Große Gerresheimer Glas-Geschichte

Die Erinnerung an die Gerresheimer Glashütten-Tradition findet breiten Zuspruch.
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  • hochgeladen von Mark Zeller

Die feierliche Enthüllung der 15. Stele des Industriepfads Gerresheim war gleichzeitig symbolischer Startschuss für die neue Entwicklung des ehemaligen Glashüttengeländes zum „Glasmacherviertel Düsseldorf“.

Kälte, Nässe, ungemütliches Wetter – und trotzdem ließen es sich fast 200 Interessierte nicht nehmen, dabei zu sein bei der Enthüllung der Stele vor dem Werkstor der ehemaligen Glashütte. Sie erinnert an die traditionsreiche Geschichte der Glasproduktion in Gerresheim. Drei zusätzliche Schautafeln nehmen Bezug auf die drei denkmalgeschützten Gebäude im alten Werksgelände: Kesselhaus, Wasserturm und Schaltzentrale.

Die 15. Stele des Industriepfades illustriert unter dem Motto „Die Gerresheimer Glashütte – Glas für die Welt“ die Geschichte und Bedeutung des Unternehmens mit dem weltweit bekannten „G“ mit der Krone und beschreibt am Beispiel des Unternehmens Henkel, dass in Düsseldorf Firmen als identitätsstiftende „Orts-Paten“ kein Einzelfall sind.

„Die einzigartigen Baudenkmäler auf dem Glashüttengelände sollen damit im öffentlichen Bewusstsein verankert werden“, betont Gaby Schulenberg vom Vorstand des Förderkreises Industriepfad und ergänzt: „Die Stele steht als Symbol für die ganze Glashütte. Es ist wichtig, die Erinnerung daran lebendig zu halten, weil sich Gerresheim ohne die Glashütte nicht so gebildet hätte.“

Nach knapp vier Jahren des Bestehens hat der Förderkreis damit bereits drei Viertel seiner geplanten Stelen-Stationen realisiert. Die drei zusätzlichen Pulttafeln informieren anschaulich über die drei herausragenden denkmalgeschützten Industriebauten auf dem Gelände: Die sogenannte E-Zentrale, die die Glashütte bereits ab 1906 mit Strom versorgt hat, und das Kesselhaus, bilden seit 1923 ein einzigartiges Ensemble, das in Architektursprache und Technik beispielhaft die rasante Entwicklung des Kraftwerksbaus im frühen 20. Jahrhundert dokumentiert. Der Gerrix-Turm schließlich, der markante Wasserturm mit dem Signet der Glashütte, gilt als eines der seltenen überzeugenden Beispiele guter Industriearchitektur der 1960er Jahre.

„Unser besonderer Dank gilt den Gerresheimer Bürgern und Unternehmen für ihre großzügige Spendenbereitschaft, ohne die die Stele und Pulttafeln nicht hätten realisiert werden können“, bekräftigt Prof. Niklaus Fritschi, der Vorsitzende des Förderkreises Industriepfad. Tatsächlich scheint das Thema Gerresheim zu bewegen, denn zu den Mitveranstaltern des geschichtsträchtigen Tages gehörten Gerresheimer Vereine und Initiativen.

Mit von der Partie war auch die Patrizia Projektentwicklung als neue Eigentümerin und Entwicklerin des zukünftigen „Glasmacherviertels“. Sie sorgt mit der Schaffung von 800 bis 900 neuen Wohneinheiten dafür, dass Gerresheim auch künftig das Motto verfolgt, was es einst groß gemacht hat: Auf Glas kann man bauen.
Kontakt zum Förderkreis Industriepfad Gerresheim gibt es unter Telefon: 580073120 oder im internet unter www.industriepfad-gerresheim.de.

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