Tonhalle Düsseldorf
Menschenrechtspreis an „Praxis ohne Grenzen“ verliehen

Der Menschenrechtspreis wurde an „Praxis ohne Grenzen“ verliehen.
  • Der Menschenrechtspreis wurde an „Praxis ohne Grenzen“ verliehen.
  • Foto: Tonhalle Düsseldorf/ Susanne Diesner
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Dirigent Adam Fischer, Principal Conductor der Düsseldorfer Symphoniker, hat im Rahmen eines feierlichen Festaktes den Menschenrechtspreis der Tonhalle Düsseldorf verliehen. Preisträger ist der Arzt Dr. Uwe Denker aus Bad Segeberg, der vor zehn Jahren die erste „Praxis ohne Grenzen“ Deutschlands gegründet hat.

Adam Fischer sagte in seiner Laudatio, das Engagement von Dr. Denker sei für ihn ein leuchtendes Beispiel für Nächstenliebe und humanitäres Engagement. „Gesundheit ist ein Menschenrecht. Und das Recht auf Gesundheit ist eng verbunden mit anderen Menschenrechten“, gab Fischer zu bedenken. „Gesundheit bildet die Voraussetzung dafür, dass eine Person ihre anderen Menschenrechte wahrnehmen und am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben teilhaben kann.“

In der Praxis ohne Grenzen werden mittellose Patienten kostenlos behandelt, gleich welcher Nationalität oder Religion, frei von jeglicher Diskriminierung. Alle Mitarbeiter sind ehrenamtlich tätig, die Praxis finanziert sich allein durch Spenden. Nach Dr. Denkers Vorbild wurden mittlerweile im ganzen Bundesgebiet vergleichbare Praxen oder Ambulanzen gegründet. Der Bedarf ist enorm, die Patienten kommen in großer Zahl.

Dr. Uwe Denker bedankte sich für die Auszeichnung: „Sie ehrt mich und meine Kollegen und alle Praxen ohne Grenzen, die es mittlerweile gibt.“

Der Menschenrechtspreis der Tonhalle Düsseldorf ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Tonhalle gestiftet. Er geht auf die Initiative Adam Fischers zurück, der seit Jahren als leidenschaftlicher Vertreter von Freiheit und Menschenrechten auftritt. Die Auszeichnung wird seit 2016 im Rahmen eines Konzerts an eine Person oder eine Organisation verliehen, die sich im besonderen Maße für die Menschenrechte einsetzt. Bisherige Preisträger sind die Organisation Ärzte ohne Grenzen (2016), das Flüchtlingscamp Kara Tepe auf der griechischen Insel Lesbos (2017) und der amerikanische Investor George Soros (2018), der das Preisgeld der Real Pearl Foundation zukommen ließ, einer Stiftung, die in Ungarn kunstpädagogische Projekte mit Kindern aus Roma-Familien durchführt.

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