Gänsestopfleber bei Tante Amanda
Offener Brief an den Restaurantbesitzer

  • Foto: Foto: Gans bei der Zwangsfütterung "Stopfen" - Bild (c) Vier Pfoten International
  • hochgeladen von Sebastian Everding

Sehr geehrter Herr Leuthold,
liebes Tante-Amanda-Team,

wir möchten an dieser Stelle zunächst nochmals unser Bedauern darüber ausdrücken, dass Sie auf keine persönliche Kontaktaufnahme, weder im März, noch aktuell, eingegangen sind. Gerne hätten wir einen konstruktiven Dialog mit Ihnen zu diesem Thema geführt.

Aufgrund Ihrer Äußerungen im Rahmen der WDR-Lokalzeit vom 8. September ist es uns jedoch ein großes persönliches Anliegen, dazu noch einmal Stellung zu nehmen:

Direkt zu Anfang möchten wir Ihnen mitteilen, dass wir alle an Sie gerichteten Gewaltandrohungen und Beleidigungen verurteilen und uns davon in aller Schärfe distanzieren. Auch wenn dies ein sehr emotionales Thema ist und wir die Empörung vieler Tierfreundinnen und Tierfreunde durchaus nachvollziehen können und teilen, sollte eine sachliche Auseinandersetzung stets geboten sein.

Ihre Äußerungen gegenüber dem WDR waren von der Aussage geprägt, dass Sie mit diesem Gericht „einen Touch nach oben“ gehen wollen und dem Unverständnis darüber, dass sich im Gegensatz zum ähnlichen Angebot vor drei Jahren nun „Menschen darüber brüskieren“.

Lieber Herr Leuthold, wir leben im Jahr 2021 - die Welt befindet sich im Wandel. Immer mehr Menschen gehen auf die Straße, demonstrieren für mehr Klimaschutz, gegen Umweltzerstörung und natürlich auch gegen Tierleid und Massentierhaltung.

Bei Ihren Aussagen fehlte ein „Detail“ vollständig: Die Tiere! Können Sie die Qualen und das Leid dieser Gänse wirklich so, für den von Ihnen erwähnten „Touch nach oben“, ausblenden? Die über 92.000 Menschen, die in gerade einmal zwei Wochen unsere Petition unterschrieben haben, können dies auf jeden Fall nicht. Bedenken Sie bitte auch, dass sich darunter zahlreiche Gäste und potenzielle Gäste befanden. Für diese Menschen stellt so eine Speise kein kulinarisches Highlight dar, sondern sie sehen das tragische und qualvolle Leben eines Tieres, welches sich dahinter verbirgt.

Im Lokalzeit-Interview sprechen Sie von Erpressung, der Sie nicht nachkommen werden. Herr Leuthold, wir richten einen Appell an Sie, ein Gericht von der Karte zu nehmen, welches für unendlich viel Tierleid und Brutalität steht. Produziert mittels Zwangsfütterung, die zu einer krankhaften Vergrößerung eines Organes führt. Diesem Appell haben sich tausende Menschen angeschlossen. Diese vielen tausenden Menschen liegt das Schicksal der Tiere am Herzen! Diese möchten Sie nicht erpressen, sondern gegenüber Ihrer Haltung ein Zeichen setzen, dass so ein Gericht heutzutage nichts mehr auf der Speisekarte verloren hat.

Mit großer Zustimmung haben wir zur Kenntnis genommen, dass dies das letzte Mal gewesen sein wird, dass Sie so ein Gericht auf die Karte einer Ihrer gastronomischen Aktivitäten setzen werden. Ein Gericht, dessen Herstellung in Deutschland gesetzlich verboten ist.

Aber lieber Herr Leuthold, warum wollen Sie es dann noch weitere 1 ½ Monate im Rahmen des Menue Karussells anbieten? Es liegt jetzt in Ihrer Hand, dieses Gericht mit sofortiger Wirkung von der Karte zu nehmen.

Je weniger so etwas nachgefragt wird, umso weniger müssen Gänse und Enten in europäischen Nachbarländern ein grausames kurzes Leben führen. Aus diesem Grund appellieren wir nochmals an Sie: Springen Sie über Ihren Schatten oder den „gastronomischen Stolz“ und zeigen Sie Mitgefühl für fühlende Wesen und bieten Sie „Rossini“ ab sofort ohne die Gänsestopfleber an!

Wir stehen Ihnen weiterhin für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.


Der Vorstand und die Mitglieder der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) im Kreisverband Dortmund

Links:
Die Petition bei change.org
Speisekarte beim Menue Karussell

Autor:

Sebastian Everding aus Dortmund-Süd

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