Wohnungssuche mit Hindernissen! „Die Schufa schon wieder!“
Wie mietet Ihr eine Wohnung, wenn Ihr doch Negativeinträge bei der Schufa habt?

Als Wohnungssuchende auf Wohnungssuche ist ein Albtraum für Betroffene. Ohne Job eine neue Wohnung zu finden ist noch mal extra schwer, denn Sie beziehen kein geregeltes Einkommen. Immobilienanbieter sortieren Arbeitslose meist schon vor dem Termin aus. Das Warten auf öffentlichen Wohnraum, kann sehr lange dauern den die Wartelisten sind sehr lang. Das warten auf den Wohnberechtungsschein (WBS), Umzugsgenehmigungen und Kostenübernahme des Amtes dauern oftmals Tage, Wochen oder sogar Monate. 

Für Sozialleistungsempfänger ist die Wohnungssuche sehr aufwendig. Sie kostet sehr viel Zeit. Besonders schwierig gestaltet sich die Suche in Großstädten mit engem Wohnungsmarkt wie Berlin, München, Hamburg, Düsseldorf, Köln oder Frankfurt. Verfügbare Objekte in Großstädten sind vielfach zu teuer.
Es existieren viele verschiedene Wege eine Wohnung zu finden. Sie können das Internet nutzen, Sie können das Telefon wählen oder Briefe und Emails an Vermieter senden. Moderne Suche funktioniert auch über soziale Medien, den klassischen Abrisszettel platzieren Sie im Supermarkt und es gibt noch viel mehr Möglichkeiten.

Top-Angebote werden meist „unter der Hand“ weitergegeben. Sie müssen die Wohnung finden, bevor sie auf den Markt kommt! Sprechen Sie mit Ihren Freunden! Kennen Sie Handwerker, Hausmeister. Diese Personen erfahren als erste, wenn Wohnungen frei werden. Um die besten Angebote zu finden.

Aber ein Schufa-Eintrag macht grundsätzlich einen schlechten Eindruck. Dies hat nichts damit zu tun, ob Sie nun tatsächlich zuverlässig sind oder nicht. Folgend haben Wir einige Tricks und Kniffe für Sie zusammengefasst, sodass Sie trotzdem eine Wohnung finden können.

Makler und auch professionelle Vermieter lassen sich grundsätzlich eine Schufa-Auskunft vorlegen. Erstmal in Form einer Mieterselbstauskunft. Bei Privat Vermietern kann dies schon mal im Hintergrund bleiben. Wenn Sie sich auf solche Angebote bewerben, müssen Sie mit dieser Frage rechnen… „Wie sieht es mit Ihrer Schufa aus?“ meist ist dann die Motivation gleich weg weiter zu gucken und nicht Aufzugeben. außer Sie lassen einen Dritten die Wohnung anmieten, dann wäre das Problem mit der Schufa weg.

Das ist aber zum Beispiel keine Option wenn Sie Sozialleistungen erhalten, den die Ämter zahlen nicht für Dritte sondern wen nur für Sie, dies wäre auch nicht bei Ämtern oder Behörden erklärbar.

Eventuell hat Ihr aber einen Partner*in die keinen Schufa-Eintrag haben. Lassen Sie ihn als Mieter auftreten. Gleiches gilt auch für nahe Verwandte oder Familie. Die Auskunft eines der beiden Mieter bei gemeinschaftlich gemieteten Wohnungen ist meistens ausreichend, insbesondere wenn die Wohnung schnell vermietet werden soll (weil z.B. Anschlussmieter gesucht werden).

Falls die Schufa doch gewünscht wird, hier einige Varianten und Tipps:

Ein Bürge für Sie kann ebenfalls helfen. Thematisieren Sie dann gegenüber dem
Vermieter das Problem offen und bringen Sie einen Bonitätsstarken Bürgen mit ins Spiel.

Konzentrieren Sie sich aber trotzdem besser auf Angebote von Privatvermietern. Den oft müssen Sie die Schufa bei privaten Vermietern nicht vorlegen.

Konzentrieren Sie sich auf Angebote von Privatvermietern aus Wochenblättern oder Tageszeitungen
Konzentrieren Sie sich auf Immobilien, die schon lange auf dem Markt sind
Bei der Wohnung gibt’s Probleme: Entweder ist der Preis zu hoch, oder die Wohnung hat einen anderen „Knacks“. Der Anbieter wird Ihnen hier eher zuhören.

Sie glänzen mit einem guten Auftreten gewinnen deren Sympathie und erhalten dann die Chance, den Eintrag zu erklären.

Der Trick mit der Gier des Vermieters: Bieten Sie eine höhere Kaltmiete als Risikozuschlag an. Einige Vermieter sind gierig. Wenn sie Ihnen eine höhere Kaltmiete anbieten, „Risikozuschlag“ können Sie sie an ihrer Gier ködern.

Ihr Bürge sollte ein festes Einkommen nachweisen und keine Negativeinträge bei der Schufa haben. Idealerweise handelt es sich um eine Person aus Ihrem nahen Umfeld – Familie, etc.
Sie steigern Ihre Chancen auch, wenn Sie zu Ferienzeiten auf Inserate von Privatvermietern antworten. Hier ist die Nachfrage nach Wohnungen etwas schwächer. Der Vermieter könnte nervös sein, weil er Leerstand und somit Mietausfall befürchtet und Sie „durchwinken“ ohne nach der Schufa zu fragen.

Der Trick mit der Motivation: Nicht aufgeben!
Sie müssen größere Anstrengungen bei der Wohnungssuche erbringen, aber lassen Sie sich nicht entmutigen. Wer sucht, der findet.
Sprechen Sie mit den Vermietern. Durch Kommunikation erhalten Sie wichtige Infos, die Ihnen weiterhelfen.

Tipps für die Wohnungssuche:

Anzeigen in Tageszeitungen und Wochenblättern sind für Sie besonders wichtig. Durch die geringere Verbreitung melden sich hier weniger Interessenten, als auf Immobilienportalen. Ihre Chancen werden größer. Hier bekommen Sie als Arbeitsloser eher eine Chance eine Wohnung zu ergattern, als wenn Sie sich auf Mietobjekte in Immobilienscout24 bewerben, bei denen 150 Anfragen beim Vermieter eingehen.

Keine von Immobilienmaklern inserierten Wohnungen anfragen Makler sortieren Arbeitssuchende nahezu kategorisch aus. Sparen Sie sich diese Zeit. Vermittler werden vom Auftraggeber dafür bezahlt, dass sie nach Mietern suchen, die in festen Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind. Konzentrieren Sie sich deshalb auf Angebote von Privatvermietern.

Nutzen Sie das Telefon Das Telefon ist Ihr Freund, wenn Sie damit umgehen können. Jeder Anruf spart Ihnen Zeit und liefert sofort verwendbares Feedback. Achten Sie unter anderem auf einen roten Faden im Gespräch und ein geräuschloses Umfeld.

Nutzen Sie Ihr persönliches Netzwerk Sprechen Sie mit Freunden und Bekannten über Ihre Umzugspläne. Haben Sie bspw. 10 Freunde, und jeder von diesen hat wieder 10 Freunde, haben Sie plötzlich 100 Immobilien in ihrem direkten Suchradius. Streuen Sie in Ihrem Freundeskreis, Bekanntenkreis die Information, dass Sie eine Wohnung suchen. Wenn Ihre Freunde oder Bekannten umziehen, wird diese Wohnung frei.

Der Vermieter hat mit Ihren Bekannten lange zusammengearbeitet. Wenn diese regelmäßig Miete bezahlt und sich als Mieter gut geführt haben, konnten sie sich dadurch sein Vertrauen erwerben. Ihre Chance auf die Wohnung steigt, wenn Sie von diesen Personen als Nachmieter empfohlen werden. Sie profitieren also vom guten Ruf Ihrer Bekannten und der Vormieter.

Bleiben Sie am Ball Lassen Sie sich von einem „Nein“ keinesfalls entmutigen. Da draußen warten hunderte Angebote auf Sie. Je größer die Stadt, umso mehr Immobilien existieren. Sie werden erkennen, wie sich ihre Kommunikationsfähigkeit mit jedem neuen Anlauf verbessert.

Fragen von Vermietern überraschen Sie nicht mehr, Sie werden lockerer. Es ist wie ein Muskel, den Sie im Fitnessstudio trainieren. Je länger und besser Sie an sich arbeiten, umso besser werden ihre Ergebnisse.

Quelle des Fotos / Ratgebers Mieter Netzwerk Dortmund e.V. zur Webseite des Mieter Netzwerk Dortmund e.V.

Autor:

Peter Lenzert aus Dortmund

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