Forderungen der Sozial- und Erziehungsdienste sind berechtigt

Zur Demonstration der streikenden Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten vor dem Landtag von Nordrhein-Westfalen am 2. Juni erklärt Sahra Wagenknecht, Erste stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete:

"Die Demonstration der Sozial- und Erziehungsberechtigten in Düsseldorf zeigt die Entschlossenheit, mit der die Beschäftigten auch vier Wochen nach Streikbeginn für ihre Forderungen kämpfen. Ich unterstütze den Streik und die Forderungen der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft verdi nach einer Lohnerhöhung um durchschnittlich zehn Prozent und der Entfristung zeitlicher Verträge voll und ganz, denn die Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten wurden zuletzt 1991 finanziell aufgewertet. Es ist längst überfällig, dass die Löhne steigen.“

Sahra Wagenknecht weiter: „Es ist einzig der Verweigerungshaltung der Arbeitgeber geschuldet, dass die Kitas seit bald fünf Wochen bestreikt werden. Das wissen auch die Eltern, von denen viele die Demo unterstützen. Wenn die kommunalen Arbeitgeber wirklich der Meinung sind, eine angemessene Bezahlung der wichtigen Sozial- und Erziehungsdienste sei aufgrund der leeren Kommunalkassen nicht finanzierbar, sollten sie sich an die Vertreter ihrer Parteien im Bundestag wenden. Dort könnten SPD und CDU sofort Schluss machen mit der Gefälligkeitspolitik für Reiche und Banken, die den Staat jedes Jahr viele Milliarden Euro kostet, da freiwillig auf Steuereinnahmen verzichtet wird. Der laufende Streik wirft wieder einmal die Frage auf, was uns wichtiger ist: ein funktionierendes Sozialsystem mit fairer Entlohnung für die Beschäftigten zu sichern oder das reichste eine Prozent der Gesellschaft auf Kosten der Bevölkerungsmehrheit immer reicher zu machen.“

Autor:

Lawrence Dlangamandla aus Düsseldorf

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