Fußball-Bundesliga
Fortuna Düsseldorf gewinnt gegen Werder Bremen 4:1

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Text: Patrick Radtke 

Als Kenan Karaman in der 22. Minute in der eigenen Hälfte zum Sprint ansetzte, schien die Aktion zunächst nicht besonders aussichtsreich zu sein. Karaman, der bisher in dieser Spielzeit zumeist Ersatzspieler war, machte jedoch genau diese Aktion, zu einer, die symbolisch für die Saison von Fortuna Düsseldorf in der Fußball-Bundesliga steht.

Mit unbändigem Willen, Durchsetzungsstärke und der richtigen Portion Frechheit ließ er die Bremer Gegenspieler reihenweise stehen, machte vor dem gegnerischen Tor angekommen noch einen Schlenker und setzte den Ball zum 2:0 in die Maschen. Ein Treffer der Marke Tor des Monats, ein Treffer des Willens, ein Treffer der Opferbereitschaft – denn danach war Karaman mindestens genauso platt, wie glücklich. So, wie Fortuna eben. „Ich habe an der Mittellinie den Ball bekommen, habe den freien Raum gesehen und dachte: ‚Jetzt marschierst Du mal los! Es war das schönste Tor meiner Karriere“, sagte Karaman selbst zu seinem Treffer. Klingt einfacher, als es tatsächlich war. Und auch das passt zur Spielzeit der Flingeraner.
Das drei Spieltag vor Schluss bereits die magische 40-Punkte-Marke geknackt wurde und es die Düsseldorfer in der eigenen Hand haben, einen Top-10 Platz zu erreichen, ist nicht hoch genug zu würdigen. Das sah auch Bremens Coach Florian Kohfeldt so. „Nicht nur zu diesem Spiel und zum verdienten Heimsieg, sondern auch zur gesamten Saison: Herzlichen Glückwunsch an die Fortuna“, sagte er nach der Partie und auch Friedhelm Funkel fand „Wie wir heute aufgetreten sind war wie die gesamte Leistung in dieser Saison außergewöhnlich. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie diese Saison noch nicht abgehakt hat. Wir wollen weiter punkten – das ist genau der Charakter dieses Teams.“
Dieser Charakter sorgte dafür, dass es für Funkel „das schönste Jahr“ seiner Trainerkarriere ist. Und es ist noch nicht vorbei. Am Sonntag, 5. Mai, 15.30 Uhr,  kann Fortuna beim SC Freiburg den nächsten Schritt Richtung Top-10 machen. Es folgen die Spiele gegen Borussia Dortmund und zum Abschluss gegen Hannover 96. Nicht mehr mitwirken kann da vermutlich Aymen Barkok, der sich in einem Zusammenprall eine Gehirnerschütterung und eine Platzwunde zuzog, die mit satten neun Stichen genäht werden musste.

Autor:

Oleksandr Voskresenskyi aus Düsseldorf

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