Monsanto sammelte Daten von Glyphosat-Gegner/innen
Tierschutzpartei fordert Aufklärung im Daten-Skandal - Datenerhebung auch in Deutschland?

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Betrifft der aktuelle Skandal um die Erhebung der Daten von Glyphosat-GegnerInnen durch die Firma Monsanto (jetzt: Bayer) in Frankreich auch Deutschland? 
Nach aktueller Presseberichterstattung hat die US-Firma Monsanto, jetzt Bayer/Stammsitz Leverkusen, bekannt insbesondere als Produzentin des Pestizides Glyphosat, in Frankreich illegal private Daten von Kritikern des Unternehmens und seiner Produkte erhoben. Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt.
"In Frankreich besteht der Verdacht, dass Monsanto geheime Listen mit Namen von Kritikern des Unternehmens und seiner Produkte gesammelt und geführt hat. Rund 200 Namen aus Politik, Wissenschaft und Presse wurden erfasst. Dies verstößt massiv gegen ethische, wenn nicht gar rechtliche Grundsätze," so Sandra Lück, Landesvorsitzende der Tierschutzpartei NRW und EU-Kandidatin. Kritisch zu hinterfragen sei hier insbesondere auch, welchem Zwecke die Datenerhebung dienen sollte. 

Ist auch Deutschland betroffen? Leverkusener Konzern Bayer in der Pflicht
Für die Tierschutzpartei, vehemente Gegnerin des Glyphosat-Einsatzes, welches unter dem Verdacht steht, karzinogen zu sein, stellt sich die Frage, ob derartige Datenerhebungen von Glyphosat-GegnerInnen auch in Deutschland erfolgt sind  - und ob die Datenerhebungen ggf. noch andauern. "Da Monsanto weltweit agiert und die BRD einer der Brennpunkte der Massenagrarindustrie mit Verwendung von Glyphosat ist, der Widerstand gegen dieses Pestizid hier massiv ist, liegt die Vermutung nahe, dass auch Daten deutscher KritikerInnen erfasst worden sind. Wir fordern von Bayer, diesen Punkt umfassend aufzuklären und öffentlich prüffähig darzulegen," unterstreicht Reiner Lück, Landesgeschäftsführer der Tierschutzpartei NRW.

Bayer kündigt Untersuchung an - ein Lippenbekenntnis?
"Entlang der Presseberichterstattung sowie der Ermittlungen der Pariser Staatsanwaltschaft hat Bayer sich nunmehr für die Monsanto-Praktiken der KritikerInnen-Erfassung entschuldigt und eigene Untersuchungen angekündigt," erläutert Elisabeth Maria van Heesch, Generalsekretärin der Tierschutzpartei NRW. Entschuldigung wie Untersuchungsankündigung dürften jedoch keine reine Lippenbekenntnisse sein, so van Heesch. Die Tierschutzpartei sieht den Untersuchungsergebnissen aufmerksam entgegen. "Wir verlangen von Bayer aus guten Gründen, die firmeneigenen Untersuchungen auch über Frankreich hinausgehend vorzunehmen, insbesondere auch die Situation in Deutschland aufzuklären," so Sandra Lück, EU-Kandidatin der Tierschutzpartei NRW.

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