Jubel und Sorge um Gerresheimer Bahnhof

17 Künstler aus Gerresheim, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet haben ihre Kunstwerke am Gerresheimer Bahnhof fotografiert und als Postkarten-Edition herausgegeben. An Sonntag stiegen sie von der Wiese am Casino der Glashütte mittels 500 Gasluftluftballons  in den Himmel.
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  • 17 Künstler aus Gerresheim, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet haben ihre Kunstwerke am Gerresheimer Bahnhof fotografiert und als Postkarten-Edition herausgegeben. An Sonntag stiegen sie von der Wiese am Casino der Glashütte mittels 500 Gasluftluftballons in den Himmel.
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Wo: Bahnhof Gerresheim, Heyestraße, 40625 Düsseldorf auf Karte anzeigen

Der Gerresheimer Bahnhof soll sich, auch dank privater Investoren, zum Kulturzentrum mausern. Aber für zügigen Fortschritt ist auch ein Engagement der Stadtverwaltung gefragt.

Wenn Künstler aus Gerresheim und anderswo den alten Bahnhof als Ausstellungsort erkennen, könnte man das als ein Zeichen der Hoffnung und Wertschätzung interpretieren. Wenn dieselben Künstler ihre eigenen Werke am Bahnhof fotografieren und diese Bilder schließlich in den Himmel steigen lassen, hat das geradezu Symbolkraft: von Gerresheim hinaus in die weite Welt. Der Gerresheimer Bahnhof soll zum Kulturzentrum werden.

Zu verdanken ist diese Entwicklung nicht nur den Ideen des Förderkreis Industriepfad (FKI), sondern auch jenen privaten Investoren, die das Projekt jetzt konkret in Angriff nehmen. Das Casino der Glashütte ist bereits ein erster Anlaufpunkt, und was sich darüber hinaus noch entwickelt - ein Industriemuseum? Ausstellungs-, Sitzungs- und Schulungsräume? ein multifunktional nutzbarer Veranstaltungssaal? - ist noch nicht unbedingt in Stein gemeißelt. Ein weiteres Zeichen der Veränderung: Die 120 Jahre alte Fußgängerbrücke am S-Bahnhof Gerresheim wurde Montag früh unter Einsatz eines 500-Tonnen-Mobilkranes abgebrochen. Die Brücke befand sich zuletzt trotz verschiedener Maßnahmen zur Instandhaltung in einem schlechten Zustand und war auch seit zwei Monaten für Fußgänger gesperrt.

Durch den Wegfall der Brücke ergibt sich für Anwohner und Reisende allerdings ein Manko: Wer nicht den weiten Umweg über die Rampenbrücke nehmen will, muss jetzt den dreckigen und engen Tunnel unter dem Bahnhof nutzen. Die Interessengemeinschaft Gerresheim Süd fordert deshalb, dass dem Abriss der Brücke unverzüglich der Bau eines neuen Tunnels folgen muss, damit der Bahnhof endgültig vom„Schmuddelimage“ befreit wird. Am 24. November soll es im Casino der Glashütte eine öffentliche Veranstaltung zur Situation am Bahnhof geben, zu der auch Vertreter aus Stadtverwaltung, Kommunalpolitik und von der Deutschen Bahn eingeladen werden.

17 Künstler aus Gerresheim, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet haben ihre Kunstwerke am Gerresheimer Bahnhof fotografiert und als Postkarten-Edition herausgegeben. An Sonntag stiegen sie von der Wiese am Casino der Glashütte mittels 500 Gasluftluftballons  in den Himmel.
„Umleitung“ stand hier lange Zeit. Die Brücke ist nun weg, aber die unbequemen Alternativen bleiben.

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