Huckarde Tafelfiliale wurde vor zehn Jahren eröffnet

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Seit zehn Jahren werden Bedürftige in der Huckarde Tafelfiliale mit Lebensmitteln versorgen. Anlass genug, die jährliche Feier der ehrenamtlichen Mitarbeiter aller Dortmunder Tafelnin das Urbanushaus zu verlegen. Ein Interview mit Filialleiterin Gabriele Norahim.

Zehn Jahre Huckarder Tafel: Für Sie ein Grund zu feiern?
Gabriele Norahim: Auf jeden Fall. Allein, dass es so viele Menschen gibt, die sich ehrenamtlich engagieren, ist für mich Grund genug. Natürlich ist es eine „Schande“, dass es überhaupt Tafeln in unserem Land geben muss. Manchmal ist es auch beschämend zu sehen, dass sich eine über 80-jährige Dame hier bei uns in die Schlange stellen muss, damit sie über die Runden kommt.

Sie haben die Tafel-Ausgabe in Huckarde mit aufgebaut. Wie war die Entwicklung?

Der Bedarf ist im Laufe der Jahre immer größer geworden. Dabei ist der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund gestiegen. Und auch jetzt gibt es noch viel mehr Menschen, die einen Tafelausweis haben möchten, aber keinen mehr bekommen, weil wir keine weiteren Kapazitäten mehr haben.

Haben Sie Probleme, ehrenamtliche Helfer zur Mitarbeit in Ihrer Filiale zu bewegen?
Überhaupt nicht. Meistens ist es so, wenn einer ausscheidet, empfiehlt er uns gleich einen Bekannten oder Freund. Wir sind ein gutes Team und oft in Freundschaft verbunden.

Woher beziehen Sie die Lebensmittel?
Die Lebensmittel werden von großen und kleinen Geschäften gespendet und zentral von der Dortmunder Tafel zugeteilt. Das garantiert, dass jede Filiale genug bekommt.

Seit zehn Jahren sind Sie als ehrenamtliche Filialleiterin dabei. Was motiviert Sie, weiterzumachen?
Wenn unsere Kunden sich bedanken, zum Beispiel mit selbst gebackenen Plätzchen, und ich spüre, wie zufrieden sie mit unserer Arbeit sind, das ist das Schönste.

HINTERGRUND

- Die Huckarder Tafel im Urbanushaus, Am Dieckhof 6, hat freitags von 12 bis 13.20 Uhr geöffnet.
- 180 Kunden mit gültigen Tafelausweisen kommen derzeit nach Huckarde.
- 30 ehrenamtliche Mitarbeiter sorgen im Urbanushaus für einen reibungslosen Ablauf.
- In Dortmund gibt es in acht Stadtteilen Ausgabestellen der Tafel.
- Infos unter www.dortmunder-tafel.de

10-jährige Kooperation von Dortmunder-Tafel (Zweigstelle Asseln) und AWO-Asseln/Husen/Kurl
Benefiz-Ausstellung zugunsten Dortmunder Tafel

Autor:

Irene Mechsner aus Dortmund-West

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