„Nichts fällt mir so schwer, wie das Nichtstun“
Peter Ries: Seniorenrat ist nicht nur Sprachrohr

Peter Ries aus Garath kandidiert für den Seniorenrat.
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Im März wird ein neuer Seniorenrat gewählt. Alle Bürgerinnen und Bürger ab Vollendung des 60. Lebensjahres sind aufgerufen, ihre Vertreter für den Seniorenrat der Landeshauptstadt Düsseldorf zu wählen. Auch ich kandidiere für Garath und Hellerhof.

In Deutschland erreichen immer mehr Menschen ein höheres Lebensalter.
Von allen Lebensphasen zeigen sich die Veränderungen durch den demographischen Wandel am deutlichsten im Alter. Seniorinnen und Senioren in Deutschland leben heute laut Statistik über 30 Jahre länger als noch vor 100 Jahren. Sie haben zudem die Chance, ihr Leben im Alter bei guter Gesundheit aktiv zu gestalten.

Bei Themen wie Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen wird der demographische Wandel besonders deutlich. Es ist eine besondere Herausforderung für die Akteurinnen und Akteure in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, die Weichen so zu stellen, dass ein selbstbestimmtes und gemeinwesenorientiertes Leben und Wohnen gerade auch im hohen Alter möglich bleiben. Dabei gilt es, neue Netzwerke zu knüpfen, den sozialen Nahraum zu beleben und die Fähigkeiten und die Bereitschaft vieler Menschen zu nutzen und andere zu unterstützen.

Barrierefreiheit wird in der Gesellschaft zunehmend wichtiger, da mit dem Alter naturgemäß auch die körperliche Verfassung und die Mobilität abnehmen - viele Senioren sind dann auf Hilfsmittel zur Fortbewegung und Barrierefreiheit in den privaten- und öffentlichen Bereichen angewiesen .

Um älteren und behinderten Menschen dauerhaft ein selbstbestimmtes und würdiges Leben zu ermöglichen, müssen Voraussetzungen zum Beispiel für altersgerechtes Wohnen und ein barrierearmes Wohnumfeld und Mobilität bereits bei der Planung z. B. von Wohnraum an vorderster Stelle berücksichtigt und ausgeführt werden und Senioren und behinderte Menschen auf allen Stufen der Planung - bis hin zur Ausführung mit einbezogen werden.

Besonders in den Bereichen kulturelle Einrichtungen, Dienstleistungen, Prävention, Gesundheit (Arztpraxen) und Pflege gibt es bereits gute Ansätze, bei näherer Betrachtung stellt man jedoch fest, dass oft infrastrukturelle und bautechnisch bedingte „Hindernisse“ einer zufriedenstellenden Alltagsgestaltung sprichwörtlich im Wege stehen.

Ältere- und behinderte Menschen sind Teil dieser Gesellschaft und viele von ihnen möchten eigen- und mitverantwortlich leben. Das verbürgte Recht älterer und behinderter Menschen auf eine aktive und kreative Teilnahme, sowie die Pflege ihrer sozialen Beziehungen muss stetig erweitert- und Schranken abgebaut werden.

Zwar gewinnt das Thema auch in der Politik an Relevanz, jedoch immer noch nicht zufriedenstellend. So werden Seniorenräte in deutschen Städten nicht mehr nur als Vermittler zwischen der älteren Generation und Politik gesehen, sondern nehmen eine sehr wichtige Rolle bei der Durchsetzung seniorenrelevanter Themen und der Grundlagenschaffung für ein selbstbestimmtes Leben im Alter ein.

Dafür werde ich mich im Seniorenrat – aber auch in den städtischen Ausschüssen einsetzen. Besonderen Wert lege dabei auf eine Zusammenarbeit mit Senioren- und Pflegeheimen, Netzwerken und Bürgervereine, sowie Polizei und Verwaltung. Denn nur so kann die Arbeit als Seniorenrat für unsere älteren und behinderten Mitmenschen gut gelingen.

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