Tierschutzpartei fordert Ressourcenschutzgesetz
Maßnahmen gegen Klimabelastung durch Wegwerfgesellschaft

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Industrialisierte Massentierhaltung, eine pervertierte AgrarINDUSTRIE, Millionen von Tonnen weltweit weggeschmissener Lebensmittel bei gleichzeitig hungernden Menschenmassen, Mangelernährung auch in Industrieländern, für den schnellen Konsum produzierte Massengüter - die Tierschutzpartei fordert einen klaren und harten Ausstieg aus diesem "Kreislauf des Irrsinns", wie es die Landesvorsitzende der Tierschutzpartei NRW Sandra Lück formuliert.
"Wir teilen die Forderung von Greenpeace nach einem Ressourenschutzgesetz, welches z.B. ein Verbot der Vernichtung neuwertiger oder voll funktionstüchtiger Konsumgüter sowie die steuerliche Förderung von Reparaturleistungen vorsieht," erklärt Reiner Lück, Landesgeschäftsführer der Tierschutzpartei NRW.

SPD-Bundesumweltministerin Svenja Schulze in der Pflicht
Ein besonderes Problem stellt die derzeitige Praxis des boomenden Online-Handels und des dortigen Umgangs mit Retouren dar. Allein in 2018 haben BürgerInnen der BRD rund 280 Millionen Paket  mit 487 Millionen Artikeln zurückgeschickt - aus unterschiedlichsten Motiven. Voreilige Bestellung, andere Vorstellung nach Sichtung der Ware mangels hinreichender Überdenkung bei der Bestellung u.a.. Bei Kleidung und Schuhen betrugt die Retourenrate in 2018 fast 50 %. So Feststellungen eines Forschungsprojektes der Universität Bamberg.
"Wir erwarten ein zügiges Handeln der zuständigen SPD-Bundesumweltministerin. Sowohl die Klimabelastung durch die Paketlogistik - Transporte, Anlieferung, Abholung - als auch insbesondere die aufgedeckten Praktiken der Online-Versandriesen wie Amazon, zurückgeschickte neue Ware zum Teil der Einfachheit halber zu vernichten, statt dem Warenkreislauf wieder zuzuführen oder zumindest zu spenden - müssen kurzfristig durch ein gesetzliches Verbot gestoppt werden," so Elisabeth Maria van Heesch, Generalsekretärin der Tierschutzpartei NRW und Ratsfrau im Rat der Stadt Essen. 

Maßnahmen gegen Klimabelastung durch Wegwerfgesellschaft
"Wir leben in einer Zeit der Massen- und Billigproduktion ohne Rücksicht auf Verluste. Tiere werden als Waren, als billige Sachen geradezu 'verheizt', ihrer Lebensqualität, ihres Lebens beraubt. Menschen müssen zu Billigdumpinglöhnen oder sogar unter menschenunwürdigen Produktionsbedingungen Massenwaren herstellen," mahnt Sandra Lück, Landesvorsitzende der Tierschutzpartei. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert auch hier entlang ihres Kurses alternative Konzepte für Klimaschutz - Umweltschutz - Tierschutz. "Ein Gesetz zur Eindämmung der Ressourenverschwendung wäre ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum Ende der Wegwerfgesellschaft und der abzulehnenden ihr zugrundeliegenden Gesamtgesinnung," so Lück.

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