Stadtverwaltung zieht keine Konsequenzen aus Alkoholkonsum und sexuellen Übergriffen an Altweiber

pixabay

Düsseldorf, 14. April 2019

An Altweiber 2019 mussten deutlich mehr Minderjährige wegen zu starkem Alkoholkonsum medizinisch versorgt werden. Außerdem wurde über eine Zunahme sexueller Übergriffe und gestiegener Feuerwehreinsätze berichtet.

Da Oberbürgermeister Geisel in der Ratssitzung vom 7. März nur sehr kurz antwortete, hakte die Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER nach. Nun teilte die Verwaltung mit, dass einsatzorganisatorische Maßnahmen keinen Einfluss auf den Anstieg des Alkoholkonsums bei Minderjährigen hätten, dass jeder sexuelle Übergriff ein Fall zu viel sei, die absoulte Zahl der angezeigten Straftaten jedoch nicht als dramatisch bezeichnet werden könne. Auch die 45 Einsätze der Feuerwehr und die 21 Einsätze des beauftragten Sanitätsdienstes liegen im normalen Schwankungsbereich von Altweiber.

Das Sicherheitskonzept inkl. dem Personal wurde im Nachhinein von den Sicherheits- und Ordnungsbehörden ausgewertet und auch dahingehend überprüft, ob Folgeveranstaltungen optimiert werden können.

Chomicha El Fassi, Vorsitzende der Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER: „Uns erstaunt, dass die Presseberichte einerseits und die Antwort der Verwaltung andererseits, so unterschiedlich ausfallen.

Wir denken, dass man spätestens bei der Auswertung von Altweiber ernsthaft hätte überlegen müssen, wie man bei künftigen Großveranstaltungen die starke Zunahme von Alkoholkonsum von Minderjährigen eindämmen könnte.

Und auch zu sagen, jeder sexuelle Übergriff sei ein Fall zu viel, aber insgesamt läge alles im normalen Schwankungsbereich, hilft den Betroffenen gar nicht. Auch hier hätte man in der Nachbetrachtung – unserer Meinung nach – mehr Engagement zeigen können, ja müssen.

Alkoholmissbrauch, sexuelle Übergriffe und anderes mehr gehören nicht nach Düsseldorf! Hier erwarten wir von den Verantwortlichen und Veranstaltern mehr Empathie, Vorbeugung und Sensibilität, sowohl an Altweiber 2020, wie auch bei anderen Großveranstaltungen.“

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