Bilk - soziale Netzwerke?

„Sozial“ - umgangssprachlich bedeutet sozial, die Fähigkeit sich für Andere zu interessieren, sich Einfühlen zu können, das Wohl anderer im Auge zu behalten und an die Allgemeinheit zu denken.

Facebook, Studio VZ, und andere Kommunikationsplattformen sind In!
Soziale Netzwerke nennt man das oder auch Beziehungsgeflechte. In den letzten Jahren sind sie rasant gewachsen und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.
Viel wichtiger sind aber diese Netzwerke im realen Leben und nicht nur in digitalen Welten.

Nur gemeinsam werden sich gewisse Problemstellungen und Herausforderungen in Zukunft lösen lassen. Die Zusammenarbeit von Interessengemeinschaften und Netzwerken wird in dieser, sich immer schneller wandelnden Welt, immer wichtiger.

Das dieses noch ein weiter Weg sein wird, dürfte auch klar sein.
Nicht immer klappt diese Zusammenarbeit so wie es sein sollte, das zeigte sich auch am vergangenen Wochenende in Bilk.

An den Düsseldorf Arkaden fand der Familientag statt, die Geschäfte in Bilk hatten geöffnet, auf dem Friedensplätzchen das große Biwak der Bilker Schützen.

Wäre es nicht produktiver gewesen, unseren Stadtteil mit der Fülle dieser Veranstaltungen zu bewerben und Menschen aus anderen Stadtteilen nach Bilk zu locken? Zeitungswerbung, Antenne Düsseldorf, Center TV, Internetplattformen, alle könnten daran beteiligt sein... mit dem Ziel, das Image und den Bekanntheitsgrad eines Stadtteils zu verbessern.

Fakt ist: das Management der Arkaden macht ein eigenes Ding, viele Geschäfte im Stadtteil öffnen und harren der Dinge, die da kommen werden. Die Schützen bieten eine Zusammenarbeit an, stoßen aber auf taube Ohren. (Als die Informationsbroschüre zum Schützenfest 2012 in Bilker Geschäfte verteilt wurde, fand sich ein einziges Geschäft! auf der Lorettostraße bereit, diese kostenlose Zugabe für die eigenen Kunden auszulegen)

Dabei sind die Schützen das älteste soziale Netzwerk überhaupt, eines der größten dazu. Seit dem Mittelalter stehen hier die sozialen Belange des Allgemeinwohls im Mittelpunkt der Aktivitäten. Was hier an Arbeit vor Ort geleistet wird ist erheblich. Das Schützen nur feiern sind klar widerlegbarer Vorurteile

Schützen in Düsseldorf, das sind 16.000 aktive Mitglieder, nebst Partner und Familienanhang sprechen wir von einer Größenordnung die bei 10 % der Bevölkerung liegt. Nebst Freunden und Kontakten zu anderen Vereinen und Brauchtümern ist das ein funktionierendes Netzwerk. Soziale Kontakte, man redet untereinander und empfiehlt sich weiter, man arbeitet zusammen und hilft sich gegenseitig.

Manch ein Unternehmen kann darauf verzichten, in der Regel sind das unsere Discounter und Großkonzerne, die ihren eigenen Weg gehen. Hier hat man keinerlei Interesse für die Belange der Menschen oder des Stadtteils von dem man letztlich lebt. Hier zählt nur der Gewinn, und jeder Cent wird eingespart, oft auch an den eigenen Mitarbeitern…

Unsere Menschen haben gelernt, dass man im Discountmarkt die Wurst, das Brot und Anderes billiger einkaufen kann und nutzen diese preiswerten Möglichkeiten. Auch mit dem Wissen, das hier letztlich weniger Menschen eine Arbeit finden von der sie leben können, als wir es in der Vielzahl der Handwerksbetriebe früher möglich war. Einsparungen zu Gunsten des Billigpreises ist bei den Discountern oberstes Gebot.

Während das Handwerker und Einzelhändler mehr Menschen sozial abgesichert beschäftigen, fließt auch ein Teil der Einnahmen in Form von Spenden, Zeitungsanzeigen oder ganz einfach einen geschmücktem Schaufenster zum Schützenfest in die Käuferschicht im Stadtteil zurück. Das gilt nicht nur bei Schützenvereinen sondern für alle Vereine und Interessengemeinschaften.

Aber auch unsere Menschen müssen es wieder lernen, dort wo Unterstützung und Hilfe gewährt wird, etwas zurückzugeben. Das bedeutet auch hier mal bevorzugt einzukaufen, das Ganze ist ein Geben und Nehmen, anders funktioniert es nicht.

Die Bilker Schützen gehen hier einen deutlichen Weg: seit vielen Jahren sind alle Unternehmen, die den Verein in irgendeiner Form unterstützen, in der Internetplattform aufgeführt und waren in der letzten Schützenfestbroschüre namentlich gelistet. Abgesehen von vielen Veränderungen im Stadtteil die durch das Netzwerk der Schützen entstanden sind, von denen aber Alle profitieren.

Unverständlich war (uns Schützen), der während des Schützenbiwak erfolgte Besuch, eines Geschäftsmannes von der Bilker Allee. Er wollte bestätigt haben, beim Biwak keine Flyer seines Unternehmens auslegen zu dürfen…. Falsch - ich habe es gestattet!
Nun, es wird nicht gehen, das zig Unternehmen bei einer solchen Veranstaltung für sich Reklame machen, aber eine Zusammenarbeit ist von Seiten der Bilker Schützen immer gewünscht und es ist selbstverständlich für uns: es geht nur miteinander!

In diesem Sinne freuen wir uns auf eine Zusammenarbeit, so sieht in der heutigen Zeit, der auf unseren Fahnen geschriebene und in den Statuten verankerte Leitgedanke „Schutz der Heimat“ aus!

„Ohne die Arbeit der Schützenvereine, wäre das soziale Gefüge in unseren Städten und Stadtteilen, längst zum Erliegen gekommen“ so der verstorbene Oberbürgermeister Joachim Erwin anlässlich des DSB Pokalfinale 2005 in Düsseldorf.
So ist es, und es ist uns wichtig auch weiterhin für die Menschen in unserem Stadtteil da sein zu dürfen...

Rene Krombholz

Autor:

Rene Krombholz aus Düsseldorf

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