30 Jahre Tischtennis-Fanclub
Leidenschaft zum Ping-Pong

30 Jahre und kein bisschen leise: Der Borussia Düsseldorf Tischtennis-Fanclub feiert in diesen Tagen sein Jubiläum.
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  • Foto: J. Michaelis
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„Wir waren 1995 in China zur WM und wir haben tolle Fahrten gemacht nach Bratislava, Budapest, Venedig, Neapel oder Malmö, da sind wir mit der Fähre übergesetzt“, Helga Mistereks Augen leuchten, wenn sie aufzählt, wohin sie mit dem Borussia Düsseldorf Fanclub gereist ist, um ihren Verein anzufeuern.

Von Claudia Hötzendorfer

Die inzwischen 77-Jährige und ihr Mann Dieter (73), gehören zu den 18 Gründungsmitgliedern des Fanclubs, der in diesen Tagen 30 Jahre besteht. Bis vor kurzem hat sie ihn auch geleitet, bis die Gesundheit sie zwang kürzer zu treten. „Aber ich bin immer noch mit Herz und Seele dabei“, versichert Helga Misterek. „Da kann es mir noch so schlecht gehen, ich verschiebe für Tischtennis sogar meine Dialyse-Termine“.

Was fasziniert das muntere Trüppchen so sehr am Tischtennis-Sport, dass sie drei Jahrzehnte buchstäblich am Ball geblieben sind?

Munteres Trüppchen

„Die Schnelligkeit des Spiels und die Nähe zu den Spielern“, das gibt es in kaum einer anderen Sportart, ist Rainer Magino, ebenfalls ein Gründungsmitglied, überzeugt. „Ich verrate Ihnen jetzt einmal was“, verschwörerisch senkt Helga Misterek die Stimme: „Ich habe mich anfangs überhaupt nicht für Tischtennis interessiert.“ Bis heute hat die rüstige Rentnerin keinen Schläger angefasst, um es selbst einmal zu probieren. „Ich dachte, das blöde Ping Pong ist doch langweilig“, lacht sie rückblickend. Doch schon die ersten Spiele, die sie live miterlebt hat, „damals noch in der Halle an der Feuerbachstraße mit gerade einmal 20 Zuschauern,“ hatten sie infiziert.

Bis heute pflegt der Fanclub zu vielen Spielern eine freundschaftliche Beziehung, die auch über Vereinsgrenzen hinausreicht, wenn diese längst nicht mehr bei der Borussia den Schläger schwingen. „Wir haben so manchen kommen und gehen sehen“, erinnert sich Rainer Magino. Timo Boll sei ein Ausnahmetalent und ein sehr gutes Vorbild für die Jugend.

Apropos Jugend: Wie steht es denn mit dem Fanclub-Nachwuchs? „Eher bescheiden“, gibt Helga Misterek zu. „Die sind heute mit ganz anderen Dingen beschäftigt und nur schwer zu begeistern. Außerdem, wer will schon mit uns Alten rumreisen?“, fragt sie verschmitzt. So ganz stimmt das mit dem „Nachwuchs“ dann doch nicht. Vor zwei Jahren stieß das Ehepaar Thea und Stefan Brüggemann zum Fanclub. In Kürze reisen sie alle gemeinsam nach München, um ihren Verein wieder kräftig zu unterstützen.

Autor:

Lokalkompass Düsseldorf aus Düsseldorf

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