Informationstour mit Thomas Jarzombek
New Mobility in Düsseldorf

Zwischenstopp bei den Stadtwerken.
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Der Düsseldorfer Bundesabtagsabgeordnete und CDU-Chef Thomas Jarzombek hatte am Dienstag, den 3. Dezember, zu einer besonderen Kaffeefahrt durch die City eingeladen. Mehr als 20 interessierte Bürger informierten sich über die Alternativen zum ÖPNV und dem eigenen Auto.

Während Oberbürgermeister Thomas Geisel zu den Umweltspuren den Bürgern keine Alternativen präsentiert, zeigte Thomas Jarzombek, welche Angebote es in Düsseldorf bereits gibt. Da hätte auch Geisel noch dazulernen können, der sich am Dienstagabend zum eigenen OB-Dialog in Vennhausen verspätete, weil er mit dem Bus gekommen war. Jarzombek hatte den Oberbürgermeister im Februar herausgefordert, mit ihm um die Wette Rad, Bus und Bahn fahren. Geisel lehnte jedoch ab.


VRR-Chef Castrillo war mit an Bord

Die Informationstour startete unter der Kniebrücke am Apollotheater. Dort konnten die Teilnehmer die E-Scooter des Anbieters Lime zu einer Probefahrt testen. Danach ging es in einem BlaBlaBus weiter nach Neuss. José Luis Castrillo, einer der beiden Vorstände des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR), berichtete unterwegs über die Digitaloffensive des VRR. Um mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen, müsste die Bahn dringend digitaler werden. Aber auch On-Demand-Verkehre sieht Castrillo als Alternative zum Linienverkehr. Neue P+R-Parkplätze sollen etwa schon in Mettmann entstehen, um die Pendler frühzeitig zum Umstieg auf den ÖPNV zu bewegen. Thomas Jarzombek kann sich auch Mobilstationen an den Stadtgrenzen vorstellen. Dort könnten Pendler nicht nur ihr Fahrzeug bewacht abstellen, sondern in der Dienstleistungsmeile auch ihre Einkäufe tätigen oder ihr Fahrzeug warten lassen. Jarzombek kann sich vorstellen, dass Umsteiger einen Rabatt auf die Kfz-Steuer erhalten. Der VRR zeige sich offen für neue Tarifideen, etwa für eine Luftkilometer-Abrechnung anstatt des Flächentarifs, erläuterte Castrillo. Der Tarif soll bei einer Grundgebühr von 1,46 Euro und 26 Cent für den Luftkilometer liegen. Damit seien dann etwa 5 bis 6 Haltestellen über Tarifzonen hinweg zu erreichen. Das Jahresticket für 365 Euro ist dem VRR wegen der zusätzlichen Verluste bei der Kostendeckung zu teuer.

Wie Berufstätige auf Einkaufsfahrten verzichten können, zeigte das Düsseldorfer Start-Up Picnic in Neuss. Picnic bietet einen Onlinehandel für Lebensmittel mit einem kostenlosen Lieferservice ab einem Mindestbestellwert von 25 Euro an. Aus Gründen der Nachhaltigkeit setzt das Unternehmen nur E-Fahrzeuge eines französischen Herstellers ein. Die Waren werden in der Zeit von 14:45 bis 22:00 Uhr ausgeliefert. Das Unternehmen, das eine Kooperation mit EDEKA Rhein-Ruhr hat, wächst pro Woche um 5 Prozent.

Nächste Station waren die Stadtwerke Düsseldorf. Hier stellte der Netzversorger den Eddy, einen E-Roller, den Clever-Shuttle und eine Mitfahrer-App für Unternehmen vor. Letzte Station war der Fahrdienst Uber im GAP 15 am Graf-Adolf-Platz. Christian Rahn, Deutschlandchef von BlaBlaBus, stellte auf der Fahrt dorthin den neuen Player auf dem Markt der Fernbusanbieter vor. Dennis Heusser von Uber präsentierte mit dem Pilotprojekt Kirchheim bei München zusätzliche Dienste für den ländlichen Raum, ÖPNV-Integrationsmöglichkeiten etwa in Nizza oder London sowie ein neues Verkehrsplanungstool in Berlin.

Autor:

Norbert Opfermann aus Düsseldorf

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