Durch den Wechsel zu Schwarz/Grün nach der letzten Kommunalwahl, hat sich keinerlei Beschleunigung in zu einem „sauberen“ Fuhrpark ergeben

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Am 4. Juli 2019 hat Düsseldorf den Klimanotstand ausgerufen. Bis 2035 soll Düsseldorf als Klimahauptstadt klimaneutral sein. Das städtische Umweltamt informiert im Internet über die Fuhrparkoptimierung, E-Nutzfahrzeuge und Lastenfahrräder.

In diesem Zusammenhang fragte die Ratsgruppe Tierschutz / FREIE WÄHLER in der letzten Sitzung des Umweltausschusses die Verwaltung,

wie ist die Stadtverwaltung Düsseldorf, die Rheinbahn, die IDR, die Messe und der Flughafen derzeit in ihrem jeweiligen Fuhrpark aufgestellt (bitte jeweils detailliert auflisten nach PKW, LKW und weiteren Fahrzeugen aller Art mit Angabe der Antriebsart) und

bis zu welchen Zeitpunkten werden die derzeit im Betrieb bzw. in der Nutzung mit Benzin oder Diesel angetriebenen PKW, LKW und weiteren Fahrzeugen aller Art durch welche andere Art des Antriebs ersetzt?

Die zuständige Beigeordente Helga Stulgies teilte mit, dass die Stadt Düsseldorf derzeit 681 Fahrzeuge im Fuhrpark betreibt.
Unter den 183 PKWs befinden sich 24 Benziner, 26 Diesel, 65 Gas (Benzin/Gas-Hybrid), 50 Elektro, 17 Hybride, 1 Wasserstoff (Brennzelle).
Unter den 282 LKWs befinden sich 28 Benziner, 199 Diesel, 6 Gas (Benzin/Gas-Hybrid), 44 Elektro und 5 Sonstige.
Unter den 43 Bussen befinden sich 4 Benziner, 38 Diesel und 1 Gas (Benzin/Gas-Hybrid).
18 Krafträder werden mit Benzin und 5 mit Elektro betrieben.
Unter den 150 Arbeitsmaschinen befinden sich 6 Benziner, 98 Diesel, 5 Elektro, 1 Gas und 40 Sonstige.

„Bei den Zahlen ist zu beachten, dass nicht alle Fahrzeuge am Straßenverkehr teilnehmen. Einige der Fahrzeuge werden nur auf Betriebshöfen oder ähnlichem bewegt.“

Die IDR AG und IDR Bahn GmbH betreiben derzeit 33 Fahrzeuge, 23 PKW und 10 Transporter bzw. Einsatzfahrzeuge.
Insgesamt 20 Benziner, 6 Diesel, 6 Hybride, 1 Elektro.

Bei der IPM GmbH werden 10 PKWs genutzt; 7 Benziner, 2 Diesel, 1 Hybrid.

Der Fuhrpark der Rheinbahn AG setzt sich wie folgt zusammen:
50 PKW; 11 Diesel, 37 Elektro, 2 Hybride.
102 Diesel LKW-/Transporter.
476 Busse; 466 Diesel, 4 Elektro, 6 Hybride.
Außerdem werden 341 elektrisch angetriebene Schienenfahrzeuge inkl. historischen Bahnen und Arbeitsfahrzeugen genutzt.

Die Messe Düsseldorf GmbH verfügt derzeit über
· 89 PKWs; 5 Benziner, 8 Diesel, 65 Gas (Benzin/Gas-Hybrid), 5 Elektro, 1 Hybrid-Benzin, 5 Plug-In-Hybrid-Diesel.
· 19 LKWs; 12 Benziner (bis 3,5t), 7 Diesel (bis max. 18t).
· 3 Benzin-Feuerwehrfahrzeuge bis 3,5t.
· 1 Diesel-Feuerwehrfahrzeuge bis 12t.
· 2 Diesel-Steiger/Arbeitsmaschinen bis 7,49t.
· 1 Diesel-Räumfahrzeug.

Der Fuhrpark des Flughafens besteht aus 570 Fahrzeugen/Einheiten.
Davon werden 100 PKW, 2 Busse, 23 Schlepper und Stapler und 15 Sonderfahrzeuge elektrisch betrieben.

„Weitere Angaben liegen der Stadtverwaltung nicht vor.“

Bei der Stadtverwaltung Düsseldorf werden aktuell hauptsächlich Elektrofahrzeuge beschafft. Künftig werden auch andere Technologien wie die Brennstoffzelle (Wasserstoff) an Bedeutung gewinnen.

Bei der IDR werden die Fahrzeuge am Ende der Leasinglaufzeiten ersetzt.

Zur IPM wurde nicht geantwortet.

Bei der Rheinbahn werden PKW am Leasingende durch E-Fahrzeuge ersetzt. LKWs und Transporter auch, sofern diese serientauglich angeboten werden. „Die Ersatzbeschaffung von Bussen mit emissionsfreien Antrieben ist mit dem Ziel der Dekarbonisierung bis Ende 2035 vorgesehen.“

Bei der Messe erfolgt der Austausch der Fahrzeuge „in Abhängigkeit von der (geplanten) Nutzungsdauer, der Möglichkeit des Austauschs durch alternative Antriebe und den wirtschaftlichen Gegebenheiten.“

Da beim Flughafen dienstliche PKW-Fahrten in der Regel eine Reichweite von unter 20 Kilometern haben, bietet sich Elektromobilität an. „Der Markt für Spezialfahrzeuge und Spezialgerät wird laufend beobachtet, um mittel- und langfristig auch hier auf alternative Antriebe zu wechseln, wo dies betrieblich und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Die Dienstwagenrichtlinie wurde mittlerweile so abgeändert, dass nur noch Hybrid- bzw. Elektroautos zur Verfügung stehen.“

Torsten Lemmer, Ratsherr und Geschäftsführer der Ratsgruppe Tierschutz / FREIE WÄHLER merkt dazu an: „Es ist erschreckend zu erfahren, dass sich Stadtverwaltung und städtische Töchter auf einem nicht so guten Weg zur Dekarbonisierung bis Ende 2035 befinden. Auch durch den Wechsel zu Schwarz/Grün nach der letzten Kommunalwahl, hat sich keinerlei Beschleunigung in zu einem „sauberen“ Fuhrpark ergeben.

Der Klimawandel und seine Auswirkungen war und ist seit Mitte Juli 2021 in der Ostparksiedlung und in Vennhausen, aber auch an Ahr und Erft über deutlich zu sehen.

Wir müssen alle gemeinsam die Anstrengungen verstärken. Das sind wir uns, aber insbesondere unseren Kindern, Kindeskindern sowie den Tieren schuldig.“

Fotos: © Landeshauptstadt Düsseldorf_Michael Gstettenbauer_17.12.2019

Autor:

Alexander Führer (Tierschutz) aus Düsseldorf

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