Neue Ära wird eingeläutet: Glocken für Bartholomäus

Eine alte Glocke wird durch das Turmgewölbe ausgebaut. Foto: Schütze

Sie zeigten uns die Stunden an, wurden geschlagen zum Gedenken der Kreuzigung Christi, begleiteten Liebende in den Hafen der Ehe - und erklangen zu noch vielen weiteren Anlässen: Die Glocken der Bartholomäus-Kirche in Lütgendortmund. Nun werden die gusseisernen Klangkörper nach 93 Jahren durch neue ersetzt.

Am Montag (6.2.) ist es soweit - die neuen Glocken der Bartholomäus-Kirche an der Theresenstraße in Lütgendortmund werden geliefert.

Wenn sie dann angekommen sind, haben die vier Klangkörper 1100 Grad Guss-
temperatur, mehrere Tage Auskühlen „festgemauert in der Erden“ - wie Schiller schon sagte - und den langen Transportweg aus Karlsruhe hinter sich. Und auch dann werden sie noch ein wenig auf ihren Einsatz warten müssen: Den Einstand geben die vier neuen Glocken zum Osterfest.

Es ist übrigens das erste Mal in der Geschichte dieser Kirche, dass ihr Glockenturm vier der Tonerzeuger beherbergt. Bislang waren es „nur“ drei. Dafür sind die vier Neuen allerdings kleiner und weniger laut. „Aber sie werden trotzdem wunderbar klingen“, ist sich Pfarrerin Bettina Wirsching sicher. Dafür sorgte der Glockensachverständige Claus Peter im Vorfeld. Er hörte sich nicht nur den Oberton der bisherigen Glocken an, sondern auch die Klänge der Nachbarsglocken der kath. Kirche St. Magdalena in Lütgendortmund - sowie sogar den Klang des Geläutes aus Marten und Bövinghausen. Daraufhin legte er die Töne der vier Neuzugänge fest - allein zu dem Zweck, dass bei gleichzeitigem Läuten der Klang harmonisch sein soll.

Doch vor dem Einzug der neuen Bewohner stand der Auszug der drei alten Glocken. „Sie wurden 1919 in Bochum gegossen“, weiß Heimatforscher und Presbyter Wilhelm Mohrenstecher. „Zwar gibt es eine Öffnung im Turmgewölbe - wie die Größte allerdings in den Glockenturm kam, das weiß keiner mehr so genau.“ Kirchmeister Hans-Georg Fischer vermutet, sie seien durch das runde Kirchfenster eingelassen worden. Doch sie durch diese Öffnung wieder zu entfernen, war heute keine Option. Dafür hätte das gesamte Fenster ausgebaut werden müssen und das kam für die Gemeinde nicht in Frage. Die kleine und die mittlere Glocke passten durch den Turm - die große wurde kurzerhand in zwei Teile geteilt.

Wo diese Glocke verbleibt, weiß man noch nicht so genau. „Aber was mit den anderen geschieht, ist schon klar: Die Kleine verbleibt hier auf dem Kirchgelände und die Mittlere kommt ins Heimatmuseum“, weiß Wilhelm Mohrenstecher.

Und für die Neuen heißt es dann Ostersonntag: „Gut Klang!“

Autor:

Lokalkompass Dortmund-West aus Dortmund-West

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