Viel Kritik an den U-Bahn-Planungen
Bezirksvertretung 5 tagte: Reger Diskussionsbedarf

JürgenGocht (l. )und Stefan Golißa.
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Seit 1989 ist Jürgen Gocht (GRÜNE) in der Bezirksvertretung 5 als Lokalpolitiker aktiv. Bezirksbürgermeister Stefan Golißa würdigte das 30-jährige politische Engagement des „Urgesteins“ in der Sitzung am 28. Januar. Regen Diskussionsbedarf gab es um das „Zielkonzept ÖPNV – Stadtbahnausbau“.

Golißa dankte Gocht, 2. stellvertretender Bezirksbürgermeister, „für den gesellschaftlichen Einsatz, der unser aller Respekt verdient.“ Der Geehrte zeigte sich überrascht „über den netten Beginn der Sitzung.“ Er habe sich ganz bewusst für die Lokalpolitik entschieden, sagte er. Er dankte den Vertretern der anderen Fraktionen, weil sie sich immer an Absprachen gehalten hätten. Er kündigte an, bei der Kommunalwahl noch mal für ein Jahr anzutreten.

Der Bundestag hat zusätzliche Mittel für die Nahverkehrsförderung beschlossen, davon soll NRW rund 212 Millionen Euro zusätzlich erhalten. Das städtische Amt für Verkehrsmanagement hat hinsichtlich der Verkehrswende ein Konzept für den weiteren Stadtbahnausbau entwickelt und informierte die Bezirksvertretung über die Planungen. Für den Düsseldorfer Norden bedeutet dies eine Verlängerung des U-Bahn-Tunnels vom Kennedydamm bis zum Reeser Platz, den Neubau der U81 mit späterer Verlängerung nach Ratingen und über den Rhein sowie eine neue U80 Messeumfahrung Messe Nord–Messe Süd–Reeser Platz mit einem Tunnel durch den Nordpark. Dieser Streckenast war einst von Oberbürgermeister Elbers (CDU) gestrichen worden. Torsten Höfig vom Amt für Verkehrsmanagement stellte für die U80 einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahre bis zur Fertigstellung in Aussicht.

Bezirksbürgermeister Stefan Golißa (CDU) forderte, eine große Lösung mit einem Tunnel vom Kennedydamm bis zum Freiligrathplatz in die Planung aufzunehmen. Dies würde den Durchfluss am Freiligrathplatz deutlich verbessern. Darüber hinaus kritisierte er, dass der Konsens zur U81 mit einer Tunnelquerung am Nordring aus politischen Gründen umgeworfen worden sei. Jetzt stehe eine Klage gegen die geplante Hochbrücke an. „Von Vision ist hier nicht viel zu sehen“, stellte Golißa sichtlich verärgert fest.

Jürgen Gocht (GRÜNE) sprach ebenfalls von einer „verpassten Zukunft“. Der U81-Torso bis zum Flughafen Terminal bringe nichts, die U80 sei überflüssig. Die Einschränkungen auf der U79 während des Baus der „unverträglichen Hochbahnbrücke“ sei eine „Unverschämtheit“. Emmanouil Mastrokoukos (LINKE) möchte keinen Tunnel durch den Nordpark. Der Bauabschnitt durch den Nordpark ist laut Verwaltung nicht förderfähig.

Ratsherr Andreas Auler (CDU) hielt die Vorlage für richtig, aber sie komme zu spät. Wichtig sei der Brückenschlag über den Rhein zum Handweiser.

Gegen die Stimmen der SPD verabschiedete die Bezirksvertretung einen Antrag der CDU, wegen der Unzuverlässigkeit der U79 zu prüfen ob die Metrobuslinie M1 in der Hauptverkehrszeit über den Freiligrathplatz bis zur Haltestelle Wittlaer U verlängert werden kann. "Wir unterstützen den Antrag. Die Rheinbahn hat 30 Jahre lang geschlafen", erklärte Jürgen Gocht (GRÜNE).

Autor:

Norbert Opfermann aus Düsseldorf

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