BVB erwartet Frankfurt: "Zeit, endlich ein Heimspiel zu gewinnen!"

Nach der Eintracht ist für den BVB vor der Eintracht: Nach dem 1:0-Sieg im Viertelfinale des DFB-Pokals gibt es schon am Samstag (15.2., 15.30 Uhr) in der Liga ein Wiedersehen mit den Frankfurtern.

Nach Auffassung von Sebastian Kehl dürfte allerdings auch im zweiten Duell für die Hessen nicht viel zu holen sein. Im Interview spricht der Kapitän der Borussia über die Erfolgsrezepte im ersten Spiel und die nächste Begegnung sowie über große Emotionen bei den Gedanken an das Pokalfinale in Berlin. Vom Endspiel trennt den BVB nur noch ein Sieg im Halbfinale am 15. oder 16. April gegen den VfL Wolfsburg.

Sebastian Kehl, den Auftakt der Frankfurt-Woche hat der BVB mit dem Pokalsieg bei der Eintracht erfolgreich bestritten – ein verdienter Sieg, obwohl er nur durch ein spätes Tor zustande kam?

Gerade in der ersten Halbzeit haben wir fußballerisch noch viel mehr Möglichkeiten gehabt, die wir uns heraus gespielt haben. Wir haben immer wieder Mkhitaryan gefunden, der wahnsinnig viel Platz und Raum hatte. In der zweiten Hälfte ist uns dass eine ganze zeitlang abhanden gekommen. Da haben wir zu viele lange Bälle gespielt und waren zu unruhig am Ball. Aber auch da haben wir zu unserem Spiel zurückgefunden. Und wir haben den Kampf angenommen.

Hat es trotzdem auch wieder an der letzten Präzision im Abschluss gefehlt, um das Spiel eher zu entscheiden?

Einige Situationen hätten wir noch besser ausspielen können. Den letzten Ball vielleicht nochmal quer legen, den nächsten Mann nochmal sehen. Aber das ist auch meckern auf hohem Niveau. Wir hatten wahnsinnig viel Geschwindigkeit. Die Jungs haben auch vorne wahnsinnig viel gearbeitet und richtig viele Läufe gemacht. Es wäre wünschenswert gewesen, das Spiel früher zu entscheiden. So war es halt erst in der 83. Minute – aber am Ende war das auch egal.

"Ruhig zu bleiben war vor allem für Lewandowski nötig"

War es am wichtigsten, ruhig zu bleiben und nicht die Nerven zu verlieren?
Ruhig zu bleiben war vor allem für Robert Lewandowski nötig. Wir haben ihm in der Halbzeit auch extra gesagt, dass er sich bloß nicht provozieren lassen soll. Er hat es wirklich gut gemacht. Carlos Zambrano hatte sein gesamtes Spiel nur auf Lewi ausgerichtet. Am Ende hat er mit der Frankfurter Niederlage die Strafe dafür bekommen.

Es war bereits der dritte Sieg in Serie: Haben diese Erfolge auch die Basis geschaffen, in engen Spielen wie in Frankfurt selbstbewusst zu bleiben und auf den entscheidenden Treffer zu warten?
Es war sicherlich so, dass die Partie gegen Bremen eine sehr gute war und wir dort zu vielen Dingen zurückgefunden haben, die unser Spiel auszeichnen und die wir vorher nicht so offensichtlich gezeigt haben. Gegen Frankfurt war es auch in vielen Bereichen sehr gut. Wir haben kompakt gestanden und sehr wenig zugelassen. Und dass wir nach vorne eine unheimliche Waffe sind, das haben schon mehrere Mannschaften gespürt.

Die beste Waffe hieß wieder einmal Pierre-Emerick Aubameyang mit seinem goldenen Tor, das Sie ihm vorher prophezeit hatten.

Das stimmt, ich habe ihm vorher gesagt, dass er das entscheidende Tor machen wird. Irgendwie hatte ich bei ihm ein gutes Gefühl an diesem Abend. Dass ich ihm dann nach der Ecke per Kopf auch noch die Vorlage zum Treffer gegeben habe, passte ja dann ganz gut zusammen.

Waren Sie eigentlich überrascht, dass die Frankfurter dem BVB über weite Strecken so viele Räume gelassen haben?
Es war klar, dass die Frankfurter in dieser Partie sehr offensiv spielen wollten. Und uns war klar, dass es für uns viele Räume auf den Halbpositionen und auch für Mkhitaryan geben würde, wenn wir die Frankfurter Reihe überspielen. Das haben sie in der zweiten Halbzeit versucht, etwas anders zu klären und haben uns mehr zugestellt. Aber wir haben eine Lösung gefunden, auch fußballerisch.

"Berlin ist immer noch ein Gänsehautgefühl"

Rechnen Sie jetzt im Heimspiel in Dortmund mit einem ähnlichen Auftreten der Eintracht oder erwarten Sie eine andere Spielanlage?
Vielleicht werden sie etwas defensiver spielen als vor eigenem Publikum im Pokalspiel. Aber um die Frankfurter Aufstellung und Taktik mache ich mir gar nicht so viele Gedanken. Wichtig ist, dass wir auch zuhause endlich mal das umsetzen, was wir können. Es ist endlich mal wieder an der Zeit, ein Heimspiel zu gewinnen.

Noch ein letzter Satz zum DFB-Pokal: Noch ein Sieg im Halbfinale und es geht wieder nach Berlin…
Berlin ist immer noch ein Gänsehautgefühl. Es sind immer tolle Emotionen. Jeder, der schon mal da war, weiß, was es heißt, für Berlin alles zu geben. Und genau das werden wir im Halbfinale auch versuchen!

Autor:

Dietmar Nolte aus Dortmund-West

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