davor abgestellter Lkw wurde durch die Hitze ebenfalls leicht beschädigt. Rund 20 Minuten später brannten insgesamt sechs Autos sowie ein Roller auf einem Firmengelände an der Steinhammer Straße - nahe der Straße Römermorgen.

In einer Gartenanlage in der Straße Auf dem Toren meldete ein Zeuge gegen 3.30 Uhr den Brand eines Gartenhauses. Dieses wurde durch das Feuer fast vollständig zerstört. Die Feuerwehr löschte die Brände. Verletzt wurde niemand. In allen Fällen geht die Dortmunder Polizei aktuell von vorsätzlichen Taten aus. Auch Zusammenhänge zu vorangegangenen Brandstiftungen im Dortmunder Westen schließt sie nicht aus.

Zeugen melden sich bitte bei der Kriminalwache der Dortmunder Polizei unter 0231-132-7441.

Feuerwehr im Volleinsatz

Welche Arbeit das für die Kräfte der Feuerwehr bedeutete, belegt der Bericht der Bericht. Zahlreiche Einsatzkräfte von mehreren Standorten waren über drei Stunden im Einsatz. Kurz vor 2 Uhr entsandte die Einsatzleitstelle der Dortmunder Feuerwehr die ersten Einheiten zur Friedrichsruher Straße in Huckarde. Gemeldet war hier ein PKW-Brand. Neben den zuständigen Einheiten aus Mengede war hier ein Hilfeleistungslöschfahrzeug aus Marten eingesetzt. Bei Eintreffen der ersten Brandschützer hatte das Feuer bereits vom Motorraum auf den Innenraum des Kleinwagens übergegriffen. Das Feuer wurde von einem Trupp unter Atemschutz mit einem Strahlrohr gelöscht. Um eine Wiederentzündung des Fahrzeugs zu verhindern wurde zusätzlich eine Schaumdecke aufgebracht.

Während die Retter in Huckarde noch bei der Arbeit waren, wurde um2.20 Uhr aus der Straße Römermorgen in Marten ein weiteres Feuer gemeldet. Auf dem Gelände eines Abschleppunternehmers sollten mehrere PKW brennen. Da das Löschfahrzeug der Feuerwache 5 (Marten) noch in dem Einsatz in Huckarde gebunden war, musste die Leitstelle für diesen Einsatz zusätzliche Kräfte aus Eichlinghofen und der Innenstadt zur Einsatzstelle beordern. Bei Eintreffen der ersten Kräfte standen in einem eingezäunten Bereich sechs PKW und ein Motorroller in Brand. Durch die Brandschützer wurde sofort eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut um ein Übergreifen der Flammen auf weitere, dort abgestellte Fahrzeuge, zu verhindern. Weitere Trupps unter Atemschutz begannen dann die brennenden Autos abzulöschen.

Als gegen 3.20 Uhr eine Feuermeldung aus Lütgendortmund bei der Einsatzleitstelle einging, war der Einsatz in Marten noch nicht beendet. Aus der Straße Auf dem Toren war eine unklare Rauchentwicklung außerhalb gemeldet. Das, nach dem um 2.30 Uhr beendeten Einsatz in Huckarde, freigewordene Löschfahrzeug der Feuerwache in Marten wurde zu dieser Einsatzstelle entsandt. Bei Eintreffen stellten die Brandschützer fest, dass hier nicht nur etwa 100 m² Buschwerk, sondern auch eine circa fünf mal fünf Meter große Gartenlaube brannte. Sofort wurden weitere Kräfte nachalarmiert, die von den Wachen in Eichlinghofen und Mengede zur Unterstützung kamen.

Das Erreichen der eigentlichen Einsatzstelle und die Wasserversorgung gestalteten sich als schwierig, da der Weg zur Laube nur über einen Trampelpfad möglich war und fast 100 Meter Schlauchleitung verlegt werden mussten. Da die Flammen bereits eine weitere Laube beschädigt hatten, wurde hier ebenfalls durch einen Trupp unter Atemschutz eine Riegelstellung aufgebaut um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Ein weiterer Trupp unter Atemschutz löschte mit einem Strahlrohr die brennende Laube und die umstehenden Bäume und Sträucher. Gegen 5.20 Uhr waren alle Maßnahmen der Feuerwehr beendet.

Alle drei Einsatzstellen wurden zur Ermittlung der Schadenshöhe und der Brandursache an die Polizei, die ebenfalls mit einem großen Personalaufgebot und auch mit einem Hubschrauber im Einsatz war, übergeben. Insgesamt waren an allen drei Einsatzstellen 60 Einsatzkräfte der Feuerwachen 1 (Mitte), 5 (Marten), 8 (Eichlinghofen) und 9 (Mengede) im Einsatz.

Autor:

Holger Schmälzger aus Dortmund-Süd

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