160.000 Euro Schaden
Heerdt: Brennende Autos in Tiefgarage

Symbolbild

Am Freitagmorgen, 10. Mai, um 5.11 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Brand in einer Tiefgarage an der Kevelaerer Straße in Heerdt gerufen. 

Durch den Leitstellenmitarbeiter wurde umgehend die zuständige Feuerwache Quirinstraße und der städtische Rettungsdienst zur gemeldeten Adresse in Heerdt entsendet. Als die ersten Einsatzkräfte nach wenigen Minuten an der Kevelaerer Straße eintrafen, quoll bereits starker Rauch aus dem Garagentor.
Vorsorglich wurden die Bewohner des angrenzenden Wohnhauses aus ihren Wohnungen geführt. Aufgrund der Gesamtsituation forderte der Einsatzleiter über die Leitstelle der Feuerwehr weitere Einsatzkräfte zur Unterstützung an.

Die 15 Mieter wurden während des Einsatzes in einem Großraumkrankenwagen der Feuerwehr durch Mitarbeiter des Rettungsdienstes betreut. Zwei Mieter wurden auf eine Rauchgasvergiftung durch einen Notarzt noch vor Ort untersucht. Eine weitere Behandlung war aber nicht notwendig. Parallel zu diesen Maßnahmen entsendete der Einsatzleiter zwei Löschtrupps zur Brandbekämpfung in die Tiefgarage. Ein Löschtrupp ging dazu über das Treppenhaus vor, um eine Rauchausbreitung in das Wohnhaus zu verhindern, wurde ein sogenannter Rauchvorhang benutzt. Dieser Vorhang wird in den Türrahmen eingehängt und verhindert, dass der giftige Brandrauch in andere Bereiche vordringen kann. Der zweite Löschtrupp ging über den Notausgang der Tiefgarage an der Rückseite des Gebäudes zur Brandbekämpfung vor. Gut eine Stunde nach der Alarmierung konnte der Einsatzleiter "Feuer in Gewalt" an die Feuerwehrleitstelle melden. Insgesamt habe in der 30 mal 15 Meter großen Tiefgarage zwei der acht Fahrzeuge gebrannt. Im Anschluss an die Löscharbeiten wurden noch zeit- und personalintensive Lüftungsmaßnahmen durchgeführt. So musste das Garagentor mittels technischen Geräts der Feuerwehr gewaltsam geöffnet werden. Erst nach diesen, vorbereitenden Abreiten konnte die Tiefgarage mittels drei Hochleistungslüfter vom giftigen Qualm befreit werden. Mitarbeiter der Netzgesellschaft Düsseldorf stellten vorsorglich die Strom- und Gaszufuhr zum betreffenden Gebäude ab. Während des Einsatzes kam es zu Verkehrsbehinderung im Bereich der Kevelaerer Straße. Die Bewohner konnten nach Beendigung des Einsatzes in ihre Wohnungen zurückkehren.
Im Einsatz waren Einsatzkräfte der Wachen Hüttenstraße, Quirinstraße, Flughafenstraße, Frankfurter Straße, Posener Straße und der Technik und Kommunikationszug der Freiwilligen Feuerwehr sowie der städtische Rettungsdienst. Die letzten der rund 50 Einsatzkräfte kehrten nach gut vier Stunden zu ihren Wachen zurück. Zur Ermittlung der Brandursache hat die Kriminalpolizei ihre Arbeit aufgenommen. In einer ersten Schätzung liegt der Sachschaden bei circa 160.000 Euro.

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