Großkreutz peilt nach Real-Gala nächstes BVB-Ziel an: "Wieder nach Berlin!"

Wahnsinn ohne Happy End - aber der 2:0-Sieg des BVB über Madrid bleibt trotz des Aus in der Champions League ein Spiel für die Geschichtsbücher. Kevin Großkreutz hofft jetzt auf Rückenwind für den DFB-Pokal.

Zwischen der tragischen Gala gegen Real und dem DFB-Pokal-Halbfinale am Dienstag (15.4., 20.30 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg rückt das Spiel bei den Bayern am heutigen Samstag (12.4., 18.30 Uhr) fast komplett in den Hintergrund. Auch die Gedanken von Kevin Großkreutz pendeln im Interview zwischen Madrid und Berlin.

Ausgeschieden gegen Real, aber gefeiert von den Fans: Gibt dieses Spiel Auftrieb für das Saisonfinale - vor allem mit Blick auf den DFB-Pokal?
Großkreutz: Wir haben bis hierher schon eine sensationelle Saison gespielt und eine überragende Leistung gezeigt. Wenn Fans und Mannschaft so eine Einheit bleiben wie in dem Spiel gegen Real Madrid, dann können wir am Dienstag gegen Wolfsburg auch ins Pokalfinale einziehen und wieder nach Berlin fahren. Wenn es so weitergeht, dann wird es jedenfalls schwer, uns hier zuhause nochmal zu schlagen.

Lautet die Botschaft des Real-Spiels: Der BVB lebt – trotz aller Verletzungssorgen?
Großkreutz: Wir waren noch nie tot. Das wurde von der Öffentlichkeit vielleicht mal so dargestellt. Aber wir als Mannschaft waren noch nie tot. Ich weiß gar nicht, was manche Leute wollen. Wir haben so viele Verletzte, sind in der Bundesliga Zweiter, stehen im Pokalhalbfinale, haben Real Madrid an die Wand gespielt – für mich ist es bis jetzt eine perfekte Saison.

Wie tief sitzt trotz der tollen Leistung gegen Real die Enttäuschung über das Aus in der Champions League?
Großkreutz: Die Enttäuschung ist natürlich richtig groß. Aber ich kann nur den Hut vor der Mannschaft ziehen. Wir können stolz sein auf die Mannschaft, die Fans und den Verein. Ganz Dortmund kann stolz sein auf dieses Team. Wer so nach einer 0:3-Niederlage zurück kommt und Madrid beherrscht, der hätte es eigentlich auch verdient gehabt, weiterzukommen.

Henrikh Mkhitaryan war mit seinem Pfostenschuss der tragische Held. Musste die Mannschaft ihn aufbauen?
Großkreutz: Wir sind ein Team, halten zusammen und machen uns immer gegenseitig Mut. Aber es gab keinen Grund, irgendjemanden aufzubauen. Wir können alle stolz sein, jeder Einzelne auf sich und seine Leistung. Da muss keiner mit sich hadern. Wir haben gegen Real als Mannschaft ein sensationelles Spiel gezeigt. Ich bin stolz, ein Teil dieses Klubs und dieser Mannschaft zu sein.

Im Mittelfeld konnten gegen Oliver Kirch und Milos Jojic mit starken Leistungen überzeugen und sich auch für das Saisonfinale als Alternative empfehlen. Was sagen Sie vor allem zum Startelf-Debüt von Jojic?
Milos ist ein sensationeller Fußballer, deswegen haben wir ihn nach Dortmund geholt. Jetzt hat er es auch einmal über 90 Minuten zeigen können. Aber wir sollten nach diesem Spiel niemanden hervorheben. Man kann stolz sein auf die ganze Mannschaft.

(KWe)

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