Lesung
"… und den Kronprinzen mag man auch nicht"

Kundgebung am Musikpavillon auf dem Alleeplätzchen am 10. November 1918 zur Abdankung des Kaisers; links im Hintergrund das Carschhaus, rechts der Hindenburgwall (heute Heinrich-Heine-Allee).
  • Kundgebung am Musikpavillon auf dem Alleeplätzchen am 10. November 1918 zur Abdankung des Kaisers; links im Hintergrund das Carschhaus, rechts der Hindenburgwall (heute Heinrich-Heine-Allee).
  • Foto: Fotosammlung Stadtarchiv Düsseldorf/ Julius Söhn
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Unter dem Titel "…und den Kronprinzen mag man auch nicht" steht am Donnerstag, 22. November, 20 Uhr, die Lesung aus zwei Kriegstagebüchern in der Zentralbibliothek Düsseldorf, Bertha-von Suttner-Platz 1.

Zwei Düsseldorfer – der Akademieprofessor und Maler Willy Spatz sowie Emil Johann Friderici, Fotograf, verhinderter Schriftsteller und Gelegenheitsarbeiter - verfassten unabhängig voneinander Kriegstagebücher, die die Ereignisse des Ersten Weltkriegs aus Düsseldorfer Perspektive darstellten. An der Front waren beide nie gewesen.

Aus diesen interessanten, im Düsseldorfer Stadtarchiv befindlichen Quellen wurde eine Textauswahl zusammengestellt, die besonders die Ereignisse kurz vor, während und nach der Novemberrevolution 1918 in den Blick nimmt. In historischen Büchern erscheinen viele Ereignisse und Entwicklungen klar und folgerichtig, ja unausweichlich oder gar alternativlos. Das sahen die Zeitgenossen aus nachvollziehbaren Gründen anders. Von revoltierenden Arbeitern ist dort ebenso zu lesen wie von zurückkehrenden Truppen, zudem von den furchtbaren Auswirkungen der "spanischen Grippe", von politischen Unruhen in der Stadt, Nahrungsmittelknappheit, ersten freien Wahlen und vielem mehr. Die großen Umwälzungen, Unsicherheit und Zukunftsangst sind hier mit den Händen zu greifen.

Akteure der Lesung sind Volker Neupert (Respekt und Mut), der den Part von Willy Spatz darstellen wird, sowie Benedikt Mauer (Leiter des Stadtarchivs Düsseldorf), der Texte von Emil Friderici vorträgt. Klaus Peter Hommes (Stadtbüchereien Düsseldorf) führt in die zeitgenössischen Rahmenbedingungen ein. Der Eintritt ist frei.

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