Leistungsschau der Düsseldorfer Krimischaffens
Krimilesung mit vier Kriminalromanen aus Düsseldorfer Produktion

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STOCKUM. Den Reichtum der einen bezahlen die anderen. Manchmal mit dem Leben. Ein Rechtsanwalt und ein Ahnenforscher werden Opfer eines spektakulären Anschlags, eine alte Frau wird brutal überfallen. Die Miss Marple vom Niederrhein ermittelt wieder. Das Verbrechen hält Einzug in den Nordpark.
Bei der Krimilesung am Samstagabend, den 4. September 2021, war das Takelgarn Theater Open Air gut besucht. Theaterdirektor Helge Neuber begrüßte 50 zahlende Gäste. Neuber zeigte sich begeistert: „Da haben wir bei anderen Veranstaltungen weniger Publikum gehabt. Die Menschen mögen Krimis.“ Dabei sind die Texte längst nicht mehr trivial. Alle vier Schriftsteller:innen bewiesen diess auf ihre Art.

Die Menschen mögen Krimis. Theaterdirektor Helge Neuber

Die Schriftsteller:innen Barbara Steuten, Kerstin Lange, Horst Eckert und Jan Michaelis stellten ihre neuen Kriminalromane vor. Und nach langer Pandemie-Pause kam es einem Paukenschlag gleich. Das Publikum war begeistert. Zuschauerin Julia Niemführ sagte nach zwei Stunden: „Schade, dass es vorbei ist, es hätte länger gehen können.“
Der Abend war also kurzweilig. Das Publikum war noch lebendig. Das Ambiente des Open Air Gelände auf der Engländerwiese im Nordpark tat ein übriges dazu. Das atmete den Flair von Festivals.

Es hätte länger gehen können. Zuschauuerin Julia Niemführ

Die Krimilesung stand unter dem Motto: „Spannung, Cannabis und Sprengstoff“. Und mit Jan Michaelis hielt das Verbrechen Einzug in den Nordpark, denn der Wahl-Düsseldorfer las aus seiner Kriminalkomödie „Mordbrücke“ die vier Kapitel, die genau hier am Nordpark spielten. Da wurden Geheimnisse gelüftet, Bildwerke geschändet und das perfekte Verbrechen ersonnen. Die Engländerwiese hatte ihren Namen von dem Hauptquartier der britischen Besatzungszone, welches hier war: in Stockum und Michaelis entführte das Publikum in die Nachkriegszeit, als hier der englische Rasen erst noch gelegt werden musste.
Barbara Steuten las aus ihrem Puzzle-Crime „Kati Küppers und der liegende Holländer“ und garantierte die Versorgung mit dem Stoff Cannabis. Fast schon lieferte sie eine Bauanleitung für eine Cannabis-Plantage, aber wer möchte schon das Risiko eingehen, dass sie den Holländer erfahren ließ, der zum Liegen kam als Leiche. Steuten ist ein Düsseldorfer-Mädchen und lebt im Rhein-Kreis-Neuss. Ihre Kati Küppers gilt als die Miss Marple vom Niederrhein.
Kerstin Lange las aus ihrem Kriminalroman „Lügenbilder“. Die Düsseldorferin ließ dabei ein Sprengstoffanschlag in Speyer drastische Folgen haben. „Speyer hat mir wohl verziehen, dass ich solch einen Anschlag dort spielen ließ“, sagte die Düsseldorferin. Hier zeigte sich, dass Kriminalromane made in Düsseldorf nicht in der Landeshauptstadt spielen müssen.
Der Thriller von Horst Eckert versprach Spannung und den Höhepunkt des Abends der Düsseldorfer Spannungsliteratur. Meisterlich schildert Eckert in „Die Stunde der Wut“ den Wutbürger Roland. Exemplarisch stehen seine Opfer für die, die es tatsächlich zu beklagen gab. Horst Eckert steht exemplarisch für einen Düsseldorfer Autor, dem es gelingt die großen Zeitthemen zu erfassen.
Der Abend wurde im Programm Kultursommer 2021 durch die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR gefördert. Der Kultursommer Düsseldorf vereinte vier Schriftsteller:innen endlich wieder mit dem Publikum und dessen Beifall klang noch lange in der Septembernacht.
Barbara Steuten „Kati Küppers und der liegende Holländer“
978-3958132092
edition Oberkassel
Kerstin Lange „Lügenbilder“.
978-3954282746
Wellhöfer Verlag
Jan Michaelis „Mordbrücke“.
978-3-95407-102-9
sonderpunkt Verlag
Horst Eckert „Die Stunde der Wut“.
978-3-453-44103-3
Heyne Verlag
Fotos freigestellt für Presse Foto: Karl-Heinz Schultze. Wir danken dem Fotografen für die freundliche Genehmigung.

Autor:

Jan Michaelis aus Düsseldorf

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