CDU Düsseldorf
Wie sieht die Zukunft der Rente aus?

Rentenexperte Karl Schiewerling und Thomas Jarzombek (Kreisvorsitzender der CDU Düsseldorf).
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Karl Schiewerling (CDU), Vorsitzender der Rentenkommission, diskutierte auf Einladung des Düsseldorfer CDU-Kreisvorsitzenden Thomas Jarzombek am 10. Juli in der Landesgeschäftsstelle über die Zukunft der Rente.

Die Rentenkommission der Bundesregierung setzt sich zusammen aus Vertretern der Sozialpartner, der Politik und der Wissenschaft. Sie soll eine Perspektive für die nachhaltige Sicherung und Fortentwicklung sowohl der gesetzlichen Rentenversicherung als auch der zweiten und dritten Säule der Alterssicherung erarbeiten. Unter dem Titel 'Verlässlicher Generationenvertrag' ist das Ziel der Kommission, Wege zu einer nachhaltigen Sicherung und Fortentwicklung der Alterssicherungssysteme für die Zeit ab 2025 zu finden.
Karl Schiewerling war von 2005 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages. Seit 2009 bis zum Ende seines Mandats war er Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Arbeit und Soziales" der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Er ist für die Gruppe der Versicherten Mitglied der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Westfalen.

Die aktuelle Finanzlage der Rentenversicherung sei angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung und der geringen Arbeitslosenzahlen sehr gut, betonte Schiewerling. Derzeit habe die Rentenversicherung 38 Milliarden an Rücklagen. Andererseits müsse sie aber auch 70 Millionen Strafzinsen aufgrund der Minuszinsen am Kapitalmarkt zahlen. Viele Versicherte würden  derzeit zusätzlich freiwillige Beiträge in die Rentenversicherung einzahlen, um ohne Abschlag früher in Rente gehen zu können.

In der Zukunft sieht das aber schon anders aus, da aufgrund der demografischen Entwicklung ab 2025 die geburtenstarken Jahrgänge der Nachkriegszeit in Rente gingen, während die Zahl der Einzahler sinken wird. Um das Rentenniveau stabil zu halten, müssten folglich die Rentenbeiträge erhöht werden. Dies würde aber die Belastung der jüngeren Generationen erhöhen. Die Hessische Landesbank hat deshalb die Idee einer „Deutschlandrente“ eingebracht: ein staatlich verwalteter Kapitalfonds soll die Erträge der Renteneinzahlungen erhöhen. Schweden arbeitet bereits nach diesem Modell. Von einer Grundrente ohne Bedüftigkeitsprüfung wie sie Arbeitsminister Heil (SPD) anstrebt stehe nichts im Koalitionsvertrag, sagte Schiewerling. Eine Bürgerversicherung mit einer Grundsicherung (Mindestrente) und Zahlungen aus der Gesetzlichen Rentenversicherung könnte eine Alternative zur Grundrente sein.

Die Rentenkommission wird im März 2020 ihre Ergebnisse vorlegen. Bis dahin haben sich die Kommissionsmitglieder ein absolutes Schweigegebot auferlegt, um ihre Arbeit nicht durch öffentliche Diskussionen stören zu lassen.

https://www.verlaesslicher-generationenvertrag.de/

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