Tierschützer prangern Lobby-Beschluss des Landtages zugunsten Jägerschaft an
Tierschutzpartei: Neues Jagdgesetz drastischer Rückschritt im Tierschutz

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In aller Schärfe rügt die Tierschutzpartei NRW den Beschluss des Landtages NRW zur Novelle des Jagdgesetzes. "Was hier CDU und FDP im bemerkenswerten Schulterschluss mit der AfD beschlossen haben, ist keine Novelle, sondern ein drastischer Rückschritt für den Tierschutz durch Rücknahme der unter der letzten Landesregierung eingeführten ökologischen Verbesserungen im NRW-Jagdgesetz," verdeutlicht Sandra Lück, Landesvorsitzende der Tierschutzpartei NRW.

Unerträgliches Abfeiern der Jagd als Sport - Lobbypolitik eines Bananenstaates
Durch die Streichung der Jagdabgabe, die JägerInnen bislang jährlich zahlen mussten, fallen Jahr für Jahr Millioneneinnahmen in NRW ersatzlos weg. Bislang wurden diese Mittel z.B. für Forschungsprojekte zum Thema Jagd, Auswirkungen auf die Tierwelt u.ä. eingesetzt. Nun entfallen diese Projekte oder es müssen dafür Haushaltsmittel aus dem normalen NRW-Haushalt verwendet werden, die dann entsprechend an anderer Stelle z.B. für Soziales fehlen.
"Besonders unerträglich ist das Auftreten der FDP, die das Streichen sinnvoller ökologischer und tierschutzorientierter Auflagen und Regelungen damit kommentierte, das novellierte Jagdgesetz gebe den Jägern ihre Würde zurück," so fassungslos Gabriele Etgeton, Fuchsbeauftragte im Landesvorstand der Tierschutzpartei NRW. Die Abwendung von den Vorgaben des Tierschutzgesetzes seien kein Ausdruck von Jägerwürde, sondern ein Rechtsverstoß, so Etgeton.

Tierquälerei: Flugunfähige Stockenten zur Jagdhundausbildung
Geändert wurden von CDU, FDP und AfD die bejagbaren Tierarten, Jagd- und Schonzeiten (z.B. ganzjährige Jagd ohne Schonzeit zulasten von Wildschweinen und ihren Jungen), die Wiederfreigabe der Baujagd bei Füchsen u.a..
Als ein Beispiel für die im neuen Jagdgesetz zum Ausdruck kommende völlig verrohte Gesinnung nennen die Tierschützer die Erlaubnis, wonach für die Ausbildung von Jagdhunden gesunde und flugfähige Stockenten mit Papiermanschetten künstlich flugunfähig gemacht und so leicht erbeutbar für die Hunde werden. "Dieser Vorgang ist an Barbarei kaum noch zu überbieten. Bei Menschen würde so etwas ein  Mordmerkmal nach § 211 StGB erfüllen," vermerkt Sandra Lück so angewidert wie sachlich.

Tierschutzpartei Eingabe an Petitionsausschuss
Bereits unter der letzten Landesregierung hatte die Tierschutzpartei sich zum Thema Jagdgesetz an den Petitionsausschuss im Landtag gewandt. Diese Petition wurde nie behandelt - bis heute nicht. Auch eine Eingabe der Tierschutzpartei an den Landtagspräsidenten gegen die Fuchsbaujagd wurde offenbar unter den Teppich gekehrt. Seit einer Mitteilung vom 01.02.2018 seitens des Landtages, wonach die Eingabe im Umweltausschuss behandelt werden würde, ist nichts weiter passiert. "Es hat nichts mit demokratischen Strukturen zu tun, wenn Eingaben von Tier- und Umweltschützern einfach nonchalant ignoriert werden," betont Gabriele Etgeton, Fuchsbeauftragte des Landesverbandes.

Presseerklärung der Tierschutzpartei Landesverband NRW
Landesvorsitzende Sandra Lück
Die Erklärung gibt die freie Meinungsäußerung nach Art. 5 GG wieder.

Autor:

Elisabeth Maria van Heesch aus Essen

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