Schwingungen in der Höhe

Nur wer „in orbit“ betritt, erfährt die begehbare Installation in ihrer Gänze.
  • Nur wer „in orbit“ betritt, erfährt die begehbare Installation in ihrer Gänze.
  • Foto: Wilfried Meyer/Kunstsammlung NRW
  • hochgeladen von Sascha Ruczinski

Ein Kunstwerk, das man in seiner Gänze nur erfahren kann, wenn man schwindelfrei ist – der argentinische Künstler Tomás Saraceno verwirklichte nach zweieinhalb Jahren Vorbereitung die begehbare Instalation „in orbit“ im K21 Ständehaus.

Das Kunstwerk besteht aus miteinander verflochtenen Stahlnetzen, die unter der Glaskuppel des K21 Ständehauses gespannt sind. Besucher, die „in orbit“ (zu deutsch: „In der Umlaufbahn) vollständig erfahren möchten – das heißt: die Installation betreten wollen –, blicken von dort rund 30 Meter in die Tiefe. Höhenangst ist hier kein guter Ratgeber.

„50 Prozent der Arbeit findet im Netz statt“, erläutert Tomás Saraceno. Wer also nicht in das Kunstwerk hineingeht, die Schwingungen während der Begehung wahrnimmt, auf das Gefühl, in der Luft zu schweben zu schweben, verzichtet, bekommt von „in orbit“ nur die Hälfte mit. Die Installation ist Bestandteil des Projekts „Air-Port-City“, in dessen Rahmen Saraceno das sozialutopische Bild einer schwebenden Stadt ästhetisch verwirklicht. Hierin liegt nach Auffassung der Kunstsammlung NRW die Bedeutung von Saracenos Kunst. Oder wie Dr. Marion Ackermann, Direktorin der Kunstsammlung NRW, es ausdrückt: „Saraceno ist ein Künstler, der am Konzept des Zukünftigen arbeitet.“

Die Begehung von „in orbit“ wurde am vergangenen Wochenende im K21 Ständehaus eröffnet und bleibt bis voraussichtlich Herbst 2014 dem Publikum zugänglich. Besucher werden gebeten, Schuhe mit Profilsohlen zu tragen. Es können immer maximal zehn Besucher in die Installation. Das Mindestalter ist auf zwölf Jahre festgelegt. Die Besucher werden vorab auf die richtige Benutzung geschult.

Autor:

Sascha Ruczinski aus Schwelm

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