Quartett auf Diebestour
Zivilfahnder stoppen flüchtigen Pkw

Den richtigen Riecher hatten am Donnerstagnachmittag, 11. April, die Zivilfahnder des Einsatztrupps der Inspektion Mitte, als sie sich an die Fersen von vier verdächtigen Personen sowie eines Autos hefteten. Nach einem vollendeten Ladendiebstahl gelang den Beamten die Festnahme des Quartetts, noch bevor die Verdächtigen mit ihrem Pkw flüchten konnten. Die Ermittlungen zu der Diebestour sowie weiteren Straftaten dauern an.

Gegen 15.20 Uhr fiel den Beamtinnen und Beamten des zivilen Einsatztrupps auf der Königsallee ein mit drei Personen (zwei Männer, eine Frau) besetzter Pkw auf. Die Polizisten konnten beobachten, wie einer der Männer immer wieder aus dem Auto stieg und sich in verdächtiger Weise für diverse Geschäfte interessierte, während er ganz offensichtlich telefonischen Kontakt zu den im Auto verbleibenden Zweien hielt. Der Pkw bewegte sich immer im nahen Umfeld des ausgestiegenen Mannes, um ihn kurze Zeit später wieder aufnehmen zu können. In den Schadow-Arkaden traf sich der Observierte dann mit einem vierten Verdächtigen und sie steuerten gemeinsam ein Geschäft für Hifi-Equipment an. Wie sich später herausstellte, kam es hier zum versuchten Diebstahl eines Kopfhörers durch den neu hinzugekommenen Verdächtigen, der aber durch das Eingreifen von Mitarbeitern unterbunden werden konnte. Die fortdauernde Observation führte nach mehreren Geschäften in der Altstadt zu einem Juwelier an der Kö. Der Vierte betrat das Ladenlokal, während sein Komplize draußen das Umfeld absicherte. Die Beamten konnten dann beobachten, wie nach dem Verlassen des Juweliers Gegenstände übergeben wurden.
Zeitgleich erschien der "herbeitelefonierte" Pkw und die beiden Männer stiegen ein. Die Zivilfahnder stoppten das Fahrzeug umgehend für eine Kontrolle. Die Insassen weigerten sich jedoch auszusteigen und der Fahrer fuhr bis auf einige Zentimeter auf einen der Beamten zu. Durch Einschlagen der Scheiben konnten die Polizisten dann das Auto öffnen und alle Vier festnehmen. Wie sich herausstellte, lagen in der Mittelkonsole ein griffbereites Einhandmesser sowie verschiedene Betäubungsmittel. Der 35-jährige Fahrer hat aktuell keinen Führerschein und stand nach ersten Vortests unter dem Einfluss berauschender Mittel. Der Pkw war durch die 38 Jahre alte Frau angemietet und dann unterschlagen worden. Bei dem 36-jährigen Verdächtigen aus dem Juweliergeschäft konnte eine größere Menge Schmuck aufgefunden und sichergestellt werden. Die Stücke konnten eindeutig dem zuvor aufgesuchten Laden zugeordnet werden. Der Verdächtige, der bei der Tat das Umfeld abgesichert hatte, ist 19 Jahre alt. Die umfangreichen Ermittlungen zum aktuellen Sachverhalt sowie zu möglichen weiteren Straftaten dauern an. Eine Vorführung beim Haftrichter wird geprüft.

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