Die Anhörung zum beantragten Bau der U81 hat eklatante Mängel in der Planung zu Tage gefördert

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Die Stadt Düsseldorf konnte die bislang genannten Fahrgastzahlen (12.100 neue Fahrgäste täglich) und deren Herleitung nicht belastbar darlegen. Wegen der zahlreichen Einwände hat die Stadt darauf verzichtet, diese Zahl im Genehmigungsverfahren weiterhin als maßgebliche Begründung für die Notwendigkeit der U81 anzuführen. Rechtsanwalt Halstenberg: „Damit ist diese Zahl für eine Planrechtfertigung weitgehend unbrauchbar.“

Die Stadtverwaltung hatte gegenüber dem Stadtrat erklärt, dass sich am Verkehrsangebot U78/U79 durch die U81 nichts ändert. Das ist falsch. Es ist geplant, dass die U81 bis 1 Uhr nachts und ab 4 Uhr morgens fährt. Damit verbleibt für die schon jetzt vom Lärm geplagten Anwohner nur eine Ruhezeit von DREI Stunden in der Nacht. Selbst der Flughafen gewährt eine längere Ruhepause.
Außerdem wurde im Verlauf der Anhörung deutlich, dass es der Stadt Düsseldorf bei den geplanten Lärmschutzmaßnahmen nicht darum geht, die lärmgeplagten Anwohner zu entlasten, sondern nur darum, die durch den Bau der monströsen Hochbrücke zusätzlich entstehenden Belastungen innerhalb der gesetzlich festgelegten Lärmobergrenzen zu halten. Für die durch Flug-, Auto-, Bahn-, Industrie-, Freizeit- und Rheinschifffahrtslärm hoch belasteten Düsseldorfer BürgerInnen ändert sich gar nichts! Alexander Führer: „Wie die Stadt hier mit den Grundrechten ihrer Bürger in Lohausen und Stockum umgeht, ist unerträglich. Gelten dort die Artikel 1, Würde jedes Menschen und Artikel 2, Recht auf körperliche Unversehrtheit nicht?“

Auch die wiederholt vorgetragene Behauptung, man müsse Flughafen und Messe mit der U81 anbinden, den die ÖPNV-Anbindungen wären schlecht, wird durch die wiederholte Wiederholung der wiederholten Wiederholung nicht richtiger – sie bleibt falsch. Flughafen und Messe sind schon heute durch zahlreiche Linien der Rheinbahn und der Deutschen Bahn sehr gut erreichbar.
Die Rheinbahn wollte ab 2018 mit einen Metrobus vom Flughafen über den Nordfriedhof Richtung Hauptbahnhof fahren. Im Laufe der Anhörung wurde erklärt, dass diese Planung wieder aufgegeben werden musste, da sie von Juristen der Stadt im Hinblick auf die Rechtfertigung der U81 als „schädlich“ bezeichnet wurde!
Rechtsanwalt Halstenberg: „ Es geht der Stadt gar nicht um eine schnelle und kostengünstige Verbesserung der Anbindung des Flughafens. Es geht darum, dass von Herrn OB Geisel gewollte Projekt zu Lasten der Anwohner durchzuboxen.“

Erschreckend war auch, welch schlechte Figur die Stadt insgesamt abgeben hat. Wichtige Unterlagen zur Wirtschaftlichkeitsberechnung fehlten. Messungen von Feinstauben und Stickoxiden wurde für irrelevant erklärt und deshalb nicht durchgeführt. Geplante Baumfällungen und Grünvernichtungen wurden heruntergeredet. Und auch, das die U81 mit rund 70km/h in über 20 Metern Höhe Tag und Nacht die Menschen zusätzlich belastet, wurde beiseite gewischt.
Alexander Führer: „Ende 2014 hat der Stadtrat das Anfang 2014 am runden Tisch gemeinsam erarbeitete Ergebnis – Tunnel – wider besseren Wissens verworfen und sich mehrheitlich für die monströse Hochbrücke über den Nordstern entschieden. Die Ignoranz von damals ist noch immer vorhanden. Schade, dass hier große Teile von Politik und Verwaltung sich bis heute nicht für den besten, aktiven Vollschutz ihrer Bürger einsetzen. Deshalb werden wir uns weiterhin wehren und je nachdem, wie der Planfeststellungsbeschluss ausfällt, auch klagen!“ 

Autor:

Alexander (FREIE WÄHLER) Führer aus Düsseldorf

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