Das Leben ist eine Autobahn
Gedanken an Weihnachten

Das Leben ist eine Autobahn

Es ist kurz vor Weihnachten. Bis zum 24.12. ist es nicht mehr lang und ich habe das Gefühl, die meisten Menschen drehen jetzt endgültig völlig durch, während andere ihnen kommunizieren, was sie alles noch zu tun haben.

Gerade jetzt habe ich mir vorgenommen, meinen „Lebensrechner“ stark runterzufahren und die Weihnachtszeit zu genießen. Gedanken kreisen durch meinen Kopf.

Einige meiner Freunde werden dieses Jahr Weihnachten nicht mehr erleben, denn sie sind uns bereits in den letzten 12 Monaten vorausgegangen, nicht von uns gegangen.

In meiner Erinnerung leben sie weiter fort, aber irgendwann gehe ich auch voraus, heute, morgen, nächste Woche, nächstes Jahr, wer weiß? Der Tod ist seit unserer Geburt bei uns, begleitet uns und irgendwann holt er uns ab. Das akzeptiere ich, denn es gehört zum Leben dazu. Wichtig ist wohl, was man mit seinem bisherigen Leben so gemacht hat.

„Was ist der Sinn des Lebens“, darüber zermürben sich die Menschen seit Anbeginn die Köpfe.
Vielleicht gibt es für diese Antwort kein Patentrezept und keine Lösung. Jeder Mensch kann das nur für sich selbst herausfinden. Jeder Mensch kann die ihm dafür zur Verfügung gestellte Zeit dafür nutzen oder nicht. Jeder Mensch hat die Möglichkeit dafür herausfinden, worauf es wirklich im Leben ankommt.

Glück und Zufriedenheit sind mich persönlich zwei sehr wichtige Faktoren zur Beantwortung der Kernfrage über den Sinn des Lebens.

Wann bin ich glücklich? Wann bin ich zufrieden?

Ich steige ins Auto und fahre auf die Autobahn A59 Richtung Leverkusen. Bis Leonberg in Baden- Württemberg sind es 400 km, viel Zeit um über das Leben nachzudenken.
Leben! Lebendig geht es auf der Autobahn zu. Jede Menge Menschen sind um diese Zeit noch unterwegs.

„Das Leben ist doch eigentlich wie eine Autobahn, wie ein Highway“, fällt es mir plötzlich ein.
Jeder Mensch ist eine bestimmte Strecke unterwegs, der eine kürzer, der andere etwas länger. Das ist relativ.

Und jeder Mensch erlebt etwas anderes beim Befahren dieser von ihm gewählten Distanz. Mal ist die Strecke holprig, die Geschwindigkeit eingegrenzt oder vorgegeben, mal ist man auf der Überholspur unterwegs, mal steckt man fest im Stau, es kann auch mal krachen auf diesem Weg oder man fährt einen Umweg. Hin und wieder fahren Menschen als sog.: „Falschfahrer“ gegen die offizielle Fahrtrichtung und es entsteht ein Chaos. Tiere und andere Lebewesen kreuzen unsere Strecke. Deshalb sollte man nicht zu schnell unterwegs sein.

Der jeweilige uns zur Verfügung gestellte Lebensweg ist immer ein anderer und jeder erlebt auf seiner Strecke etwas anderes.

Ist dieser vorherbestimmt?

Im Navigationsgerät gebe ich die Strecke ein und lasse mich von einer Computerstimme führen. Oder ist es vielleicht besser, auf meine mir anvertraute sogenannte Innere Stimme zu hören, also mein eigenes Navi ? Das kann Mensch selbst herausfinden und nutzen.

Höre ich auf die Empfehlungen der Computerstimme oder mache ich lieber mal einen Umweg oder eine Pause? Oder man fährt einfach mal, wenn die Stimmung unterwegs nicht so gut ist, wartet und fährt wieder auf die Autobahn drauf?

Wir erhalten im Laufe unseres Lebens viele Nachrichten, Situationen und Botschaften präsentiert. Sollten wir diese bewusst und dankbar erkennen, können uns diese auf unserer Strecke viel nutzen für unser Leben. Wir erkennen dann vielleicht, warum manches so für uns gelaufen ist und manches eben so. Wenn wir bereit und offen dafür sind, dann ist der Weg zu Zufriedenheit und Glück nicht mehr weit.

Mir fallen unzählige nicht erklärbare Situationen und Erlebnisse ein, für die ich sehr dankbar bin und an denen ich lernen und wachsen konnte. Über keines dieser wundersamen und schönen Situationen werde ich hier berichten. Das sind persönliche Geschenke. Jeder Mensch hat sie, bekommt sie, diese zugefallenen Fälle.

Die Strecke ist hügelig, bergig, dann geht es wieder bergab, eine lang gezogene Kurve, Tempo rausnehmen, sich zurücknehmen auf der rechten Spur, wenn es mal links nicht so gut läuft und stressig wird.

Ich höre das Lied „Driving Home for Christmas“ von Chris Rea.

Wie schön diese Melodie und der Text, gesungen von Chris Rea doch ist und wie vielen Menschen dieser begabte Gitarrist und Sänger damit gut tut.

„Das Leben ist wie eine Autobahn. Die Freude die Du daran hast hängt von der Fahrspur ab, die Du wählst“, ein interessantes Zitat. Es kommt aber nicht nur auf die Fahrspur an, welche man wählt, sondern wie man mit der Fahrspur, der gefahrenen Strecke, bewusst umgeht.

Kann Mensch jeder erlebten Situation etwas Positives abgewinnen?

Es ist nicht immer einfach, gerade bei schweren, turbulenten Unfällen und Situationen auf der Strecke, aber es funktioniert. Man kann es trainieren. Auch das Erleben der eigenen inneren Stimme lässt sich trainieren, wenn die Bereitschaft und Erfahrung dafür besteht.

Hin und wieder bedarf es auf der Strecke einer Pause, einer Inspektion, einem Tankstopp oder einen Ölwechsel.

Die eigenen Batterien sollten hin und wieder mal aufgeladen und aktiviert werden. Darüber freut sich das Fahrzeug, unser Körper, unsere Hülle.

Die einzige Hülle, die wir haben für unsere Reise an unser Ziel.

Eine Hülle, mit der wir acht und pflegsam umgehen sollten – ähnlich wie mit der Pflege unseres Autos.

Wenn ich mein Ziel irgendwann einmal erreicht habe, wäre mir wichtig sagen zu können, dass ich hier auf meiner Fahrt nichts mehr verpasse und mein Fahrtziel akzeptiere.

Vielleicht sollte ich mich nicht nur auf die gelben Engel des ADAC verlassen, auf deren Rettung vertrauen ,nicht auf die Computerstimme des Navigationssystems hören, sondern auf meine eigene innere Stimme, meine Intuition, abgelegt auf meiner eigenen, individuellen Festplatte.
Dann läuft es auf der Strecke rund.

Eine Rettungsgasse benötige ich dann für mein Leben nicht mehr.

Viele Menschen begeben sich in diverse Abhängigkeiten und lassen sich von anderen sagen, wie sie zu leben und woran sie zu glauben haben. Ihre eigenen ihnen geschenkten Fähigkeiten vernachlässigen und nutzen diese leider nicht, während andere Institutionen, Religionsunternehmen, Politiker, Vereine diese Menschen finanziell und seelisch ausbeuten, bzw. sich die Menschen bewusst negativ für ihre Zwecke manipulieren, instrumentalisieren, ja sogar beherrschen lassen.

Diese Menschen gaffen gerne auf ihrer Reise, produzieren sich selbst, tun nichts Gutes, setzen keine Akzente und beschäftigen sich mehr mit anderen Dingen, als mit sich selbst. Es ist ihre Art der Reise.
Das ist natürlich wesentlich einfacher für die Gaffer, Polarisierer und Manipulierer, führt aber auf unserer Autobahnfahrt durch unser Leben nicht ans Ziel der Erkenntnis – und der eigenen Beantwortung der Kernfrage.

Da hilft auch die so gehypte künstliche Intelligenz in unserem so gepriesenen Zeitalter nichts.
So erreiche ich mein Ziel auf meiner Autobahnfahrt und bin glücklich, ausgeglichen und zufrieden.
Jetzt freue ich mich auf Weihnachten.

Genau darum geht`s für mich bei Weihnachten.

Gutes Tun, Zufriedenheit, Glücklichsein, die Fahrtroute akzeptieren, nutzen, erkennen und das Beste für sich und andere daraus machen.

Das reicht schon völlig aus und reicht für eine Fahrtstrecke.

Gemeinsam mit meinen Lieblingsmenschen.

"Sie haben das Ziel erreicht", meldet sich mein Navigationssystem bei mir.

Andreas Vogt
20.12.2019

Autor:

Andreas Vogt aus Düsseldorf

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