Norbert Blüm – das soziale Gewissen der CDU ist verstorben
In memoriam

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Er war ein jahrelanger Minister unter Kanzler Helmut Kohl und das soziale Gewissen der CDU. Nun ist der frühere Sozial- und Arbeitsminister im Alter von 84 Jahren in seiner Heimat gestorben.
Sein berühmtester Satz „Die Rente ist sicher“ ging für immer in die Geschichte ein.
Schon damals zeigte sich der demografische Wandel ab, die Menschen lebten immer länger. Doch Norbert Blüm mit seinem allseits bekannten Optimismus hielt kräftig gegen die aufkommenden Bedenken mit Blick auf die Alterssicherung und stand fest zum solidarischen Generationenvertrag.

Für den kirchentreuen Katholiken, Messdiener und Pfadfinder kam als Partei nicht die traditionalistisch gesinnte Sozialdemokratie in Frage, sondern nur Konrad Adenauers neu ins Leben gerufene, die erste überkonfessionell-bürgerliche Volkspartei mit dem Namen CDU.
Denn in ihr sah Blüm auch die Tradition der christlichen Soziallehre verwurzelt. Schon als 15-jähriger Lehrling schloss sich Blüm der Gewerkschaft IG Metall an, die traditionell eher den Sozialdemokraten nahestand. In diesem Umfeld hatte es Blüm nicht immer leicht, er verspürte mitunter viel Gegenwind.

Jedoch hielt Blüm seinen Kritikern von links stets entgegen, dass alle großen Sozialgesetze der Nachkriegszeit – wie die Montan-Mitbestimmung, das Betriebsverfassungsgesetz, der Familienlastenausgleich oder die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – aus der christlichen Soziallehre heraus entwickelt worden seien.

In diesem Nachruf soll explizit darauf hingewiesen werden, dass Dr. Norbert Blüm auch schon in Huckarde war, was den CDU-Stadtbezirk mit großem Stolz erfüllt.
Im Bundeswahlkampf 1983 besuchte er den Huckarder Saalbau an der Oberfeldstraße, in der Nähe des heutigen Huckarder Bushofs, und sprach zu den Gästen im prall gefüllten Saal. Im Anschluss gab es als Gastgeschenk für den Redner ein Stück Dortmunder Kohle. Ein traditionelles Dortmunder Pils durfte natürlich auch nicht fehlen.

Die Fotos, die CDU-Urgestein Willi Breuckmann dem Stadtbezirk als Erinnerung überließ, dokumentieren eindrucksvoll die Geschehnisse aus dem Jahre 1983.

Autor:

Uwe Wallrabe aus Dortmund-West

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