„Mietervereine und Unterstützung“ Teil 2
Kritik an Mietervereine nimmt zu und Steigt an! Mieter/innen schildern Enttäuschungen!

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Ich habe am 02.10.2019 einen Bericht veröffentlicht zum Thema „Mietervereine und Unterstützung“ Wie zufrieden sind Sie eigentlich mit Ihren örtlichen Mietervereinen? Ist das was getan, geworben wird positiv?!

Meine Meinung und die von vielen Mieter/innen und Mitgliedern, Kritik muss ertragen werden können. Ich finde diese Kritik nicht unberechtig.

„Mietervereine und Unterstützung“ Wie zufrieden sind Sie eigentlich mit Ihren örtlichen Mietervereinen? Ist das was getan, geworben wird positiv?!

Dieser Bericht hat für Diskussionen gesorgt in diversen sozialen Netzwerken. Recht auf Stadt Ruhr schreibt dazu auf Twitter als Antwort Ich zitiere mal: „Diese von einem uns nicht bekannten Herrn Jäger-Schmidt gestellte Frage verstehen wir nicht.“ Nein Sie müssen mich nicht kennen, warum auch? Die Fragen sind nicht von Mir wie in dem Bericht beschrieben. Weiter Heißt es: „Wer hat da Interesse Mietervereine zu kritisieren? Vermieter mit hohen Renditeerwartungen?“ Nein ich bin kein Vermieter oder habe Rendite Ausfällen. Ich habe nur die Meinungen wiedergegeben wie jetzt. Weiter: „Alles sehr dubios.“ Nein das ist es nicht, denn nur, weil es keiner öffentlich anspricht, und dazu stehen kann.

Das zeigt mir ja, Kritik ist bei den Mietervereinen nicht wirklich erwünscht. Wenn scheinbar dritte Partei ergreifen müssen, dem Mieterverein Dortmund das gefällt. Aber sonst keinerlei Reaktion von dort kommt. Dazu ist auch dieser Verein von Mieter/innen als Mangelhaft beschrieben worden. Teile der Kritiken und Meinungen in meinem ersten Bericht, beziehen sich auch auf den Mieterverein in Dortmund. Sie kommen nicht nur von Mieter/innen sondern auch von Mitgliedern aus dem Mieterverein,  dazu würden Beiträge erhöht und Aufnahme geführt um 5 Euro erhöht, einige Mitglieder finden für was für mangelhafte Hilfe?! Aber auch an den Beiden anderen Vereinen in Dortmund, die es dort noch gibt. Wird kein gutes Wort gelassen.

Aber das es auch Richtig ist zu kritisieren, zeigt mir die Fälle aus Lippstadt, Dortmund, Hagen, Mönchengladbach Essen, Köln, Moers usw. Ob DMB angehörig oder nicht das bedeutet noch lange keine Qualität. Daran erkennt man, das es sich nicht mehr nur noch um Einzelfälle handelt bei den Mietervereinen. Es ist Zeit das die Vereine dringend Handeln sollten, wenn sie Ihre Mitglieder halten wollen.

Meinungen von einem Mieter aus Köln 

"Ich bin seit über 2 Jahre Mitglied im Mieterverein Köln e.V. Lieder wurde keine einzige Sache mit dem Vermieter gelöst. Dazu kam dann noch ein massive Beratungsfehler, der zur Existenzbedrohung führt. Schriftsätze bleiben wochenlang liegen, wenn der zuständige Mitarbeiter in Urlaub oder krank ist. Telefonberatung, wenn man dann mal durchkommt, ist dilettantisch.
Ich würde lieber einen Fach-Anwalt für Mietrecht einschalten, denn sonst ist man hier ganz schnell am Ruin! Ich kämpfe immer noch und der Mieterverein Köln e.V. lässt mich voll im Stich. Es ist unglaublich."

Meinung von einem Mieter aus Moers: 

"Die mietrechtliche Beratung beim Mieterschutzbund in Moers war katastrophal. Der Berater nuschelte kaum verständlich und ging nicht auf meine Sorgen und Fragen ein. Nach einer halben Stunde wurde ich dann praktisch heraus komplimentiert. Wenn jemand Probleme mit seinem Vermieter hat, würde ich auf keinem Fall die Filiale Moers empfehlen. Absoluter Horror!!!!"

Und noch ein Vermieter, der sich zu Wort meldet:

Im letzten Winter gab es Zoff mit einem (zum Glück jetzt ehemaligen) Mieter. Dieser hatte bis Herbst letzten Jahres von Hartz 4 gelebt und alles bezahlt bekommen. Aber kaum, dass er für seine Heizkosten selber aufkommen musste, kürzte er die Miete mit dem Argument, die Wohnung sei nicht beheizbar.Das hatte vor ihm noch kein Mieter bemängelt, auch keiner, der alles selber ZÄHLTE. Es gab einen regen Papieraustausch mit dem MIETERSCHUTZBUND. In jedem Schreiben wurden andere Gründe für die Mietkürzung angeführt. In jedem Schreiben wurden anderen Forderungen gestellt. Und wir konnten in jedem Antwortschreiben immer alles entkräften. Es kam sogar bis zur Gerichtsverhandlung, in der eine sehr junge, sehr schnell sprechende und irgendwie völlig unvorbereitete Rechtsanwältin auftrat. Dumm nur, dass sie bei jedem Verweis von uns auf den Schriftverkehr meinte, genau dieses (wie alle anderen) Schreiben kenne sie gar nicht. Der Richterin ging da irgendwie der Humor flöten.

Mieterin aus Essen: 

Ich rate ausschließlich zu einem Abschluss einer privaten Rechtsschutzversicherung mit Mietrechtschutz und freier Anwaltswahl. Diese kostet im Jahr zwar etwas mehr, aber man weiß dabei, das man nicht allein gelassen ist und die frei wählbaren Anwälte handeln im Sinne ihres Klientels.
Finger weg von jeglichem Mieterschutzvereinen.
Zweie habe ich kennen gelernt und beide sind absolut nicht empehlenswert.
Mit welchem Recht solche Plattformen überhaupt noch
als e.V. fungieren dürfen ist und bleibt mir ein Rätsel. Denn meist stecken i.d. Federführung Anwälte, die daran u.a. dadurch verdienen, da sie Rechtsberatung und Vertretung vor Gerichten inne haben und somit liegt für mich dadurch kein Vereinsinteresse, vielmehr ein Gewinnmaximierungsinteresse vor.
Medien sollten Mietervereine ganz fix unter ihre "Fittiche" nehmen und berichten, damit sich endlich das Geschäftsgebaren zum positiven für das Klientel Mieter ändert !

Mieterin aus Kreis Borken: 

NEIN. Lasst bloß die Finger davon besonders vom Kreis Borken. Abzocke mit Knebelvertrag passt. Mir werden für jedes schreiben was ich von ihr bekomme 11 euro abgezogen. Und gekümmert wird sich um NICHTS! letzter Brief lautet nach großem büroaufwand müssen 30 Euro abgebucht werden da ich ja 2 Jahre an den drecksverein gebunden bin. Termin hält die gute Frau auch nicht ein. Fragen bekommt man gar nicht oder teilweise nach 2-3 Wochen beantwortet. Niemals mehr wieder. Schade. Erfüllt niemals seinen Zweck. 

Wieder ein Vermieter: 

Ich bin Vermieter und habe bisher nur unendliches Textgeschwafel über mich ergehen lassen. Ich bin über 35 Jahre Berufserfahrung zum Schluss gekommen, dass die Leute nicht deeskalieren, sondern irgendwelche Verfahren bis zum Bundesgerichtshof katpultieren wollen, um Grundsatzurteile zu erwirken. Der Mieterverein bleibt für mich ein linksversiffter Laden von angehenden Rechtsanwälten, die sich im Ausdruck und Schriftsatz erproben wollen. Der Laden gibt oft Tipps, der an der realen Lebenswirklichkeit scheitert. Ich rate meinen Mietern immer, gehen Sie zum Anwalt.

Mieterin schreibt dazu in der Facebook Gruppe Widerstand gegen Mietenwahnsinn MG folgendes:

Ich kann rückblickend leider nichts Gutes mehr berichten.
- erst Geld dann Hilfe,
- viel zu lange Wartezeiten,
- keine spontane Notfallhilfe,
- wichtige Fristen werden verpennt,
- unverständliche, abgehetzte, empathielose Beratung,
- auch Falschberatung, die teure oder gar böse Folgen hat, kommt es zum Ernstfall,
- Unfreundlichkeit,
- Genervtheit,
- Überheblichkeit,
- Arroganz,
- Kritikunfähigkeit,
- Überforderung,
- zu wenig beratendes Personal...

Ich persönlich habe all das in den letzten mehr als 18 Monaten erlebt und kann weitere zahlreiche Beispiele aus meinem Umfeld von anderen hilfesuchenden Mieter*innen benennen. Mein Fazit: Ich fühle mich im Stich gelassen, man hat mich mehrfach auflaufen lassen, erst Recht nachdem ich Kritik geübt und dann auch gekündigt habe. Mir wurde sogar kürzlich nach einer schriftlichen Nachfrage auf Unterstützung in einem Schreiben einer Anwaltskollegin dreist und arrogant ellenlang erklärt, dass ich dumm, nicht wissend, pedantisch und an meinen Problemen mit der LEG selbst schuld bin.
Hilfe wird mir, ich denke aufgrund meiner Kritik und Kündigung, also komplett verweigert... aber zahlen soll ich noch bis Vertragsende 2020, ohne Gegenleistung. Besser sein Geld in eine gute Rechtsschutz investieren und damit abgesichert sofort zum Fachanwalt

Siegelt sich merkwürdigerweise mit dem was ich in meinem Anderen Bericht schrieb oder? 

Eine Vermieterin aus Lippstadt äußert sich dort auch:

„In meiner privaten Community hört man auch etliches,auch über Mietvereine… Es braucht mehr Leute dort,oder ein Aufnahmestopp...so wie es jetzt läuft,ist es für deren Klientel schlicht nicht gerecht. Nicht alle Anwälte bestehen auf Vorkasse,wenn man keine Versicherung hat,oder sie helfen wie man das Geld zurück bekommt, wenn man prozessieren muss. Anwälte wissen, was aussichtsreich ist...ICH schicke niemanden zum Mieterverein.“

Wenn selbst Vermieter das Problem schon erkannt haben warum tun es dann nicht die Vereine sehen?

Weitere Mieterin Schreibt in Kommentar:

„Ich habe auch diese Erfahrung gemacht und eine Rechtsschutzversicherung ist auf jeden Fall der bessere und auch erfolgsversprechendere Weg!!!“

Ein Stellvertretender Vorsitzender beim Mannheimer Mieterverein Schreibt in einer Diskussion mit 

„Ich kann nur für uns sagen, ein Vorteil der Mietervereine ist, dass man im Schadensfall noch eintreten kann und beraten wird, dass bei uns vier Jahresbeiträge in etwa so viel kosten wie eine Stunde Mietanwalt“

„Ich glaube aber, dass mietpolitisches Engagement in den Mietervereinen auf jeden Fall sehr erfolgversprechend ist, da ein Verein, der dem DMB angehört, dem Deutschen Mieterbund, der über 1 Million Mitglieder hat, ein hohes Gewicht auch ein der politischen Auseinandersetzung hat. Und das sollten wir stärken.“

Ein Stellvertretender Vorsitzender beim Mannheimer Mieterverein Schreibt in Kommentar:

„Klar. Wobei ich als stellv. Vorsitzender, aber Nicht-Jurist, natürlich auch Kritik vorgetragen bekomme, die ich nicht fachmännisch beurteilen kann. Und natürlich gibt es stets auch Kritik an Mieteranwälten. Und es gibt auch kritikwürdige Mieter*innen, vermute ich. Wenn ich im Verein bin und manchmal mitbekomme, was die Frauen, die im Büro arbeiten und eine Vielzahl von Aufgaben haben (Verwaltung, Briefe schreiben, Termine einteilen, etc.) ales mit viel Gelassenheit und Ruhe ertragen, staune ich manches Mal.“

„ja. Wir mussten aufgrund der ständig steigenden Nachfrage (was bedeutet, dass die Wohnungssituation immer dramatischer wird) stetig sowohl die Service-Zeiten im Büro als auch die Beratungszeiten der 6 Anwälte ausweiten. Wobei mehr Mitglieder mehr Einnahmen bedeuten und diese Ausweitungen auch notwendig und möglich machen.“



Aus meiner Sicht und ich bin kein Mitglied in einer der Mietervereine oder so, das alles beschreibt meinen Letzten Bericht eigentlich sehr genau. Es sind keine Einzelfälle mehr unter den Vereinen. Was kann der Grund sein? Ich kann es nur Rätseln.

DIE KOMMENTARE DES VEREINS AUS DORTMUND MUSSTE ICH ENTFERNEN!! Da dieser mir eine Mail geschrieben hat dieser möchte nicht in diese Diskussion mit einbezogen werden. Da dieser kein Mieterverein im klassischen Sinne ist. 

Allerdings kann ich da auch Positiven willen erkennen, den ein Stellvertretender Vorsitzender von einem Mieterverein aus Mannheim äußert sich dazu auch. Endlich sagt mal jemand was zu dem Chaos in den Vereinen. Aus Sicht der Mieter/innen aus NRW ist großer Handlungsbedarf zu sehen und Verbesserung müssen her, wenn die etablierten Vereine noch Ihren Status behalten wollen.

Sollten sie die Kritiken auch ernst nehmen und nicht weglächeln. Wenn aus Sie Kritik oder eine Meinung zum Thema "Mieterverein und Unterstützung" haben schreiben Sie mich einfach unter mieterkritik@gmail.com an.

Denn in der Heutigen Zeit ist eine Stellung und Glaubwürdigkeiten auch schnell verloren, wenn man nicht mit der Zeit geht und auch mal auf die Hört die einen schließlich Bezahlen mit Ihren Beiträgen.

Autor:

Rolf Jäger-Schmidt aus Dortmund

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