Franzfreunde geben Arbeit und Mut

Gerhard Bös und Julia Frank verkaufen heute Möbel im Franzfreunde Sozialkaufhaus an der Römerstraße. 
Foto: Budde
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Seit 20 Jahren geben die Franzfreunde mit ihrer Beschäftigungshilfe Wohnungslosen und Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten Selbstvertrauen und Perspektiven zurück. Sie folgen damit dem Vorbild des heiligen Franz von Assisi, der in seinem Orden schon vor über 800 Jahren Handarbeit als wichtigen Teil des täglichen Lebens sah.

Vor 18 Jahren geriet Gerhard Bös (63) aus dem Gleichgewicht. Schulden, Scheidung, Arbeitsverlust zogen ihm den Boden unter den Füßen weg. Bei den Franzfreunden fand er wieder Halt und den Mut, die Zukunft zu gestalten. Heute ist er Verkäufer und Arbeitsanleiter im Sozialkaufhaus an der Römerstraße 9. Er lebt zufrieden und schuldenfrei in bescheidenen Verhältnissen. Sein Motto: „Wenn man abstürzt, muss man sich wieder hochkämpfen.“
Auch Julia Frank (35) hat beim katholischen Sozialwerk ihren Alltag wieder in den Griff bekommen. Auch sie war „abgerutscht“ und wurde in der Gemeinschaft aufgefangen. So wie viele hundert Menschen, die vom normalen Arbeitsmarkt ausgegrenzt und zudem oft auch noch wohnungslos wurden.
Die Beschäftigungshilfe bietet in enger Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Düsseldorf und dem Landschaftsverband Rheinland mehr als 50 Plätze im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten sowie sozialversicherungspflichtigen Maßnahmen. 15 festangestellte Gärtner, Schreiner, Maler, Einzelhandelskaufleute, Bürofachangestellte, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen kümmern sich um die Betreuung und Anleitung bei diesen Arbeitsgebieten und Angeboten:
- Das Franzfreunde Sozialkaufhaus: Hier kann Jedermann günstig Gebrauchtmöbel, Elektrogeräte, Haushaltsutensilien oder Dekoartikel kaufen. Besitzer eines Düsselpasses erhalten Rabatte.
- MöbelUp: Alte Schränke, Kommoden, Spiegel oder Garderoben werden zu trendigen Vintage-Unikaten umgestaltet.
- Haushaltsauflösungen und Entrümpelungen: Dazu gehören Sortierung, Abtransport und Verkauf guterhaltener Sachen im Sozialkaufhaus.
- Haushaltsspenden: Kostenlose Abholung von Möbeln und Haushaltsartikeln, die dann aufbereitet und verkauft werden.
- Gartenarbeiten: Projektteilnehmer erlernen gärtnerische Tätigkeiten sowie die Pflege von Grünanlagen.
- Malerarbeiten: Wissensvermittlung und Training aller Arbeitsfelder vom Lackieren bis zum Tapezieren.
Nur um die Zukunft machen sich Geschäftsführer Peter Hinz und Projektleiterin Andrea Dappen Sorgen. Seit 2005 werde die öffentliche Förderung durch stetige Veränderung der Gesetzeslage fortlaufend reduziert. Deshalb sei man zunehmend auch auf Spenden angewiesen: „Dies ist auf Dauer nicht zu stemmen, ohne dass Maßnahme– und auch reguläre Arbeitsplätze in Gefahr geraten.“
Weitere Informationen auch zu den Bereichen Wohnungslosen- und Seniorenhilfe unter www.franzfreunde.de oder Tel.: 610040.

Von Hans-Werner Budde 

Autor:

Lokalkompass Düsseldorf aus Düsseldorf

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