Demonstration des Aktionsbündnises U81 gegen Baumfällungen voller Erfolg

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Am Donnerstagnachmittag (21.11.2019) demonstrierten rund 50 Anwohner, die direkt von den Baumfällarbeiten U81 betroffen sind, an der Baustelle Lilienthalstraße gemeinsam mit Vertretern vom Heimat- und Bürgerverein Lohausen-Stockum, der Siedlergemeinschaft Düsseldorf-Nord, Fridays for Future Düsseldorf und der Baumschutzgruppe Düsseldorf.

Alexander Führer, Sprecher des Aktionsbündnisses: „Heute demonstrieren wir hier, weil es unerträglich ist, dass die Stadt jetzt an der Lilienthalstraße 113 Bäume, eine Ligusterhecke von bis 2,30m Höhe und rund 100 laufende Meter Gewächsholzaufwuchs mit bis zu 8m Höhe und 3m Breite fällen läßt. Außerdem sollen nördlich der A44 weitere rund 153 Bäume gefällt werden.

Es ist richtig, dass es einen Planfeststellungsbeschluß gibt. Es ist aber genauso richtig, dass wir gegen diesen Klage und einen Antrag auf bauaufschiebende Wirkung eingereicht haben. Da das Gericht darüber noch nicht entschieden hat, stellt sich die Stadt auf den Standpunkt, wir haben Baurecht, also bauen wir.

Bäume dürfen nur im Zeitraum 1. Oktober bis 28. Februar gefällt werden. Demzufolge hätte die Stadt auch die gerichtliche Entscheidung über den Eilantrag abwarten und noch im Januar oder Februar Tatsachen schaffen können, wenn sie denn dürfte.

Um Mißverständnissen vorzubeugen: Wir sind für den Ausbau des ÖPNV in Düsseldorf. Wir sind für die U81 vom Freiligrathplatz zum Flughafen. Wir sind aber gegen die monströse Hochbrücke, weil dies den Bürgern in Stockum und Lohausen nicht zuzumuten ist. Hier gibt es leider schon viel zu viel Lärm, ausgehend vom Flughafen, der Messe, dem Stadion, der Rheinschifffahrt, der A44, der B8, usw.

Ja, der Tunnel ist in der Bauphase etwas teurer als die Brücke. Im laufenden Betrieb spart er aber jedes Jahr fast eine dreiviertel Million Euro Betriebs- und Unterhaltungskosten ein. Während die Baukosten auch mit Steuergeldern von Bund und Land bezuschußt werden, sind die laufenden Kosten Jahr für Jahr von der Rheinbahn und dem Düsseldorfer Steuerzahler alleine zu bezahlen.

Neben den wirtschaftlichen Vorteilen ist aber insbesondere auch der ökologische zu beachten. Für einen Tunnel müssen deutlich weniger Bäume gefällt werden. Ein Tunnel ermöglicht, dass soviele Bahnen dort durch fahren können, wie sollen, ohne den Anwohnern rund um die Lilienthalstraße oder den Wacholderweg eine weitere, erhebliche Lärmquelle zuzumuten.

Unabhängig davon, wie das Gericht nun über den Eilantrag entscheiden wird, sind wir sehr zuversichtlich, mit unseren Argumenten in der Hauptsache, der Klage, durchzudringen und zu gewinnen. Und: Bis das Oberverwaltungsgericht Münster darüber entscheiden wird, hat die Kommunalwahl 2020 stattgefunden. Wir hoffen auf eine andere, neue Mehrheit. Wir hoffen, dass dann endlich die schon Anfang 2014 am runden Tisch gemeinsam von Vertretern aus Politik, Flughafen, Messe, Rheinbahn, Anwohnern und externen Experten beschlossene Lösung, der Tunnel, beschlossen und umgesetzt wird.“

Fotos: Walter Hermanns

Autor:

Alexander Führer aus Düsseldorf

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