„Ja zu mehr Kriminalpolizisten – aber keine Umschichtung“

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Wie Jens Ofiera von der Düsseldorfer Piraten-Pressestelle meldet:

„Ja zu mehr Kriminalpolizisten – aber keine Umschichtung“

Dirk Schatz, Innenpolitischer Sprecher, zur Anhörung im Innenausschuss zum Thema Einbruchskriminalität:


„Selbstverständlich brauchen wir mehr Kriminalpolizisten für die Aufklärung von Wohnungseinbrüchen.
Aber eine Personalerhöhung darf nicht zu einer Belastung an anderer Stelle führen. Einfach nur umzuschichten ist kontraproduktiv. Vielmehr sollte in einem ersten Schritt hinterfragt werden, ob wirklich alle derzeitigen Aufgaben der Polizei von ihr auch erledigt werden müssen. Aufgabenkritik lautet das Stichwort.

Auch lange, aktionistische Forderungskataloge zu neuen Überwachungsmaßnahmen oder noch härteren Strafen werden letztlich nicht zum gewünschten Erfolg führen.

Zielführender wären z.B. die verstärkte Verfolgung der Tatbeute und die Kontrolle der Absatzmärkte.

Aber auch der private Einbruchsschutz, wie z.B. einbruchshemmende Fenster und Türen, hat sich als ein gutes Mittel im Kampf gegen Wohnungseinbrüche herausgestellt.

Warum nicht mal ein Förderprogramm des Landes für Hauseigentümer auflegen, die ihr Haus einbruchshemmend umbauen wollen? Auf lange Sicht wäre diese Investition des Landes vermutlich günstiger, als der jährliche Schaden, der durch Einbruchskriminalität entsteht.“

Kommentar von Volker Dau:

Da finde ich zwei bemerkenswerte Ansätze in der "Piraten-Meldung":

1.) Förderprogramm zur Wohnungssicherung...
Was wurde denn eigentlich vom Projekt: "Abwrackprämie" für unsichere Fenster und Türen?
War doch schon länger im Gespräch... Wann greift die Bundesregierung oder Frau Kraft das auf und hilft den Mietern/Eignern mit Zuschüssen?
Kredite gibt es ja schon in einem gemeinsamen Programm der Polizei und des Handwerks, z.B. bei der Sparkasse Bochum.*

2.)Zur Beute-Verfolgung und Hehlerei:

Da tut Aufklärung Not! -- Warum nicht Fahndungslisten verstärkt in´s Netz um Hobby-Detektive auf die Suche , z.B. in die "Auktions-Bucht" zu senden? -- Hat den Neben-Effekt, daß nicht ehrenwerte Bürger bei Hehlern kaufen ! Denn das führt zu Ärger und Schaden! An Diebesgut kann man(n) kein Eigentum erwerben! -- Wer z.B. "geklaute" Alufelgen ersteigert und bezahlt, dem kann passieren, daß Felgen und Geld plötzlich weg sind! -- Auch sollten sich Gerichte verstärkt dahin orientieren grundsätzlich Hehler höher zu bestrafen, wie die Diebe und Einbrecher! Ein alter Kammer-Vorsitzender der 70er gab immer einen satten Zuschlag bei der Urteilshöhe mit den Worten: „Ohne Hehler keine Stehler!“

* Wegen der Sicherungseinrichtungen wenden Sie sich an die Abteilung Vorbeugung im jeweiligen Polizeipräsidium. Dort gibt es oft erstklassige Beratung in einer tollen Ausstellung! -- Sei schlauer, wie der Klauer muss die Devise lauten!

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