ÖPNV bleibt ein Ärgernis
Verbesserungen reichen nicht aus

Veronika Eilrich vom Amt für Verkehrsmanagement.
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Viel Kritik musste sich Veronika Eilrich vom Amt für Verkehrsmanagement anhören, die am 26. November in der Bezirksvertretung das ÖPNV-Konzept vorstellte. Den Bezirkspolitikern reichen die geplanten Maßnahmen auf der U79 mit Entlastungsfahrten von Wittlaer bis zur Universität montags bis freitags in der Hauptverkehrszeit nicht aus. Stattdessen soll der Takt samstags auf 10 Minuten verdichtet werden, in Duisburg der 15-Minuten-Takt beibehalten werden. „Eine Taktverdichtung auf 7,5 Minuten würde den Bürgern im Düsseldorfer Norden deutlich mehr nützen als mehr Bahnen am Wochenende“, sagte Benedikt Stieber (CDU).

Aktuell fallen auf der U79 oft Bahnen aus und sind in der Hauptverkehrszeit total überfüllt. Für einen 7,5-Minuten-Takt werktags fehlten der Rheinbahn aber die Fahrzeuge, erläuterte Veronika Eilrich. Wann zusätzliche Fahrzeuge zur Verfügung stehen, konnte sie jedoch nicht datieren und auch keine verbindlichen Zeiten für die Entlastungszüge nennen. Bezirksbürgermeister Stefan Golißa (CDU) und Dr. Marianne Hagen (FDP) verwiesen darauf, dass für die Messe genügend Fahrzeuge in Dreiertraktion vorhanden seien, die auf der Rückfahrt als Sonderzüge ohne Halt zurückfahren. Golißa forderte, Busse einzusetzen bei Kapazitätsengpässen mit Bahnen. Ab Herbst 2020 soll die U79 zwischen Freiligrathplatz und der Haltestelle Lohausen aufgrund von Bauarbeiten für den U81-Abzweig zum Flughafen auch noch zwei Jahre lang eingleisig geführt werden. Es ist zu erwarten, dass durch diesen Engpass weitere Störungen und Verspätungen entstehen werden.

Ratsfrau Claudia Bednarski (SPD) übte Kritik an den vielen Ausfällen Duisburger Fahrzeuge und schlug vor, weniger Bahnen bis nach Duisburg durchfahren zu lassen. Die DVG solle mehr Geld in die Hand nehmen, um ihre Bahnen besser zu warten. Benedikt Stieber (CDU) stimmte dem zu und war für eine Trennung in Wittlaer als Sofortmaßnahme. Ratsherr Andreas-Paul Stieber (CDU) befürchtete allerdings, dass dann mehr Duisburger aufs Auto umsteigen werden. Veronika Eilrich verwies auf bestehende Verträge mit der DVG.

Golißa stellte im späteren Verlauf der Sitzung einen Antrag, weitere Arbeiten an der U81 aufgrund der Klage von Anwohnern gegen das Bauvorhaben zu stoppen. Zurzeit werden auf dem Deckel der A44 Container errichtet, was bereits mit erheblichen Flurschäden einhergeht und Kosten verursacht. „Als Unternehmer würde ich eine solche Investition nicht tätigen“, erklärte Golißa und kritisierte die Verschwendung von Steuergeldern, die man besser für die Schulen verwenden könnte. Gegen die Stimmen der SPD wurde der CDU-Antrag beschlossen.

Veronika Eilrich vom Amt für Verkehrsmanagement.
Autor:

Norbert Opfermann aus Düsseldorf

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