Eisadler unterliegen nur knapp

K. Domula
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HP Eisadler:

Eisadler verpassen nur knapp die Sensation

Dramatischer und stimmungsvoller hätte am Sonntagabend an der Strobelallee die Eishockey-Saison nicht zu Ende gehen können und so passte es bestens ins Bild, dass nach Spielschluss beide Fanlager ihre jeweilige Mannschaft ausgiebig feiern konnten. Die Eisadler Dortmund verpassten zwar nach der 2:4-Hinspielniederlage vor einer Woche trotz eines tollen 7:5-Heimsieges die große Überraschung und mussten den Regionalliga West Pokal nach Hessen zum EC Lauterbach ziehen lassen. Aber das tat der Freude keinen Abbruch.

So feierten die Luchse aus dem Vogelsbergkreis den Pokalgewinn erst auf dem Eis und dann mit viel Zigarrenrauch in der Kabine, die Eisadler wurden von ihren Fans ebenso gebührend auf dem Eis verabschiedet. Schließlich hatte der erst vor knapp einem Jahr neu gegründete Verein schon zuvor seine Ziele mit der NRW Liga Meisterschaft und dem Aufstieg in die Regionalliga erreicht und musste sich nun dem (noch) klassenhöheren Gegner erst im 4. Durchgang des Entscheidungspenaltyschiessens unglücklich geschlagen geben.

„Die Bäume wachsen nicht in den Himmel und das ist auch gut so. Wir haben eine tolle Saison gespielt und sind in zwei Spielen gegen Lauterbach in der Endabrechnung lediglich mit einen einzigen Penalty unterlegen. Wir gratulieren dem EC Lauterbach zum Pokalsieg und freuen uns auf ein Wiedersehen in der nächsten Saison“ meinte Lothar Grabe, der 1. Vorsitzende der Eisadler Dortmund direkt nach der Pokalübergabe.

Zuvor hatten die 700 Zuschauer (davon gut 100 aus Hessen) so gut wie alles erlebt, was ein emotionsgeladenes Eishockey-Spiel ausmacht. Als die Luchse Lauterbach kurz vor der ersten Drittelpause innerhalb von nur 14 Sekunden einen 2:0-Vorsprung auf 4:0 ausbauen konnten, da wurde es zumindest auf der Haupttribüne bei den Eisadler Fans etwas stiller, allerdings nur vorübergehend. Ein 6-Tore-Vorsprung (zusammen mit dem Hinspiel) schien uneinholbar, aber nicht bei der Moral des Teams von Krystian Sikorski. Und so dauerte es im zweiten Abschnitt auch nur sechs Minuten, bis es zur Mitte dieser Partie auf einmal 4:4 unentschieden stand. Es war eine sehr energische Aufholjagd unter dem Jubel der Dortmunder Fans und die Luchse kamen in dieser Phase über eine Statistenrolle nicht hinaus.

Damit begann im Schlussabschnitt alles wieder bei null. Auch einen erneuten 4:5-Rückstand in der 43. Minute steckten die Eisadler schnell weg und egalisierten zwei Minuten später zum 5:5. Das ohnehin schon äußerst spannende Spiel nahm nun noch weiter an Dramatik zu und als Dominik Oster in der 51. und 57. gleich zweimal zur 7:5-Führung einschoss, da kannte der Jubel gar keine Grenzen mehr. In den letzten vier Minuten hatten die Eisadler noch zwei große Chancen um alles klar zu machen, aber auch Marius Dräger im Adler Gehäuse musste sein Team mit guten Aktionen im Rennen halten. So kam es dann nach 60 Minuten zum Gleichstand (nach Hin- und Rückspiel) und ein sofortiges Penaltyschiessen musste die Entscheidung bringen. Nach jeweils zwei vergebenen Versuchen auf beiden Seiten war es zuerst Dominik Ballnus, der die Adler jubeln ließ, aber dann glichen die Luchse aus. Den 4. Durchgang eröffnete Pierre Kracht erfolgreich für die Hessen, dem in der Schlussphase zweifachen Torschützen Dominik Oster fehlte das Glück.

Fazit: Knapper und glücklicher hätte die Entscheidung zugunsten des EC Lauterbach nicht ausfallen können. Wie schon beim Hinspiel kamen die Eisadler Dortmund im ersten Abschnitt mit dem gradlinigen Spiel der Luchse nicht zurecht, bewiesen aber erneut große Moral, zeigten einen absolut überlegen zweiten Abschnitt und blieben auch danach gegen nur noch gefährlich konternde Lauterbacher klar am Drücker.

Während die Luchse die bessere Überzahlbilanz aufweisen konnten.(alle ihre Treffer fielen bei numerischer Überlegenheit) waren die Eisadler mit 5 Treffern beim regulären Spiel 5 gegen 5 die eindeutig bessere Mannschaft.
Tore

0:1 (03:03) Schulz (Kracht, Burge) +1
0:2 (11:25) Kracht (Schulz, Burge) +1
0:3 (19:32) Burge (Schulz, Kreuz) +2
0:4 (19:46) Schulz (Burge, Fardoe) +2
1:4 (23:59) Domula (Bergstermann, Bitter)
2:4 (26:41) Rangen (Berger) +1
3:4 (28:52) Sondermann +1
4:4 (29:50) Ballnus
4:5 (42:19) Schulz (Burge, Grund) +2
5:5 (44:32) Wichern (Branz, Ballnus)
6:5 (50:04) Oster (Ballnus)
7:5 (56:05) Oster (Berger)

Strafminuten
Dortmund 22 - Lauterbach 16 + 10 Fardoe

Zuschauer
679

Aufstellung Dortmund
Dräger, Breitfeld (nicht eingesetzt); Branz, Domula, Oster, Sondermann, Rangen, Heinrich, Kolberg; Berger, Bitter, Alda, Kuntu-Blankson, Bergstermann, Wichern, Rinke, Ballnus

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auf der strafbank kann man schlecht spiele gewinnen, ich muß aber auch sagen das die Katja B. an der pfeife wieder mal eine pfeife war. sie ist bei männerspielen (ab kleinschüler) einfach überfordert!!!

Autor:

Wolfgang Rausch aus Dortmund-West

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