Spurensuche Kunstsammlung: Paul Klee als Fundament

Das K20 am Grabbeplatz mit seiner schwarzen Granitfassade. Foto: Siegel
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  • Das K20 am Grabbeplatz mit seiner schwarzen Granitfassade. Foto: Siegel
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1961 erwarb das Land Nordrhein-Westfalen 88 Werke Paul Klees. Diese bildeten die Grundlage für die Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Heute ist die Kunstsammlung NRW auf drei Häuser verteilt – ein Schwergewicht unter den Museen für moderne Kunst.

Wie können sich die hier lebenden Bürger mit dem Bundesland Nordrhein-Westfalen identifizieren? Es waren schließlich die britischen Besatzer, die das Bindestrichland durch die Zusammenlegung der einst preußischen Provinz Westfalen und Rheinprovinz sowie dem Land Lippe in den Jahren 1946 und 1947 erst schufen. Wie soll das zusammenpassen? Aachen und Minden? Köln und Münster? Düsseldorf und Gelsenkirchen?

Franz Meyers, von 1958 bis 1966 Ministerpräsident, stellte die Frage nach der Identitätsstiftung für Nordrhein-Westfalen und beantwortete sie Anfang der 60er Jahre mit der Gründung der Stiftung Kunstsammlung NRW. Ziel war die Schaffung einer auf moderne Kunst spezialisierte Landessammlung. Als solche bleibt sie in Deutschland einzigartig.

Sammlung von internationalem Rang

Von 1962 bis 1990 fungierte Werner Schmalenbach als erster Direktor. Er baute die Sammlung auf, die mit Werken von Pablo Picasso, Henri Matisse, Piet Mondrian, Robert Rauschenberg, Jasper Johns, Andy Warhol, Yves Klein und vielen mehr auch international von großer Bedeutung ist.

Zwei Gebäude für die Kunstsammlung

Zu Beginn wurde die Kunstsammlung NRW noch im Schloss Jägerhof untergebracht. Da die Räumlichkeiten irgendwann zu klein wurden, schrieb man 1975 einen Architekturwettbewerb für einen Neubau am heutigen Standort des K20 am Grabbeplatz aus. 1986 konnte das von einem dänischen Architektenbüro geschaffene Gebäude eröffnet werden. Zwischen 2008 und 2010 wurde das Gebäude erweitert.

Charakteristisch für das Haus ist seine schwarze Granitfassade. Weiche Formen und scharfe Kanten schaffen einen reizvollen Kontrast zur Altstadt mit ihrem historischen Gebäudebestand.

Armin Zweite, von 1990 bis 2007 Direktor, erweiterte die Sammlung, die mittlerweile auch viele Werke der Gegenwartskunst umfasst. So war es ein logischer Schritt, 2002 im Ständehaus einen weiteren Standort für die Kunstsammlung NRW zu schaffen. Das Ständehaus fungierte von 1888 bis 1930 als preußisches Parlamentsgebäude. 1949 tagte hier der erste gewählte Landtag.
Das Ständehaus firmiert fortan unter dem Namen K21, der Bau am Grabbeplatz als K20. Das K20 ist auf Kunst des 20. Jahrhunderts fokussiert, das K21 auf Kunst des 21. Jahrhunderts – wobei auch Werke des späten 20. Jahrhunderts hier zu finden sind. Beide Häuser besitzen eine Fläche von jeweils 5.000 Quadratmetern.

Schmela Haus als drittes Standbein

Das Jahr 2009 brachte zwei Neuerungen: Mit dem Schmela Haus in der Mutter-Ey-Straße kam ein drittes Haus zur Kunstsammlung NRW hinzu. Das Haus wird als experimentelle Probebühne genutzt. Im selben Jahr übernahm Marion Ackermann die Leitung der Kunstsammlung.

Das K20 am Grabbeplatz mit seiner schwarzen Granitfassade. Foto: Siegel
Früher Parlamentsgebäude, heute Museum für zeitgenössische Kunst: Das Ständehaus am Kaiserteich.beherbergt das K21. Foto: Siegel
Autor:

Sascha Ruczinski aus Schwelm

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