Ausgesetzt unter einer Brücke
Mäuseliebhaber gesucht: Tierheim Dortmund vermittelt 63 „Not-Felle“

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Unter einer Brücke am Dorstfelder Hellweg fanden Polizeibeamte in der vergangenen Woche eine wahre Mäuseplage vor: 63 Tiere der Gattung „Vielzitzenmaus“ waren dort ausgesetzt worden, offenbar von einem überforderten Halter, berichtet die Stadt.

Die Tiere landeten im städtischen Tierheim an der Hallerey.
„Im Karton waren 27 männliche und 36 weibliche Mäuse, viele der Mausdamen sind vermutlich tragend. Offensichtlich waren die Mäuse nicht nach Geschlechtern getrennt untergebracht. Bei einem Fortpflanzungszyklus von gerade 24 Tagen und Wurfgrößen bis zu 22 Tieren wird so ziemlich schnell aus einem süßen Mäusepaar eine unüberschaubare Mäuseschar“, sagt die stellvertretende Tierheimleiterin, Ellen Neumann. Das Tierheim sucht für die kleinen Nager nun neue Eigentümer.
Vielzitzenmäuse stammen ursprünglich aus Afrika und sind ausgeprägte Gruppentiere. Die Mäuse werden deshalb nur in Kleingruppen ab mindestens vier Tieren vermittelt - natürlich nach Geschlechtern getrennt. Für die kleinen „Notfelle“ benötigt man eine ausbruchssichere Unterkunft von ca. 100 x 50 cm Grundfläche und einem Meter Höhe, so dass mehrere Etagen für das Mäusedomizil eingerichtet werden können. Die Tiere werden ca. 18 bis 30 Monate alt und sind nacht- bzw. dämmerungsaktiv. Gefüttert werden sie mit Saaten, Kräutern und Gemüse sowie kleinen Futterinsekten. Für „Mäuseanfänger“ stehen die Tierpfleger des Tierheims in der Hallerey gerne beratend zur Verfügung.

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