Endlich Sommer - endlich wieder MPS 2019

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Das letzte Mal „Mittelalterliches Phantasie Spektakulum“ in Dortmund erleben! Und dabei weinte sogar der Himmel, doch diese Tatsache hielt uns natürlich nicht davon ab, diese letzte Reise anzutreten. MPS rief und wir folgten dem geliebten Ruf.

Ausgerüstet mit einem coolen Kinderwagen, unseren Hunden und viel Sonne im Herzen traten wir durch die geheimnisvollen Pforten und schon da schüttete es wie aus Eimern! Machte uns gar nix aus!

Wir wollten nur pünktlich zu „Des Bruder Rectus Morgenmesse“ sein, denn ohne dieses außergewöhnlich bekannte, geliebte Spektakel und seine Segnung konnte doch niemand dieses Event beginnen! Und es lohnte sich. Das Wesen, welches heute eigentlich nur einmal geteert und gefedert werden sollte, musste etwas wirklich Schlimmes verbrochen haben, denn es wurde tatsächlich zwei Mal geteert und gefedert! Später erfuhr ich auch warum. Die erste Fuhre musste der Sünder ertragen, da dieser es wagte, Bruder Rectus morgens um 4.00 Uhr aus dem Bett zu holen. Doch damit nicht genug. Die zweite Fuhre erfasste ihn, weil eine Frau mit beteiligt war, aber Frauen werden bekanntlich ja nicht geteert und gefedert. Ach und das Wesen musste noch ein drittes Mal Buße tun, weil er ein weiteres Weib involvierte und auch diese natürlich nicht bestraft werden durfte. Aber die letzte Strafe musste er sich durch sein schäbiges Mundwerk ziehen. Pech gehabt, der elendige Teufel!
Später sorgten Kirschbier, typische Piratengetränke, viel gute Laune und ein trockener Platz in der Nähe der Festivalbühne - trotz starken Regens - für die passende Atmosphäre. Wir waren endlich wieder Zuhause!

Ein Rundgang über den großen Handwerker- und Händlermarkt wurde schon etwas zur Herausforderung. Aber der Matsch unter unseren Füßen pflegte für eine wirklichkeitsgetreue Umgebung zu sorgen.

Gestärkt nach erstandenen Leckereien, probierten unsere Männer kurz ihre Kraftreserven anhand eines Hammerschlags aus, dann zog es uns zur MPS Bühne. Unglaublich, wie Mr. Hurley & die Pulveraffen es immer wieder schafften, die Stimmung mit ihren Piratenliedern aufzuheizen.

Natürlich ging es dann noch einmal zurück zu den Händlern. Immer wieder zog sich der Himmel zusammen, dunkle Wolken zogen über uns hinweg. Kurz danach brach der Himmel auf und es goss wie aus Eimern. Kann es trotzdem etwas Schöneres geben, als unter Zeltplanen zu shoppen, zu stöbern und zu feilschen, dabei begleitet von Klängen der Gruppen Saor Patrol und Rapalje? Nö! Wir erhaschten dabei sogar ein neues, cooles Lederoutfit! Regnete es etwa immer noch? Tortuga- keine Hose, kein Problem…natürlich behielten wir unsere Hosen an, lach.

Jetzt aber flott zur MPS Bühne. Saltatio Mortis, Mr.Hurley & die Pulveraffen und danach Versengold- sie alle gaben echt ihr Bestes, um diesen verregneten Tag eine letzte Wendung zu geben. Als die „etwas durchnässte, aber durchaus grandiose Pest“ an uns vorbeizog, beschlossen wir, diesen Samstag bald zu schließen. Wir hatten diesen Regentag tapfer durchgestanden, auf unserem MPS, hier in Dortmund. Echte Piraten lassen sich nicht so leicht abschrecken und eine waschechte Hexe erst recht nicht.

Pünktlich am nächsten Morgen genossen wir die Morgenandacht des Bruder Rectus und seinem Gefolge. Heute wurde es wieder einmal sündhaft interessant. Das heutige Opfer sollte seine Strafe lächelnd entgegen nehmen, also weil er sich, ohne seinen Lagerherren zu fragen, verlobt hatte. Eine bodenlose Frechheit! Doch Bruder Rectus entschied anders. Nicht der Jüngling, sondern sein Lagerherr wurde zu unserem Vergnügen geteert und gefedert! Was für ein Tagesanfang!

Bei strahlendem Sonnenschein nahmen wir unser wohlverdientes Piratenfrühstück- Kirschbier und Titanspieß- zu uns. Für gute Stimmung sorgten wieder einmal Mr. Hurley & die Pulveraffen auf der MPS Bühne. Sie verführten uns sogar mit einem niegelnagelneuen Song, jaaa, so war das. Ein herrlicher Tag lag vor uns. Ich ließ mir von dem witzigen Kraftjongleur Bagatelli sogar zeigen, auf welch besondere Art und Weise er seinen Besen durch die Lüfte schwingen konnte. Unglaublich, sag ich euch, er hat´s tatsächlich drauf!
Erneut zog es uns zu den Händlern. Einer unsere Freunde, ein Waldläufer, fand hier sein komplettes MPS Outfit und ich begegnete den Damen von Sarah May Design. Ein kleiner, aber wunderschöner Stand, der spezielle, außergewöhnliche, mittelalterliche Festtagskleidung anbot. Ich verliebte mich sofort in ein Oberteil mit gaaanz viel schwarzer Spitze. Die Damen berieten mich hervorragend und nach einem kurzen Gespräch waren wir uns einig. Sie fertigten, extra für mich, ein ausgefallenes Oberteil nach meinen Maßen und Wünschen an! Der Traum im dunkelroten Samt mit schwarzer Spitze würde mir sogar nach Hause geschickt werden! Ein ganz großes Danke schön an Willemijn und Jolanda von Sarah May Design… ihr seid einfach künstlerisch begabte Elfen!!!

Meine restliche Truppe legte sich noch Waffen, Silberschmuck und Trinkhörner zu, also alles wichtige Dinge, die man einfach nur auf dem MPS so wunderbar ergattern konnte.

Nun war die Zeit gekommen, uns auf den Weg zur Folkbühne zu machen. Cultus Ferox durften wir auf keinen Fall verpassen. Natürlich schafften wir es und mit uns so einige andere. Die Jungs legten sich aber auch ins Zeugs, diesmal hatten sie sogar coole Mädels mit dabei. Diese Teufelsburschen im „schwarz-rotem Lederoutfit“ zogen mitten im Gig sogar ein wundersames Wesen in leicht rosa bekleidet auf die Bühne. Was für ein Spaß!

Nach ihrem Auftritt blieben wir noch eine Weile. MacCabe & Kanaka begeisterte uns, das Gauklerduo Forzarella hielt unsere Lachmuskeln ganz schön in Schwung.

Als die Sonne herrlich schien, rockten die Heavysaurus die MPS Bühne. Unglaublich, die Jungs. Legten einen erstklassigen Auftritt hin und stellten sich nachher noch mit den kleinsten MPS Fans für Fotos zur Verfügung. In voller Montur. Und mit guter Laune. Wo gibt es so etwas noch? Auf dem MPS!

So langsam zog der Tag an uns vorbei. Wir bestaunten noch das phantastische Ritterturnier und genossen die herrliche „Gewandlungsprämierung“. Zwischendurch lernten wir den Spezialisten für Naturprodukte Thomas Kutschka kennen und eroberten dort einen Felltraum in schwarz.

Kurz erwähnen möchte ich hier noch die menschliche Fledermausfrau, die ich mit Keksen vor dem sicheren Hungertod bewahrt habe und die sich extra für uns in ihre „Kopfüberhaltung“ geschwungen hatte. Genau solche Gestalten halten das MPS lebendig, doch nicht mehr hier in Dortmund. Echt schade. Aber wisst ihr was? Egal, wie weit der Weg auch für uns sein mag, wir folgen diesem Normanen ähnlichen Spektakulum und finden immer einen Möglichkeit, nach Hause zu kommen! Danke Gisi und allen Helfern, die uns ermöglichen, diese MPS Events, unter welchen Umständen auch immer, zu ermöglichen. Und ein herzliches „Hey Ho“ geht von hier aus zu Wolfgang Fuck, auch ein ganz wichtiger Mann, wirklich.

Bericht Tina Becker
Fotografie Thorsten Adams

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