"Farblos, geruchlos, giftig" - Unterschriften gegen die CO-Pipeline bis Anfang Oktober

Die CO-Pipeline führt von Dormagen bis nach Krefeld-Uerdingen.
  • Die CO-Pipeline führt von Dormagen bis nach Krefeld-Uerdingen.
  • Foto: Bürgerinitiativen
  • hochgeladen von Janina Krause (Rauers)

Seit Jahren kämpfen mehrere Bürgerinitiativen gegen die CO-Pipeline. Erstmals können Bürger nun offiziell Einwände einreichen. Die Zeit drängt: Am 5. Oktober läuft die Frist zur Einreichung ab.

„Die CO-Pipeline ist gefährlich, weil sie sehr nah an Wohngebieten verläuft. Kohlenmonoxid ist weder riech- oder schmeckbar noch sonst irgendwie feststellbar“, sagt Dieter Donner vom BUND, der die Bürgerinitiativen gegen die Pipeline koordiniert.

Die Pipeline von Bayer-MaterialScience (BMS), die fertiggestellt, aber noch nicht in Betrieb ist, verläuft vom Dormagener Werk bis nach Uerdingen. Die Pipeline führt durch Monheim, Langenfeld, Hilden, Solingen, Erkrath, Hubbelrath, Ratingen, Mühlheim und Duisburg. Aber auch Menschen in Garath und Hellerhof sowie Spaziergänger im Erholungsgebiet bei Angermund sind Donner zufolge gefährdet, wenn die Pipeline beschädigt wird und das Gas austritt.

„CO verdrängt den Sauerstoff im Blut. Schon bei einer geringen Konzentration führt das Gas zur Bewusstlosigkeit, anschließend erstickt man“, warnt Donner. Rettungskräfte können der Initiative zufolge nicht helfen, weil keine entsprechende Ausrüstung vorhanden sei. „Farblos, geruchlos, giftig“: Seit vielen Jahren kämpfen Bürgerinitiativen gegen die Pipeline, längst beschäftigt der Streit die Gerichte. Die Gegner kritisieren unter anderem, dass Fehler beim Bau gemacht worden seien. Zudem habe Bayer Rohre mit schlechterer Qualität verbaut und sei von der Trasse abgewichen. Die Bezirksregierung habe diese Abweichungen nachträglich abgesegnet.

BMS will nun die Genehmigung für Bau und Betrieb der Pipeline abändern lassen. Das Planänderungsverfahren ist erstmals öffentlich.

Wer gegen die nachträglichen Änderungen und zumindest indirekt auch gegen die gesamte Pipeline protestieren will, kann dies mit einem förmlichen Einwand machen: Entweder den Entwurf der Bürgerinitiativen unterzeichnen oder selbst einen Einwand verfassen. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.stopp-co-pipeline.de oder bei Dieter Donner, Telefon: 02103-650 30.

Einsendeschluss für die Unterschriftenlisten ist der 1. Oktober (zu Händen Dieter Donner) beziehungsweise der 5. Oktober (direkt an die Bezirksregierung).

Autor:

Janina Krause (Rauers) aus Hilden

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