Umstrittener Politiker
SPD-Lauterbach soll politische Betätigung von Arzt-Rolle trennen

Derzeit in den Talkshows omnipräsent: Der umstrittene SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (MdB).
  • Derzeit in den Talkshows omnipräsent: Der umstrittene SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (MdB).
  • Foto: Von Martin Kraft - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=87166942
  • hochgeladen von Carsten Klink

Mit einem Offenen Brief wenden sich 37 Ärztinnen und Ärzte aus dem gesamten Bundesgebiet an den SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach und fordern Lauterbach auf, seine Arzt-Rolle von seiner politischen Betätigung zu trennen.

Als Politiker der Regierungskoalition sei Lauterbach prominenter Unterstützer von deren Corona-Politik. Immer wieder trete Lauterbach mit extremen Meinungsbekundungen im Zusammenhang mit SARS-CoV2-Infektionen auf. Dabei nehme Lauterbach zumindest billigend in Kauf, in der Bevölkerung den Irrtum auszulösen, seine Äußerungen gründeten auf seiner ärztlichen Kompetenz oder auf ärztlicher Verpflichtung gegenüber dem Allgemeinwohl. Beispielhaft hierfür sei sein Tweet vom 26.3.21 kritisieren die Ärztinnen und Ärzte. Der Tweet lautet:

“Viele 40-80 Jährige werden einen Moment der Unachtsamkeit mit dem Tod oder Invalidität bezahlen. Junge Männer werden von Sportlern zu Lungenkranken mit Potenzproblemen…”

"Wir Unterzeichner stellen klar, dass diese Äußerung von Ihnen, wie eine überwältigende Vielzahl zuvor
1. dem medizinischen Kenntnisstand sowie
2. der ärztlichen Berufserfahrung widerspricht und
3. sich in derartig sinnentstellender Überzogenheit als Warnung eines Arztes an ratsuchende Menschen kategorisch verbietet.", greifen die Verfasser*innen des Offenen Briefs Lauterbach frontal an.

"Unbeschadet aller zulässigen Differenzen bei der Kommunikation des Kenntnisstandes gilt für Ärzte: primum non nocere. Es ist unsere grundlegende Berufspflicht, bei jeglichem Handeln gegenüber Patienten zusätzlichen Schaden für diese zu vermeiden.", so die Unterzeichner*innen des Offenen Briefs.

Bei seinen oben dargelegten Äußerungen überwiege jedoch vor jedem Informationsgehalt das Schüren irrationaler und extremer Angst. Damit seien diese Äußerungen geeignet, einer Vielzahl von Menschen psychisch wie mittelbar somatisch schweren gesundheitlichen Schaden zuzufügen.

"Wir fordern Sie daher höflich auf, Ihre politische Betätigung künftig für die Öffentlichkeit deutlich erkennbar von Ihrer Berufszulassung als Arzt zu trennen.", fordern die Ärztinnen und Ärzte.

Der SPD-Gesundheitspolitiker wird in den Talkshows zur Pandemie derzeit als "Experte" gehandelt. Lauterbachs Beteiligung an Studien über den Fettsenker Lipobay, der allein in den USA für mindestens 31 Tote verantwortlich war, bevor Lipobay von Bayer vom Markt genommen wurde, sind dort ebenso wenig Thema wie die Nähe Lauterbachs zur Pharmaindustrie. Lauterbach war auch zusammen mit Liz Mohn von Bertelsmann jahrelang ein gut bezahltes Aufsichtsratsmitglied des privaten Krankenhausbetreibers Rhön-Klinikum AG. 1998 irrte sich der "Experte" Lauterbach laut dem Nachrichtenmagazin SPIEGEL letztlich auch beim Thema "hoch dosierte Vitamine zur Verhütung von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen."

Tatsächlich als Arzt dauerhaft praktiziert hat Herr Lauterbach wohl nie.

Autor:

Carsten Klink aus Dortmund-Ost

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