Handwerk: Mit Zuversicht in die Zukunft

Kammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Axel Fuhrmann (links) und der neue Präsident Andreas Ehlert. Foto: Siegel
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  • hochgeladen von Sascha Ruczinski

Im rheinischen Handwerk herrscht Hochstimmung. Das geht aus dem Konjunkturgutachten hervor, das die Handwerkskammer Düsseldorf vergangene Woche im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt hat.

„Das rheinische Handwerk boomt“, betont Andreas Ehlert. Der Schornsteinfegermeister wurde am 10. April mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten der Handwerkskammer Düsseldorf gewählt. Ehlert trat die Nachfolge des am 17. Februar verstorbenen Wolfgang Schulhoff an.

Die Zuversicht, mit der das Handwerk in die Zukunft blickt, ergibt sich aus dem aktuellen Konjunkturgutachten. Die Handwerkskammer führt diese repräsentative Umfrage zweimal jährlich durch. Der Geschäftsklimaindex liegt demnach in diesem Frühjahr bei 86 Prozent. Das ist der zweithöchste Wert in den vergangenen 25 Jahren.

Verantwortlich sind nach Auffassung des Handwerks ein milder Winter in Kombination mit einem günstigen Konsumklima. Zudem löst sich die Kreditklemme, die sich aus der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise von 2007/2008 ergeben hat. „Die Situation hat sich deutlich entspannt“, so Ehlert.
Nachholbedarf gibt es nur in einem Gewerbe. „Das Konjunkturbild zeigt sich in allen Handwerksbereichen gleich gut“, meint Ehlert. „Nur im KFZ-Bereich läuft das Neuwagengeschäft etwas schleppend. Aber mittlerweile schaut die Branche optimistisch in die Zukunft.“

Der Handwerkskammerpräsident setzt Schwerpunkte vor allem in den Bereichen Ausbildung und Energiewende. „Die Themen, die Professor Schulhoff gesetzt hat, sind auch meine Themen“, bekräftigt Ehlert. Im Sommer will die Handwerkskammer eine Kampagne zu qualifizierter Ausbildung starten. „Wir möchten“, führt Ehlert aus, die Betriebe befragen, warum sie nicht mehr in dem Umfang ausbilden wie früher.“ Die Qualität der Ausbildung ist Ehlert wichtig. Sorgen machen ihm die Kleinstbetriebe. Rund zwei Drittel dieser Betriebe verschwänden innerhalb von fünf Jahren wieder. Die Mitarbeiter seien oft gar nicht oder nur schlecht ausgebildet und stünden dann perspektivlos auf der Straße. Ehlert selbst macht sich für das duale Ausbildungssystem aus Lehre und Studium stark. Enttäuscht zeigt sich Ehlert von der Bundesregierung. „Die Energiewende müsste eigentlich das zentrale Projekt der großen Koaltion sein“, betont der Handwerkskammerpräsident. Die Kosten blieben bei mittelständischen Unternehmen wie den Handwerksbetrieben und bei den Verbrauchern hängen.

Das Hauptaugenmerk bei der Energiewende müsse auf der Energieeffizienz liegen. „40 Prozent des Einsparpotentials liegt in der Sanierung“, mahnt Ehlert an. Klimaschutz lasse sich regional auf den Weg bringen.

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