Wo bleibt Langenfelds erstes Windrädchen ? Das "tapfere Schneiderlein" muss noch warten !

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann in Reusrath, einem der schönsten Stadtteile von Langenfeld,  das erste Windrädchen auf Wind wartet. Enorm befürwortet wurde das Projekt vom erstem Mann im Rathaus, der es gerne noch höher gehabt hätte, so in Höhe des Kölner Doms mit den Flügelspitzen. Aber plötzlich blies dem tapferen Bürgermeister, der für die hohen Windmühlenflügel votiert hatte, der Wind entgegen, so gar von der eigenen Fraktion. 

Nun muss sich der Investor mit weniger zufrieden geben und sich auf die Herbststürme konzentrieren. Ansonsten bleibt es hier windschwach, viel Wind um nichts, denn die erneuerbaren Energien werden gut vergütet. Vielleicht ist es auch so, dass die Stadtwerke mit eingestiegen sind, genaueres weiß man noch nicht außerhalb des  Rathauses, aber derartige Konzepte sind ja ein beliebtes Mittel, die Bürger für eine Beteiligung zu begeistern !

Noch weht hier aber nichts gegen die Flügel, das Fundament ist seit Wochen fertig und von einem Statiker abgenommen, aber die weiteren Maschinenteile fehlen und die Monteure im mobilen Baubüro vertreiben sich die Zeit mit der Wildbeobachtung oder schauen Fern ! Noch haben sie die Möglichkeit , den Rotmilan fliegen zu sehen, aber das könnte bald vorbei sein, wenn er das Mühlchen als Schreddermaschine erkennt und sich davon macht ! Das ist natürlich dem Betreiber " Wind auf die Flügel" geblasen, denn dann hat er es leichter mit einem nachfolgenden Monitoring, ob der Rotmilan noch da ist und noch unversehrt nach Mäusen Ausschau hält . 

Einige Reusrather haben die fehlenden Flügel angeblich auf einem nahen Autobahnrastplatz gesehen, sie stehen dort seit Wochen herum. Anscheinend ist nicht klar, wie sie zur Baustelle kommen können, denn die Straßen und Kurven in Reusrath sind eng. 

Dennoch sind die Zufahrtsstraßen in diesem Gebiet schon seit Wochen mit Verkehrsschildern belegt, die ein Halteverbot aussprechen und mancher Anrainer hat auf seinem Grundstück einen alten Parkplatz wiederentdeckt. Anrufer im Rathaus, warum hier schon seit Wochen Haltebote bestehen, entgegnet man seitens der Amtsstube sehr einfühlsam. Man kann doch die Reusrather Bevölkerung durch ein Hin und Her nicht verunsichern ! Seit dem ist Reusrath Süd zu einer fast autofreien Parkzone geworden und nun gibt es mindestens zwei Fragen, wo ist das Windrad, wo sind die Autos ?

Er ist jedenfalls schon da, der Kran von der Fa. Colonia, der das Windrädchen aufstellen soll. Er reckt schon seit drei Wochen seinen Ausleger in den Himmel und das ohne rote Warnleuchte. Das Colonia überhaupt gekommen ist, wo doch hier ein Konkurrenzgebilde zum Kölner Dom gebaut wird. Fehlt nur noch, dass man durch eine Treppe zum Maschinenhaus hochsteigen und auf Reusrath hinunterschauen kann, das wäre eine sehr schöne Geschäftsidee und bringt auch was.

Ach ja der Kran, na und werden Sie sagen, aber der steht nicht nur herum, der kostet auch was ! Es sollen 300 Euro die  Stunde sein und wenn man die drei Wochen überschlägig berechnet, dann kommen so an die 60.000 Euro zusammen. Und dabei hat der Standtag  nur 8 Stunden, kommt die Nacht noch dazu, dann wäre es eine hochexplosive Geldvernichtung ! Leichter kann die Fa. Colonia das Geld nicht verdienen !

Nun wird jeder auf den Staat schimpfen, weil die erneuerbaren Energien subventioniert werden. Das stimmt nur halb, schimpfen kann man aber trotzdem, da der Staat dem Stromproduzenten Mindestpreise vorschreibt. Das ist in etwa so, als würden im Supermarkt die Butter  oder die Nudeln zum Mindestpreis verkauft. Darunter geht es nicht, genau so ist es ja mit dem Mindestlohn. Sie  haben aber bemerkt, dass diese Art der Subvention nur einen anderen Namen hat ! Mit dieser Taktik ist der Staat aber fein raus,  diese Subventionen zahlen nur die Verbraucher und so darf man sich nicht über die exorbitanten Strompreise wundern. Aber für diejenigen, die von der EEG-Umlage befreit sind, zahlt der private Stromkunde nochmals 4 Milliarden Euro jährlich. 

Trösten Sie sich doch damit, das es für eine gute Sache ist, wir erzeugen Ökostrom, egal was es kostet.

Nun sind die ganzen Zusammenhänge etwas komplex, wer es genauer wissen möchte, der lese hier : http://www.iwr-institut.de/de/presse/presseinfos-energiewende/erneuerbare-energien-werden-subventioniert-staat-zahlt-keinen-cent

Jamaika , die Insel zum Träumen, könnte manchen Traum beenden, wenn die FDP  das Wirtschaftsministerium übernimmt. Dann dürften Subventionen gekappt werden, egal wie sie heißen !

Langenfelds "Tapferes Schneiderlein" , der für Windmühlen "kämpft" , hat Großes vor, demnächst kommen die  Bagger und beginnen mit dem Bau von Siedlungen, man muss nach seiner Vorstellung den "Wohnungsdruck"  zwischen Düsseldorf und Köln entlasten, so beginnt die Zerstörung der Landschaft nicht nur mit den Windrädern !

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