Rios Olympia-Viertel Geisterstadt
Olympia im Ruhrgebiet ohne Konzept verantwortungslos

Im Jahre 2015 hatten sich bereits die Hamburger*innen mehrheitlich bei dem Olympia-Referendum gegen die Olympische Geldverbrennung 2024 in ihrer Stadt entschieden.
  • Im Jahre 2015 hatten sich bereits die Hamburger*innen mehrheitlich bei dem Olympia-Referendum gegen die Olympische Geldverbrennung 2024 in ihrer Stadt entschieden.
  • hochgeladen von Carsten Klink

Die teilweise vorhandene Euphorie über eine mögliche Olympiabewerbung von 14 Städten an Rhein und Ruhr wird von vielen Menschen durchaus kritisch gesehen und für übertrieben und verantwortungslos gehalten. Zuletzt hat der Deutsche Olympischen Sportbundes (DOSB) einer solchen Bewerbung Chancen eingeräumt.

"Bisher gibt es kein Konzept für Olympia, geschweige denn auch nur eine Idee, wie die teilweise hochverschuldeten Städte an Rhein und Ruhr die nötigen Investitionen stemmen wollen. Mehr noch: Es bleibt Geheimnis der Befürworter, angefangen bei Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bis hin zu den Oberbürgermeistern, was sie mit Olympischen Spielen im Ruhrgebiet nachhaltig verändern wollen. Das halten wir für unsolide und verantwortungslos.

Auch die Idee, den ÖPNV im Ruhrgebiet im Zuge der Vorbereitung von Olympischen Spielen auszubauen, hilft da nicht weiter. Nach den Erfahrungen der Ausrichtungsorte der letzten Jahre sind im Übrigen die Anforderungen des IOC stetig gestiegen. Fesselungsverträge mit riesigen Kostensteigerungen gehören fast schon zum "täglichen" Geschäft, so dass das absolut nicht neue Versprechen für ein nachhaltiges, finanzierbares, innovatives Sportformat bisher in keinem Ausrichterland eingelöst wurden.", erklärt Wolfgang Freye, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Regionalverband Ruhr (RVR).

Olympia-Viertel Geisterstadt
Erst am 25. Januar 2020 berichtete die FAZ, wie das Olympia-Viertel in Rio de Janeiro zwei Jahre nach den Spielen zur Geisterstadt verkommt. Fest steht für die Fraktion DIE LINKE im RVR, dass die Kommunen die Kosten für Olympische Spiele im Ruhrgebiet nicht tragen können.

"Ohne ein wirkliches Konzept und eine Bürgerbefragung halten wir die Diskussion über Olympia für überflüssig. Deshalb sollte derzeit niemand für "Halbgares" werben. Aus unserer Sicht würde sich die Kommunalwahl am 13. September 2020 für eine regionale bzw. kommunale Einwohner/innen-Befragung anbieten.", so Wolfgang Freye abschließend.

Autor:

Carsten Klink aus Dortmund-Ost

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